Bedarfsgemeinschaft verlassen - Auszug

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    • Bedarfsgemeinschaft verlassen - Auszug

      Guten Tag

      Unsere Bedarfsgemeinschaft befindet sich am Scheideweg, bis vor 3 Monaten waren wir noch mit 5 Personen in diesem Haushalt. Wir bewohnen eine Wohnung mit 105 qm, Miete im verträglichen Bereich. Das älteste der Kinder ist ausgezogen (duales Studium in einer anderen Stadt). Einkommen im Moment 800 Euro, 570 Euro und Kindergeld.

      Es wird aufgestockt.
      Ich selbst werde die BG nun verlassen.

      Welche Probleme können nun auf meine Frau und die beiden Kinder zukommen?

      Ich gehe mal davon aus, dass die bestehende Whg. verlassen werden muss, da sie zu groß ist. Gibt es da einen Zeitraum in dem das stattfinden muss?
      Gibt es da Zuschüsse, Umzug Kaution etc.?
      Ich möchte dem Staat nicht zu sehr zur Last fallen, allerdings sind die finanziellen Mittel ziemlich begrenzt.

      Gibt es da irgendwelche Informationen wo man nachlesen kann was geht und was nicht geht?


      Vielen Dank für evtl. Antworten
    • Kommt darauf an, um wieviel "zu teuer". Wegen 1,17 EUR würde ich nicht umziehen. Auch bei 30 EUR noch nicht. Daß umgezogen werden "muß", also ein Umzug erforderlich ist, stimmt so in aller Gänze auch nicht.

      Natürlich wird dann nach einem halben Jahr automatisch und ohne nochmalige Ankündigung auf den dann verminderten Angemessenheitsbetrag abgestellt. Was darüber hinausgeht, muß dann allerdings aus dem Regelsatz finanziert werden.

      Aber das geht, machen nicht wenige. Aber das muß man dan in Kauf nehmen und entsprechend kalkulieren.


      Vegas schrieb:

      Da bei zu teurer Wohnung ein Umzug erforderlich ist, werden dann auch die Umzugskosten gezahlt.
      :P Naja, da reicht man ein Angebot einer Umzugsfirma ein, welches bei ca. 5.000 EUR oder mehr liegt. Komplettservice natürlich. Und wenn das Amt nicht zahlt, wird erst einmal gestritten. Umzug? Kann man sich nicht leisten... Kann man auch machen ^^ .
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Ich kenne einen Fall aus dem persönlichen Umfeld, da war durch die BK- Abrechnung die neue (angepaßte) Miete 2 EUR und ein paar zerlegte "zu teuer" geworden.

      Promt kam eine Kostensenkungsaufforderung. Haben wir natürlich in den Skat gelegt. Hab nur darauf hingewiesen, daß nach 6 Monaten die angemessene Miete übernommen wird.
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    • JonSnow schrieb:

      Vegas schrieb:

      Die Wirtschaftlichkeitsberechnung machen nicht alle. Das hiesige z.B. nicht, weil ein Umzug günstiger ist als jahrelang zu hohe Miete zu zahlen. 1500,00 EUR Umzugskosten gibts auch nicht, die braucht kein Mensch.
      die braucht auch kein Mensch, aber vermittel' das mal dem Leistungsempfänger...
      Kommt auf die Größenordnung an. Und wenn eine Kostensenkungsaufforderung erging hat der Bedürftige den Anspruch auf Umzugskostenbeihilfe. Aber gut, ist von Fall zu Fall verschieden.
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    • yamato schrieb:

      Bei einer Überschreitung von 1,37 € bis 30 € wird das JC auch gar nicht zum Umzug auffordern.
      Das macht der Computer automatisch, so bald ein Ergebnis rauskommt, welches den Grenzwert überschreitet. Ob um 37 ct. oder 1.000 EUR. Einfache Abfrage in der Software. Vollautomatisch. Ohne Zutun des SB. Ist der ISt Wert über dem Sollwert, wird so eine Kostensenkungsaufforderung vom System ausgespuckt.
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    • JonSnow schrieb:

      Welches System soll das sein?

      Ganz zufällig muss ich von Zeit zu Zeit zur Kostensenkung auffordern und das ist eine komplett manuelle Angelegenheit.
      Tschechische Sozialhilfesoftware ?! :whistling:
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)

      Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: sozialhilfe24.de/forum/thread/…zung-des-forums-hinweise/
    • Also mein letzter Umzug (2 Personen) hat knapp 1800 € gekostet, mit selbst ein- und auspacken. Ist auch schon 8 Jahre her und billiger sind die
      Umzugsfirmen sicher nicht geworden.
      Was macht man denn bei einer alleinerziehenden Frau ohne Führerschein, die laut eigenen Angaben keinerlei Freunde oder helfende Verwandte hat ?

