Trennung - Umzug verweigert

  • Hallo liebe Mitglieder,

    ich bin ganz neu hier und bitte um Rat zu folgendem Thema:

    Mein Mann und ich haben eine gemeinsame Tochter, 16 Monate. Wir haben uns getrennt und wollen uns nun auch räumlich trennen. Bis auf das Kindergeld habe ich keine Einkünfte, er ist in Ausbildung (Gehalt aber unter 400 Euro), bekommt zusätzlich BAB. Dementsprechend kann es sein, dass er - je nach Kosten der Unterkunft- aus dem ALG II rausfällt. Das nur am Rande.

    Mein Mann steht nicht im Mietvertrag.


    Wir sind beide auf Wohnungssuche, da die momentane Wohnung für 2 Personen zu teuer wäre, davon abgesehen hält sich mein Interesse in der bisherigen Wohnung zu bleiben sowieso in Grenzen (Schimmel, der vom Vermieter nur übermalt wird usw.).


    Hier eine Wohnung zu finden ist sehr schwierig, ich habe allerdings Glück und ein passendes Angebot erhalten. Nun war ich heute beim Jobcenter, ich wurde mit dem Anliegen direkt zur Sachbearbeitung geschickt. Diese sagte nun, dass das Wohnungsangebot finanziell passen würde, aber sie nicht verstehe wieso ich überhaupt ausziehe. Ich habe es ihr erklärt, auch, dass die Wohnung zu teuer wäre sobald mein Mann raus ist, aber sie lehnte ab. Er soll zuerst ausziehen und wenn er ausgezogen ist habe ich ja 6 Monate Zeit. Falls ich in den 6 Monaten nichts finde, muss ich nur nachweisen, dass ich wirklich gesucht habe und dann wird die Frist verlängert, sodass ich nicht auf den Kosten sitzen bleibe. Sie würden sogar 20 % drüber genehmigen, dann läge ich mit der aktuellen Wohnung nur noch 6 Euro über der "erlaubten" Miethöhe und deswegen würde ja auch keiner ein großes Fass aufmachen. Davon abgesehen würde ich ja nicht mein Leben lang von ALG II leben wollen und hätte bis dahin eventuell einen Job um die Kosten selbst zu übernehmen (wie ohne Kita Platz?).

    Ich sagte dann, dass wenn ich nun aber ausziehe, mein Mann ja auch 6 Monate Zeit hätte um etwas zu finden. Ihre Antwort darauf war, dass ich nicht ausziehen werde und diesen Gedanken vergessen soll. Die Kosten für das Jobcenter wären zu hoch und nicht gerechtfertigt. Sobald mein Mann ausgezogen ist, werde ich eine Einladung von einem Sachbearbeiter bekommen wegen der KdU und dann wird man sehen etc etc. Für das Kind wäre es ja sowieso besser in der aktuellen Wohnung zu bleiben etc etc.


    Nun ist es aber so, dass mein Mann gar kein so großes Interesse daran hat. Ich schreibe sämtlichen Vermietern und Genossenschaften für Wohnungen, die für ihn (und das Jobcenter) in Frage kommen würden. Es gab einige Besichtigungstermine zu denen er aber nie hingegangen ist, weil -füge beliebige Ausrede ein-.


    Ich entschuldige mich für den langen Text und komme zu meiner Frage: Kann ich nun gar nichts tun? Muss ich das so akzeptieren und darauf hoffen, dass mein Mann irgendwann - in 1, 3, 6 oder 9 Monaten eine Wohnung findet bzw sucht? Wenn ich ausgezogen wäre, hätte er ja eine Frist von 6 Monaten und wäre dazu gezwungen. Den Mietvertrag einfach zu kündigen ist keine Option, denn 3 Monate sind eine kurze Zeit und er soll ja auch nicht auf der Straße landen.


    Ich bedanke mich für eure Zeit.


    Liebe Grüße

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  • Im Prinzip sagt man dir, dass du nicht von Wohnungslosigkeit bedroht bist, dass man deine jetzige Miete als angemessen anerkennen will und es keinen wichtigen Grund für den Auszug gibt. Wenn du das mit Schimmel und Gesundheit nicht belegen kannst, ist gegen die Ablehnung erstmal nichts einzuwenden. Umziehen kannst du trotzdem, es gibt dann eben keine mit dem Umzug verbundenen Kosten erstattet.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Hallo meine Liebe,

    Erst einmal tief Luft holen :)

    Es gibt immer Hilfe, hab grad auf der Seite XXXXXX unerlaubte Verlinkung

    herumgestöbert und herausgefunden, dass man als Alleinerziehende Anspruch auf Mehrbedarf hat und weitere Dinge, die dir zustehen.

    Einfach durchlesen, ich wünsche dir alles Gute!

  • IWenn du das mit Schimmel und Gesundheit nicht belegen kannst, ist gegen die Ablehnung erstmal nichts einzuwenden. Umziehen kannst du trotzdem, es gibt dann eben keine mit dem Umzug verbundenen Kosten erstattet.

    Eben. Das ist der springende Punkt.


    Erst einmal die Korrespondenz mit dem Vermieter (Anzeige, Anmahnung, Abmahnung wegen Wohnungsmänge) ist nachzuweisen. Kann man die Vorhaltungen betreff des Wohnungszustandes auch nachweisen? - z.B. Dokumentation.


    Gesundheit. Gibt es hier Nachweise z.B. durch ärztliche Gutachten? Erzählen kann man viel.


    Was den Ex anbelangt, der ist ja noch gar nicht raus. Erst, wenn die Wohnung von weniger Personen belegt ist, wird es relevant.


    Weiter, es kam (logischerweise) noch keine Kostensenkungsaufforderung. Erst wenn die erging, beginnt die 6- Monatsfrist. Und, wenn keine kommt, finanziert das JC die KDU weiter.


    Nächstes: Liegt die neue von dir angedachte Wohnung im Selben Zuständigkeitsbereich? Oder ist da ein anderes JC zuständig?


    Weiter: Und, was den "Mehrbedarf" anbelangt, das wird durch die Regelsatzstufe geregelt.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

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