Aufwendungen für die neue Unterkunft kann nicht erteilt werden.

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    • Aufwendungen für die neue Unterkunft kann nicht erteilt werden.

      Das Thema hat hier -> Ab wann zählt ein Kind als Person? angefangen, der Übersichthalber mache ich aber ein neues Thema auf.

      Ja, wie der Titel schon sagt, wurde mein Antrag abgelehnt, was sich mir aber nicht so wirklich erklärt.

      Das Mietangebot, welches wir eingeholt und eingerreicht hatten, war für eine 115 m² Unterkunft für 7 personen
      Unterkunftskosten 583,00 € (450 Miete + 133,00 NK)
      Heizkosten 273,00 € (Die angegeben Heizkosten .. Gas .. sind die des Vormieters, ein altes Pärchen, welche wirklich SEHR viel geheizt haben, wir sind da eher sehr sparsam! (Bisher haben wir mit 6 Personen nicht mal den durchschnitt eines 4 personen Haushalts erreicht und das JC hat bisher immer von uns wiederbekommen, statt Nachzuzahlen!)
      Ingesamt sind das also 856,00 € Warm


      Vom JC kam
      Unterkunftskosten, angemessen 920,70
      Heizkosten, angemessen 193,58
      Insgesamt also 1114,28 €


      Kann mir mal jemand den Sinn erklären?

      Wir finden einen Wohnraum, hier im Umfeld der Kinder, was wirklich Glück ist, mehr als angemessen ist und fast 300€ günstiger als uns zu steht und die lehnen ab wegen 80€ zuviel Heizkosten, die wohlgemerkt der Vormieter verbraucht hat und nicht wir!
      Was kann ich jetzt dagegen tun?
      Ich weiß Widerspruch einlegen und am besten zur Niederschrift oder was würde das Forum raten?

      Danke und viele grüße
      M.
    • MrSippi schrieb:

      Ich würde da erstmal mit den Stadtwerken reden, ob die nicht, anstatt sich an den Vormietern zu orientieren, einen realistischeren Abschlag ansetzen würden. 273 Euro monatlich für Gas ist schon 'ne Hausnummer.
      Danke für deine antwort ..
      Wie erwähnt altes Pärchen, welches nur am Dauerheizen war!

      Genau das habe ich mir auch gedacht, einfach die Heizkosten auf diese 193,58€ anpassen und das JC gibt Grünes Licht.
      Die Abschlagshöhe sollte doch von mir selbst bestimmt werden können bei den Stadtwerken oder nicht? Die geben doch nur eine Vorgabe?

      Danke und vG
      M.
    • Ich habe jetzt nochmal mit dem JC telefoniert, die nette Dame meinte, das es reicht ein schreiben vom Vermieter einzureichen, in dem der Vermieter bestätigt, das die Heizkosten auf diese 193€ pro Monat gesenkt werden und ich dieses vor Umzug den Stadtwerken melde und das schreiben über die monatlichen Abschläge dem JC nachreiche.

      Reicht es, das Schreiben vom Vermieter formlos einzureichen, da es ja von Privat ist?
      Folgendes habe ich mal schnell vorbereitet.


      Die angegebenen Heizkosten in Höhe von 273€ stammen, wie anhand der eingereichten Abrechnungen zu sehen ist, von Herrn XYZ.
      Die Heizkosten für Familie XYZ werden auf 193€ pro Monat angepasst.


      Reicht das so und der Vermieter muss nur noch Unterschreiben?

      Danke für die Hilfe und vG
      M.
    • Dann würde ich den Vertrag des Vormieters so nicht akzeptieren. Wenn der Mieter wechselt, muß auch in so einem Fall der Vertrag angepaßt werden.

