U25 Studentin will aus Hartz4 Elternhaushalt ausziehen. Gibt es da Konsequenzen für die Familie?

  • Halli Hallo ihr Lieben!


    Ich wollte mich zuallererst bei euch entschuldigen, falls mir beim Erstellen des Beitrages Fehler unterlaufen sind. Ich bin neu hier in diesem Forum und bin mir nicht sicher ob ich mich mit meinem Anliegen im richtigen Thread befinde.

    Es geht um folgendes -
    Ich(24) studiere an einer Universität, erhalte seit 2017 Bafög und habe nebenbei noch einen Minijob. Zurzeit lebe ich noch bei meinen Eltern, was ich aber recht bald ändern möchte - denn mein Partner und ich würden gerne zusammen ziehen.


    Das Problem an der Sache ist dass ich nicht weiß, ob es Probleme mit dem Amt geben würde. Denn mein Vater(64) ist arbeitslos (bezieht also ALGII) und meine Mutter(59) ist Frührentnerin (davor war sie ebenfalls arbeitslos, bezog also auch ALGII), da sie sehr krank ist. Mein Bruder(38), der ebenfalls noch hier wohnt, unterstützt meine Familie und kümmert sich, seit meine Eltern gegen 1992 nach Deutschland gezogen sind, um alle finanziellen Belangen.


    Das Ding ist dass mein Partner und ich schon seit einer Weile den Wunsch haben zusammenzuziehen. Eigentlich war der Plan dass wir uns nach seinem Auslandsstudium eine gemeinsame Wohnung suchen. Er ist nun schon seit Januar zurück und ich versuche schon seit knapp acht Monaten mit meinem Bruder über dieses Thema zu sprechen, weil ich keinen Überblick auf die finanzielle Situation unserer Familie habe und er mir auch nicht diesen Einblick geben möchte. Er blockt jedoch ständig ab oder verlegt das Gespräch auf einen anderen Zeitpunkt, weil er angeblich keine Zeit dafür hätte. Wie man vielleicht rauslesen kann, haben wir nicht gerade das beste Familienverhältnis aber das soll hier nicht das Thema sein.


    Nun ist es so, dass wir uns trotz alledem nach Wohnungen umgeschaut haben und eine gefunden haben. Es handelt sich dabei um eine Sozialwohnung.
    Ich würde jetzt gerne wissen ob ich ausziehen kann, ohne dass meine Familie große Konsequenzen dadurch tragen wird. Mein Plan war es, sie weiterhin finanziell zu unterstützen. Dass ich weiterhin auf mein Kindergeld verzichte und monatlich ein wenig zur Miete beitrage.

    Ich danke euch schon einmal im voraus vielmals für eure Hilfe!

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  • Hauptproblem könnte werden, dass die Wohnung Deiner Eltern nach Deinem Auszug evtl. nicht mehr angemessen nach den AlG2 Kriterien ist.

    Diese werden von der jeweiligen Kommune bestimmt. Dann würde ggf. nach sechs Monaten nur noch eine angemessene Miete vom Jobcenter übernommen werden und Deine Eltern müssten schauen ob sie umziehen oder den Rest selbst zahlen.


    Ein Verzicht aufs Kindergeld zu Gunsten Deiner Eltern dürfte nicht hilfreich sein, da es dann als Einkommen bei diesen berücksichtigt wird.

    Ob es ohne negative Konsequenzen möglich ist, dass Du einfach den unangemessenen Teil der Miete übernimmst, also z.B. direkt an den Vermieter zahlst weiß ich nicht.

    Kann Dein Vater noch nicht in Altersrente gehen ?

  • Du musst dich selbst unterhalten. Deine Eltern mit Geld zu unterstützen geht nicht, weil das dem JC gemeldet werden muss und dies dann wieder vom Hartz IV-Satz abgezogen wird. Du könntest für deine Eltern ab und zu den Einkauf bezahlen. Oder wenn sie was zum Anziehen brauchen, sie da finanziell unterstützen. Ich rate dringend davon ab, dies mit Geldleistungen zu tun.

  • Du könntest für deine Eltern ab und zu den Einkauf bezahlen. Oder wenn sie was zum Anziehen brauchen, sie da finanziell unterstützen. Ich rate dringend davon ab, dies mit Geldleistungen zu tun.

    Man könnte einen Antrag auf Pflegegeld stellen. Einfach probieren. Und da du als leibliches Kind zum Personenkreis der Angehörigen gehörst, dürfte das unschädlich sein. Davon könnte man z.B. Medikation, Hilfsmittel, sicher auch Einkäufe & co. finanzieren.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • wenn du Ihnen das Kindergeld überlässt, ist das sicher nicht legal und ich würde es dir auch nicht empfehlen. Kenne jedoch auch Personen, die das ebenfalls so gemacht haben und damit auch durchgekommen sind. Allerdings würde ich mich beim Amt einfach mal schlau machen, wie du deine Eltern anderweitig unterstützen kannst.


    Lg :)

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