      (Die Frage ist bewusst allgemein bestellt und nicht zwingend auf diesen Fall hier bezogen)
    • Sofern da Jobcenter zum Umzug auffordert, heißt es nicht, dass das Jobcenter zwingend die Kosten für ein Umzugsunternehmen bezahlen muss. Vorrangig ist hier immer der Umzug in Eigenregie, wie es auch die meisten Nichtleistungsempfänger machen. Dazu kann es vom Jobcenter dann Kostenerstattung für einen Mietwagen, Umzugskartons sowie für die Verköstigung einer gewissen Anzahl von Umzugshelfern geben. Es gibt, auch wenn das Jobcenter zum Umzug auffordert, entgegen der Aussage von Spejbl, keinen Anspruch in jedem Fall auf die Erstattung von Kosten für ein Umzugsunternehmen. Dies ist nur in begründeten Einzelfällen möglich, wie zum Beispiel nachgewiesenen gesundheitlich Unmöglichkeit selber mit anzupacken und glaubwürdig über überhaupt kein soziales Umfeld zu verfügen.

      Warum behauptest du etwas, was nicht stimmt, Spejbl? Das machst du öfters. Ich finde dies echt störend.
    • Spejbl schrieb:

      Kommt auf die Größenordnung an. Und wenn eine Kostensenkungsaufforderung erging hat der Bedürftige den Anspruch auf Umzugskostenbeihilfe. Aber gut, ist von Fall zu Fall verschieden.

      Spejbl schrieb:

      Vegas schrieb:

      Da bei zu teurer Wohnung ein Umzug erforderlich ist, werden dann auch die Umzugskosten gezahlt.
      :P Naja, da reicht man ein Angebot einer Umzugsfirma ein, welches bei ca. 5.000 EUR oder mehr liegt. Komplettservice natürlich. Und wenn das Amt nicht zahlt, wird erst einmal gestritten. Umzug? Kann man sich nicht leisten... Kann man auch machen ^^ .

      Sachbearbeiter schrieb:

      Warum behauptest du etwas, was nicht stimmt, Spejbl? Das machst du öfters. Ich finde dies echt störend.

      Nebenbei, ich finde es störend, falsch interpretiert zu werden. Kommt öfters vor. Aber in der Tat, Ich gehöre zu denen, die nicht Alles kommentarlos schlucken. Ja, gebe ich zu.

      1. Ich habe geschrieben, daß bei einer Kostensenkungsaufforderung man Umzugskostenbeihilfe beantragen sollte.

      2. Ist wirklich Alles auf meinen Mist gewachsen? Und Naja, Satiere nicht bemerkt?? I.V. mit dem, was z.B. die Anfrage von Yamato beinhaltet?

      3. Natürlich kann man den Rechtsweg gehen. Das geht los bei z.B. Antrag auf eine Feststellung im Rahmen eines vorläufigen Rechtsschutzes bzw. eine Feststellungsklage bis hin natürlich zu Rechtsmittel gegen ergangenen Bescheiden.

      Ich habe nicht geschrieben, daß man Alles um jeden Preis bekommt.

      yamato schrieb:


      Was macht man denn bei einer alleinerziehenden Frau ohne Führerschein, die laut eigenen Angaben keinerlei Freunde oder helfende Verwandte hat ?

      (Die Frage ist bewusst allgemein bestellt und nicht zwingend auf diesen Fall hier bezogen)
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Ich gehöre aber nicht zu denen, die wegen "1,17 EUR" klagen und Alles um jeden Preis zu erstreiten versuchen.

      Wenn Rechtsweg, dann muß er erstens Sinn machen, also einige Aussicht auf Erfolg muß schon gegeben sein. Und zudem zweitens das Kosten - Nutzenverhältnis eines Rechtsstreites hat schon Relevanz.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • yamato schrieb:

      Also mein letzter Umzug (2 Personen) hat knapp 1800 € gekostet, mit selbst ein- und auspacken. Ist auch schon 8 Jahre her und billiger sind die
      Umzugsfirmen sicher nicht geworden.
      Was macht man denn bei einer alleinerziehenden Frau ohne Führerschein, die laut eigenen Angaben keinerlei Freunde oder helfende Verwandte hat ?

      (Die Frage ist bewusst allgemein bestellt und nicht zwingend auf diesen Fall hier bezogen)
      Also ich bin in meinem Leben schon mehrfach umgezogen, aber niemals mit Umzugsfirma. Das hätte ich mir gar nciht leisten können. Und so sieht es auch das hiesige Jobcenter. Kastenwagen zur Miete und Pauschale für Mettbrötchen für Umzugshelfer. Merh gibt es nicht und mehr ist auch nicht notwendig.
    • gesetze-im-internet.de/sgb_2/__22.html

      6) Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden; Aufwendungen für eine Mietkaution und für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen können bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. Aufwendungen für eine Mietkaution und für Genossenschaftsanteile sollen als Darlehen erbracht werden.

      Die Möglichkeit besteht also. Bleibt dem HB lediglich die Obliegenheit nachzuweisen, daß es ohne Umzugsfirma nicht geht. Selbstverständlich sind preiswertere Alternativen vorrangig. Sofern sie gegeben sind.
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