      Was rechtswirksam ist, einen aktuellen Vorauszahlungsbescheid des Gläubigers vorlegen. Ist es der Vermieter, vom Vermieter, sind es die Stadtwerke, dann von denen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • haufe.de/oeffentlicher-dienst/…sk_PI13994_HI9706329.html

      Das nur wegen dem allgemeinen Interesse: Die Berücksichtigung der Gesamtangemessenheitsgrenze ist eine "Kann" Bestimmung. Natürlich wird keine Gemeinde oder Stadt davon Gebrauch machen. Ist ja auch logisch. Siehe Beispiel hier. In sofern sehe ich auch durch die Novellierung bei einem Rechtsstreit keine Aussicht auf Erfolg. Die Stadt darf das anwenden, muß aber nicht.

      Die Städte und Kommunen profitieren eben davon, daß jeder der Einzelposten für sich genommen, die Angemessenheitsgrenzen nicht überschreiten sollen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • LoneRanger schrieb:

      Rechnet denn der Vermieter die Heizkosten ab oder gibt es einen Energievertrag des Mieters mit den Stadtwerken??

      Wenn der Vermieter abrechnet, denke ich kann man das so schreiben.

      Wenn aber ein Vertrag des (Vor)Mieters mit den Stadtwerken vorliegt, dann würde mich als JC das Schreiben des Vermieters nicht interessieren.
      Ja, Vormieter bezw Besitzer hat einen Vertrag mit den Stadtwerken, die Abschläge bezw die Abrechnung des letzten Jahres liegen dem JC vor.
      Was dann tun? Die Dame am Telefon meinte, das es reicht ein Schreiben des Vermieters einzureichen, bezw zum Widerspruchtermin mitzubringen.

      Spejbl schrieb:

      Dann würde ich den Vertrag des Vormieters so nicht akzeptieren. Wenn der Mieter wechselt, muß auch in so einem Fall der Vertrag angepaßt werden.

      Was rechtswirksam ist, einen aktuellen Vorauszahlungsbescheid des Gläubigers vorlegen. Ist es der Vermieter, vom Vermieter, sind es die Stadtwerke, dann von denen.
      Wir können, aufgrund der Kündigungsfrist zum 01.03.19 umziehen. Kann ich da jetzt schon bei den Stadtwerken vorsprechen, damit sie mir einen Vorauszahlungsbescheid ausstellen?
      Der Vermieter musste doch die Kosten im Mietangebot für Heizung etc angeben, wenn er bestätigt, das diese vom Vorbesitzer stammen und wir deutlich weniger verbrauchen sollte das nicht reichen?
    • Spejbl schrieb:

      haufe.de/oeffentlicher-dienst/…sk_PI13994_HI9706329.html

      Das nur wegen dem allgemeinen Interesse: Die Berücksichtigung der Gesamtangemessenheitsgrenze ist eine "Kann" Bestimmung. Natürlich wird keine Gemeinde oder Stadt davon Gebrauch machen. Ist ja auch logisch. Siehe Beispiel hier. In sofern sehe ich auch durch die Novellierung bei einem Rechtsstreit keine Aussicht auf Erfolg. Die Stadt darf das anwenden, muß aber nicht.

      Die Städte und Kommunen profitieren eben davon, daß jeder der Einzelposten für sich genommen, die Angemessenheitsgrenzen nicht überschreiten sollen.
      Danke für den Link!
      Da steht doch aber ..

      Daraus folgt, dass eine Überschreitung der Angemessenheitsgrenze bei den Aufwendungen für die Unterkunft durch eine entsprechende Unterschreitung der Aufwendungen für die Heizung aufgefangen werden kann und umgekehrt. Im Ergebnis werden den Leistungsberechtigten damit mehr Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt.

      Warum findet das bei mir keine Anwendung, unsere BG liegt ja 340€ unter den Angemessenen UK und nur 80€ über den Angemessenen Heizkosten![i][/i]

    • Marcus schrieb:

      Ja, Vormieter bezw Besitzer hat einen Vertrag mit den Stadtwerken, die Abschläge bezw die Abrechnung des letzten Jahres liegen dem JC vor.Was dann tun? Die Dame am Telefon meinte, das es reicht ein Schreiben des Vermieters einzureichen, bezw zum Widerspruchtermin mitzubringen.

