Bezug ALG II, Elternzeitverlängern, Kita-Platz

  • Hallo,


    Ich bin neu hier und finde auf meine Frage keine Antwort. Ich hoffe hier Hilfe zu finden.


    Kurz zu der Ausgangssituation, wieso ich Aufstockung vom Amt bekomme: Mein Mann und der Vater meiner Kinder verstarb im März 2018 mit 29 Jahren, 11 Tage vor unserer Hochzeit. Damals war unsere Tochter etwas über ein Jahr alt und unser Sohn war noch ungeboren. Er kam 3 Monate nach seinem Tod zur Welt. Seitdem bin ich alleinerziehend mit 2 kleinen Kindern. Ich bin gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und mein Arbeitsplatz ist nach der Elternzeit fürs erste gesichert. Wir befinden uns in einer harten Zeit. Mir wurde mit seinem Tod der Boden unter den Füßen weggerissen. Meine Tochter ist nun fast 3 und geht in die Krippe. Ich hätte es Zuhause nicht alleine mit den beiden geschafft. Ich habe noch Elternzeit bis Sommer 2020. Habe 2 Jahre für meinen Sohn genommen. Ich habe ihn bereits für Sommer 2020 im Kindergarten vorangemeldet. Er wird dann 2. Nun würde ich die elternzeit gerne auf 3 Jahre verlängern, ihn trotzdem in die kita geben und somit mir auch etwas Ruhe gönnen. Die Trauer in Angriff nehmen, die während der Kindererziehung viel zu kurz kommt, mich selber sortieren. Ich möchte gleich klarstellen, dass dies keine Arbeitsverweigerung sein soll. Ich selber merke aber, dass ich total überfordert bin, andauernd gestresst bin. Eine Therapie habe ich schon vor einem halben Jahr angefangen. Erfolg stellt sich aber noch nicht ein. Ich brauche einfach Zeit für mich selber.


    Nun zu meiner Frage: inwieweit werde ich noch vom Amt unterstützt werden, wenn ich meine elternzeit verlängern und mein Sohn in die kita geht?


    Dazu muss ich sagen, dass ich jetzt finanziell besser dastehe, als wie ich damals arbeiten gegangen bin. Schon vor dem Tod meines Mannes wollte ich nach meiner elternzeit nicht mehr bei meinem Arbeitgeber arbeiten und die elternzeit als Absprungbrett nutzen (geringer Verdienst, unbezahlte Überstunden, schlechtes Arbeitsklima). Wie verhält es sich, wenn ich während der elternzeit meinen Beruf kündige? Werde ich dann weiterhin finanziell unterstützt? Was muss ich beachten? Ich würde mir dann gerne etwas hier in der Nähe als halbtagskraft suchen, sobald ich mein Leben wieder besser sortiert habe. Zumal Aufgrund seines Todes die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren anstrebt, da er keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern aufgrund von Fremdverschulden. Dieses Verfahren steht seit seinem Tod in der Schwebe und sobald dieses Eröffnet wird, denke ich, dass ich psychisch nicht stabil sein werde, da wir den ganzen Horror noch einmal durchleben müssen.


    Vielen Dank im voraus für eure Antworten.

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  • Erst einmal herzliches Beileid. Kündigen solltest du auf keinen Fall. Suche dir erst einen neuen Job. Ansonsten sieht es böse aus. Dass du erstmal Zeit für dich brauchst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Du hast auch Anspruch auf 3 Jahre Elternzeit. Du kannst auch deinen Sohn mit 2 Jahren beruhigt in die Kita geben und die Zeit für deine Trauerarbeit nutzen. Sollten sich die Arbeitszeiten allerdings nicht mit den Kita-Zeiten vereinbaren lassen (so viel ich weiß, wird in einer Rechtsanwaltskanzlei im Schichtdienst auch schon mal bis 21.00 Uhr gearbeitet), könntest du in Absprache mit dem Jobcenter kündigen. Aber bitte keine Alleingänge, die können teuer werden und viel Nerven kosten, die du bestimmt nicht hast.