Rentenkasse will Bescheid vom Jobcenter

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    • Rentenkasse will Bescheid vom Jobcenter

      Da eine befreundete Familie leider keinen Internetanschluss hat, bat man mich um Hilfe.

      Es geht um folgendes:

      Der Ehemann arbeitet seit fast 50 Jahren, wenn man die Ausbildungszeit und einige Monate Arbeitslosigkeit mit einrechnet. Aber auch ohne diese Zeiten kommt er schon auf mehr als 45 Jahre reine Arbeitszeit, sodass er jetzt einen Antrag auf reguläre Altersrente ohne Abschläge gestellt hat.

      Zusätzlich wird wahrscheinlich weiterhin ein (wenn auch sehr geringer) Anspruch auf aufstockende Leistungen nach dem SGB II bestehen.

      Außerdem entstünde der Rentenanspruch erst ab September 2018 und der Weiterbewilligungsantrag auf ALG II wäre für den Zeitraum ab dem 01.07.2018.

      Jetzt schrieb die Rentenkasse, dass sie zur Bearbeitung des Rentenantrags den Bescheid über Leistungen nach dem SGB II im Original oder einer beglaubigten Kopie ab dem 01.07.2018 benötigen.

      Welche Auswirkungen hat der Leistungsbezug denn generell auf die Rente, also warum ist so ein Bescheid notwendig? War es nicht so, dass das Jobcenter keinerlei Beiträge mehr zahlt und dass es den Leistungsbezug der Rentenkasse dennoch meldet? Dann würde die Rentenkasse diese Information doch automatisch vom Jobcenter bekommen.

      Es geht jetzt nicht mehr um irgendwelchen Datenschutz, denn die Rentenkasse hatte das Ehepaar vor ein paar Wochen schon einmal eingeladen und sich bereits den Leistungsbescheid bis zum 30.06.2018 kopiert.

      Das Problem ist viel eher, dass dieser (ohnehin nur vorläufige) Leistungsbescheid noch nicht vorliegt und nach den bisherigen Erfahrungen beim Jobcenter wird es so sein, dass man die Leistungen erst berechnet, wenn der Rentenbescheid in Kopie abgegeben wurde. Auch für die Monate Juli 2018 und August 2018.

      Der Rentenbescheid wird jedoch erst erstellt, wenn der Bescheid vom Jobcenter vorliegt, welches ohne Rentenbescheid nicht tätig wird, der jedoch ohne Leistungsbescheid nicht erstellt werden kann, wofür das Jobcenter zuerst tätig werden müsste, welches aber zuer Vermeidung von Überzahlungen erst einmal den Rentenbescheid benötigt... Man kann das Problem vermutlich gut erkennen.



      Wie kann das Ehepaar jetzt vom Jobcenter erwirken, dass dieses den Bewilligungszeitraum erst einmal auf zwei Monate verkürzt?




      PS: Der Vollständigkeit halber und damit den Ehemann jetzt keiner als faul oder so beschimpft: über 45 Jahre lang sechs Tage Arbeit die Woche statt der in den Medien ständig als üblich hingestellten fünf Tage und natürlich nur vier Wochen Urlaub im Jahr statt der in den Medien so oft falsch genannten sechs Wochen. Und natürlich nur selten Feiertage und diese dann auch unbezahlt...
    • Nachfrage schrieb:

      Jetzt schrieb die Rentenkasse, dass sie zur Bearbeitung des Rentenantrags den Bescheid über Leistungen nach dem SGB II im Original oder einer beglaubigten Kopie ab dem 01.07.2018 benötigen.
      1. Da muß mal die Rentenkasse gefragt werden, was das soll und warum. Kopie muß reichen. Vielleicht dort mal vorsprechen.

      2. Den noch aktuellen Bescheid einreichen. Mit dem Verweis darauf, daß der angeforderte Bescheid erst eingereicht werden kann, wenn er vorliegt.

      3. 50 Jahre Arbeitsleben. Wie alt ist denn der Ehemann?
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Nachfrage schrieb:

      Zusätzlich wird wahrscheinlich weiterhin ein (wenn auch sehr geringer) Anspruch auf aufstockende Leistungen nach dem SGB II bestehen.
      Eben und das kann sich (je nach Alter des Ehemannes) ändern. Dann kommt ein Leistungsbezug nach dem SGB XII in Betracht.

      Dann, als nächstes ist die Frage, ob sich das überhaupt lohnt. Wegen "1,17 EUR" würde ich so einen Aufwand gar nicht betreiben.

      Bei der Grundsicherung im Alter (SGB XII) muß man auch wissen, daß der Vermögensfreibetrag gerade mal 2.600 EUR beträgt. Zumal zu beachten ist, die Frau bleibt im Rechtskreis SGB II und der Mann wechselt u.U. ins SGB XII. Denn die BG besteht ja weiter.

      Vielleicht ist es sinnvoller, dann anderweitig noch sein Einkommen "aufzustocken".

      Noch mal: Eigentlich ist es so, daß Rente vor Sozialleistungen geht. Wofür die Rentenkasse einen ALG II Bescheid braucht, ist mir fraglich. Umgekehrt ja. Denn die Rente ist anrechenbares Einkommen bei den Sozialleistungen. Also da nachhaken.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      Nachfrage schrieb:

      Jetzt schrieb die Rentenkasse, dass sie zur Bearbeitung des Rentenantrags den Bescheid über Leistungen nach dem SGB II im Original oder einer beglaubigten Kopie ab dem 01.07.2018 benötigen.
      3. 50 Jahre Arbeitsleben. Wie alt ist denn der Ehemann?
      Das ist nicht Ungewöhnlich, da man damals mit 13-14 Jahren mit der Lehre begonnen hat.
      Verwunderlich ist allerdings die Höhe der zu Erwartenden Rente, das findet man eher wenn der Arbeitnehmer z.B. in der Landwirtschaft tätig war und Kost und Logis im Lohn enthalten waren. Bei einem "normal" Berufstätigen aber eher unnormal.
    • Spejbl schrieb:

      Nachfrage schrieb:

      Zusätzlich wird wahrscheinlich weiterhin ein (wenn auch sehr geringer) Anspruch auf aufstockende Leistungen nach dem SGB II bestehen.
      Eben und das kann sich (je nach Alter des Ehemannes) ändern. Dann kommt ein Leistungsbezug nach dem SGB XII in Betracht.
      Spejbl, das Alters in unerheblich. Wenn er Altersrente bekommt (auch wenn die Altersgrenze gem §7a SGB II noch nicht erreicht ist), bleibt für den Anspruch des Ehemanns nur noch das SGB XII.
    • Spejbl schrieb:

      Nachfrage schrieb:

      Zusätzlich wird wahrscheinlich weiterhin ein (wenn auch sehr geringer) Anspruch auf aufstockende Leistungen nach dem SGB II bestehen.

      Bei der Grundsicherung im Alter (SGB XII) muß man auch wissen, daß der Vermögensfreibetrag gerade mal 2.600 EUR beträgt. Zumal zu beachten ist, die Frau bleibt im Rechtskreis SGB II und der Mann wechselt u.U. ins SGB XII. Denn die BG besteht ja weiter.
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