      Wir können, aufgrund der Kündigungsfrist zum 01.03.19 umziehen. Kann ich da jetzt schon bei den Stadtwerken vorsprechen, damit sie mir einen Vorauszahlungsbescheid ausstellen?

      Der Vermieter musste doch die Kosten im Mietangebot für Heizung etc angeben, wenn er bestätigt, das diese vom Vorbesitzer stammen und wir deutlich weniger verbrauchen sollte das nicht reichen?
      1. Der Vertrag mit den Stadtwerken ist relevant. Das ist der Gläubiger, an den die Heizkostenzahlungen gehen. S. Beitrag vom Ranger.

      2. Und ja, natürlich, es muß dann ein geänderter Vorauszahlungsbescheid her. Den bekommt dann in Kopie das JC. Für die Heizkosten sind in deinem Falle die Stadtwerke zuständig.

      3. Warum mußte der Vermieter die Heizkosten angeben? Auf welcher Grundlage? Wie sieht denn der Mietvertrag aus? Was steht dann zu den Heizkosten?
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Marcus schrieb:


      Daraus folgt, dass eine Überschreitung der Angemessenheitsgrenze bei den Aufwendungen für die Unterkunft durch eine entsprechende Unterschreitung der Aufwendungen für die Heizung aufgefangen werden kann und umgekehrt. Im Ergebnis werden den Leistungsberechtigten damit mehr Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt.

      Warum findet das bei mir keine Anwendung, unsere BG liegt ja 340€ unter den Angemessenen UK und nur 80€ über den Angemessenen Heizkosten![i]


      Überleg mal selbst; die Kommune wählt natürlich den Modus, wo sie besser wegkommt. Warum also von der Möglichkeit der Gesamtangemessenheit Gebrauch machen, wenn durch die Nichtanwendung die Kriterien der Angemessenheit nicht zutreffen.

      Als kommunaler träger würde ich da auch nur das anwenden, wo ich besser wegkäme. Und so lange die verbraucherfreundlichere Regelung nicht bindent (zwingend anzuwenden ist), läßt man das. Ich kenne keine Stadt oder Kommune, wo die Gesamtangemessenheit Anwendung findet.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      2. Und ja, natürlich, es muß dann ein geänderter Vorauszahlungsbescheid her. Den bekommt dann in Kopie das JC. Für die Heizkosten sind in deinem Falle die Stadtwerke zuständig.



      3. Warum mußte der Vermieter die Heizkosten angeben? Auf welcher Grundlage? Wie sieht denn der Mietvertrag aus? Was steht dann zu den Heizkosten?
      zu 2. Also gehe ich morgen zu den Sadtwerken und kann einen geänderten Vorrauszahlungsbescheid anfordern, obwohl der alte Mieter z.Zt. noch seine monatlichen Abschläge zahlt bis zu unserem Einzug?

      zu 3. Die wurden im Mietangebot vom Vermieter so angegeben, auf Grundlage der monatlichen Beiträge des Vormieters.
      Aber dem Mietangebot wurden die Abschlagsabrechnungen in Kopie des letzten jahres beigefügt.
    • Spejbl schrieb:

      Überleg mal selbst; die Kommune wählt natürlich den Modus, wo sie besser wegkommt. Warum also von der Möglichkeit der Gesamtangemessenheit Gebrauch machen, wenn durch die Nichtanwendung die Kriterien der Angemessenheit nicht zutreffen.
      Als kommunaler träger würde ich da auch nur das anwenden, wo ich besser wegkäme. Und so lange die verbraucherfreundlichere Regelung nicht bindent (zwingend anzuwenden ist), läßt man das. Ich kenne keine Stadt oder Kommune, wo die Gesamtangemessenheit Anwendung findet.
      Ich verstehe das schon, aber trotzdem ist das dumm. Finde mal ne Wohnung über 115m², die NUR 450€ Kaltmiete kostet.

