Eingliederungsvereinbarung - welche Stellen muß man Anschreiben?

  • Ich habe bei ALG1 eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben müssen.



    Unter anderem steht drin:
    Unterstützung:
    Stellen senden wir Ihnen zu.

    Aktivitäten:
    Ich bewerbe mich ab sofort aktiv und teile alle Veränderungen mit.
    Sollte ich Förderbedarf feststellen, melde ich mich aktiv bei meinem Ansprechpartner.


    Rechtsbelehrung:
    Ich bin darüber informiert, dass ich verpflichtet bin, die für die Vermittlung erforderlichen Auskünfte zu
    erteilen, Unterlagen vorzulegen und den Abschluss eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses
    unter Benennung des Arbeitgebers und seines Sitzes unverzüglich mitzuteilen.

    Muss ich Vermittlungsvorschläge ohne Rechtsbelehrung nun trotzdem bewerben oder nicht?
    Wie oft muß ich nun von alleine Stellen z.B. aus der Jobbörse beim Arbeitsamt anschreiben?
    Ist 1 Stelle pro Woche ausreichend?

    Wenn meine Ausbildung Elektroniker für Geräte und Systeme ist und es nur 4 Stellen für Elektroniker für Geräte und Systeme gibt,
    muß ich dann auch alle 12 restlichen Stellen für Elektroniker für Automatisierungstechnik anschreiben?

    Kann mir das Arbeitsamt, wenn ich es nicht tue, eine Umschulung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik aufzwingen?
    Sofort oder erst z.B. beim Bezug von ALG2 ?

    Mit welchen Sperrzeiten muß ich bei ALG1 nun rechnen, wenn ich einen der Vermitlungsvorschläge ohne RFB nicht anschreibe
    oder gar nicht von selbst oder zu wenige Stellen zusätzlich zu den Vermittlungsvorschlägen anschreibe?

    Ich mußte die EGV unterschreiben, ich erhielt aber keine Kopie mit der Begründung, daß ich die EGV online beim Arbeitsamt nachlesen könne.
    Ist die EGV nun gültig? Kann das Arbeitsamt, weil ich keine Kopie habe, nun nochmal eine EGV erstellen und behaupten, es sei noch keine erstellt worden?

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  • Das sieht so aus, als daß du dich hast über den Tisch ziehen lassen. Eine EGV muß man nämlich nicht unterschreiben. Es ist eine Vereinbarung. Und der muß man nicht zustimmen. Also. Eine Vereinbarung, das heiißt: Beiderseiges Einverständnis.


    Unterschreibst du nicht, geht sie allerdings als Verwaltungsakt raus; dagegen kannst du dann allerdings Rechtsmittel einlegen. So aber hast du akzeptiert. Unterschrieben und damit ist der Vertrag gültig.


    Wenn die EGV im Netz steht, ausdrucken. Allerdings, auf Verlangen muß dir eine Ausfertigung ausgehändigt werden.


    Ich würde nicht fragen: Muß ich mich bewerben? Mach das einfach, den Rest klärst du, falls es dazu kommt im Vorstellungsgespräch.


    Die BA kann natürlich alternativ auch eine Umschulung anbieten. Das muß nicht erst über das JC gehen. Sollte man aber in beiderseitigem Einverständnis machen. Denn so eine Umschulung/Ausbildung kostet auch.


    Vermittlungsvorschläge ohne Rechtsfolgenbelehrung sind m.E. Sanktionsfrei. Allerdings, ich würde nicht auf dieses Pferd setzten, denn 1. kann man das ändern und zweitens, du willst doch wieder in Lohn und Brot? Oder sehe ich das falsch.


    Eigeninitiative ist gut. Es ist doch vereinbart, wie viel Bewerbungen/ Woche rausgehen sollen. Ob die nun über die Jobbörse der BA gesichtet werden oder du dir selbst Unternehmen heraussuchst, ist doch letztendlich rille.


    Rechtsbelehrung:
    Ich bin darüber informiert, dass ich verpflichtet bin, die für die Vermittlung erforderlichen Auskünfte zu
    erteilen, Unterlagen vorzulegen und den Abschluss eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses
    unter Benennung des Arbeitgebers und seines Sitzes unverzüglich mitzuteilen.

    Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Eine EGV muß man nämlich nicht unterschreiben. Es ist eine Vereinbarung. Und der muß man nicht zustimmen. Also. Eine Vereinbarung, das heiißt: Beiderseiges Einverständnis.

    Zumindest, und das ist legitim, kann man durchaus diese sich ausdrucken lassen, mit nach Hause nehmen und erst einmal studieren. So bis zu einer Woche sollte da schon Zeit sein. Das ist eigentlich im Zweifelsfall gängige Praxis. Und da gibt es auch keine Sanktion o.ä.


    Bei allen Pflichten, aber: So viel Zeit muß sein.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Hallo,

    in der EGV sollte das eigentlich drin stehen, wie oft du dich bewerben sollst und auch wie du das dokumentieren sollst. Und auch deine Qualifikationen sollten darin aufgeführt sein, sodass du weisst auf welche Stellen du dich bewerben kannst. Beim Unterschreiben des EGV hast du auch 2-3 Tage Bedenkzeit und musst nicht sofort unterschreiben. Allerdings steht zumindest hier https://www.arbeitslosenselbst…ngliederungsvereinbarung/, dass die EGV dann schon unterschrieben werden muss, sonst drohen Sanktionen. Und normalerweise hat man doch bei allen Dokumenten , die man unterschreibt ein Recht au eine Kopie, also da würde ich auf jeden Fall nochmal nachfragen an deiner Stelle.

    LG