      Hätte ich jetzt also 2 Mietangebote vorgelegt, einen mit gesamt über 1100€ Warmmiete (in welchem die Heizkosten angemessen sind) und eines wie in meinem Fall über 856€, hätte ich die zustimmung für die 1100€ Wohnung bekommen, aber die über 856€ wäre abgelehnt worden, oder hätte man sich da für die günstigere endschieden?
      Da darf man garnicht drüber nachdenken :D

      Vielen dank für deine Mühe und Hilfe!!!
    • Marcus schrieb:

      zu 2. Also gehe ich morgen zu den Sadtwerken und kann einen geänderten Vorrauszahlungsbescheid anfordern, obwohl der alte Mieter z.Zt. noch seine monatlichen Abschläge zahlt bis zu unserem Einzug?
      Ja natürlich. Ab deinem Einzug ist relevant. Da kann man natürlich schon kalkulieren.

      Aber in der Praxis wird das schon so gemacht, daß, wenn die Kalkulation plausibel ist, sie so erstellt wird, daß die Angemessenheit gegeben ist. Darf natürlich nicht realitätsfremd sein.

      Gut, wenn die aktuelle Kalkulation darauf basiert, daß die älteren Herrschaften jeden Tag heiß baden, 27 Grad Wohnraumtemperatur bevorzugen und so weiter, ja dann kann man durchaus damit argumentieren, daß einem 21 Grad reichen, statt täglich zwei mal baden einmal Duschen, und damit die Grundlage für die Heizkostenkalkulation dann entsprechend niedriger ausfallen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      Marcus schrieb:

      zu 2. Also gehe ich morgen zu den Sadtwerken und kann einen geänderten Vorrauszahlungsbescheid anfordern, obwohl der alte Mieter z.Zt. noch seine monatlichen Abschläge zahlt bis zu unserem Einzug?
      Ja natürlich. Ab deinem Einzug ist relevant. Da kann man natürlich schon kalkulieren.
      Aber in der Praxis wird das schon so gemacht, daß, wenn die Kalkulation plausibel ist, sie so erstellt wird, daß die Angemessenheit gegeben ist. Darf natürlich nicht realitätsfremd sein.

      Gut, wenn die aktuelle Kalkulation darauf basiert, daß die älteren Herrschaften jeden Tag heiß baden, 27 Grad Wohnraumtemperatur bevorzugen und so weiter, ja dann kann man durchaus damit argumentieren, daß einem 21 Grad reichen, statt täglich zwei mal baden einmal Duschen, und damit die Grundlage für die Heizkostenkalkulation dann entsprechend niedriger ausfallen.
      So kann man das sehen .. selbst die Garage wurde beheizt, deshalb die hohen Kosten.
      War rückblickend gesehen wohl ein Fehler, die Heizkosten des Vormieters anzugeben.

      Ok, vielen dank für deine ausführliche Hilfe .. mal wieder :)
    • Marcus schrieb:

      Vom JC kam
      Unterkunftskosten, angemessen 920,70
      Heizkosten, angemessen 193,58
      Insgesamt also 1114,28 €

      Ja, wenn z.B. die Bruttokaltmiete 920,00 und die Heizkosten 193,00 EUR betragen, dann sind die 1.113 EUR angemessen.

      Bei 800 EUR Miete und 313 EUR Heizkosten nicht. Käme aber in der Summe ja auf das Gleiche.

      Aber, solche Extreme sind ehr selten. Die Kommunen sorgen schon dafür, daß sie die Angemessenheiten nicht allzu hoch festlegen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Ich habe gerade mal in den bundesweiten Heizspiegel 2017 reingeschaut, der gerne herangezogen wird. Dort sind für Gasheizung bei einer Wohnfläche von 115 m² in der ungünstigsten Kategorie (z. B. bei schlechter Isolierung) rund 180,00 € monatlich an Heizkosten vorgesehen.
      Ungefähr in dieser Größenordnung sollte sich dein monatlicher Abschlag künftig bewegen.

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