Schikanke durch Arbeitsvermittlerin - Umschulung abgelehnt trotz Diagnose

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    • Schikanke durch Arbeitsvermittlerin - Umschulung abgelehnt trotz Diagnose

      Hallo meine Lieben

      Zur Situation:
      2002 beendete ich meine Ausbildung zum Betrieblichen Sicherheits Assistenten, diese bezahlten mir meine Eltern selbst, also die wurde damals nicht gefördert über das Jobcenter. Leider fehlte mir die Unterrichtung nach 34a , da die damalige Firma in recht dubiose Geschäfte verwickelt war und pleite ging, war auch in den Medien. Es folgte ein Minijob, der Teilzeit wurde. Dort arbeitete ich bis 2010, bevor ich beruflich in die Staaten ging. Dort arbeitete ich bei BMW im bereich betriebliche Sicherheit, wo ein 34a nicht gebraucht wurde. Ich bekam dann aber so langsam aber sicher ein Problem. 2010 verstarb meine Mutter, welche ich tod im Sessel gefunden hatte. Ich hatte das eine ganze Weile verdrängt, war nicht in Behandlung und so langsam über die nachfolgenden Jahre staute sich das natürlich auf.

      Am 11.06.2016 kam ich deshalb nach Deutschland zurück, da ich in den USA aufgrund der medizinischen Versorgung keine Hilfe erwarten konnte. Zu Hause angekommen, suchte ich mir eine Therapie und war dann erst einmal eine ganze Weile in Behandlung. Nach dieser sehr langen Zeit bekam ich auch eine Diagnose, in der das Problem Vorlag und man riet mir zu einem Berufswechsel, da ich ja auch in Deutschland ohne 34a nicht mehr arbeiten könnte. Die üblichen 12 Stunden schichten und die Nachtarbeit seien nicht förderlich. Man riet mir Umzuschulen in den Bürobereich. In der Diagnose stand CMD, sowie Depressionen. Diese Diagnose gab ich beim Jobcenter ab, soweit so gut. Ich ging weiter zur Behandlung und beendete diese. Man sagte mir das ich es nun langsam angehen sollte, aber aufgrund der Diagnose wisse man beim Jobcenter ja über meine Probleme bescheid und die Umschulung sei entsprechend genau das richtige für mich.

      Am 01.03.2018 bekam ich dann das erste Gespräch, wie es nun mit meiner Situation weitergehen sollte. Bei diesem Termin nahm sich meine Verlobte die Zeit um als "Mithörer" anwesend zu sein, nur für den Fall der Fälle.

      Während des Gespräches, sagte man mir, das ich ja eine Ausbildung zwar angefangen hatte, diese aber nicht vollständig sei, da ich ja den 34a nicht hätte und ich ja auch durch meine Erkrankung in den Bürobereich wechseln sollte. Im Grunde das selbe was ich auch von meiner Therapeutin zu hören bekommen hatte. Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt sei so schwer, da ich ja nun auch schon eine Weile aus dem Sicherheitsdienst sei und dort auch nicht mehr arbeiten konnte weil mir die Qualifikation fehlte. Das sei auch kein Problem, denn ein Amtsazt sollte sich das ganze noch einmal ansehen, da mit Depressionen nicht zu spaßen sei. Stellte der Arzt dann Depressionen fest, würde man mir auch helfen eine Umschulung zu bekommen. Es gebe aufgrund der nicht beendeten Ausbildung bei mir ein Qualifikationsdefizit, das durch die Weiterbildungsmaßnahme zielgenau behoben werden kann und dass ich dadurch außerdem meine Chancen auf eine (Re-) Integration in den ersten Arbeitsmarkt deutlich verbessern könne. Ich sollte mir schon mal eine Umschulung raussuchen die auf meine Bedürfnisse zugeschnitten war. Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in dem von mir später angestrebten Segment würde dann geprüft werden, und ich musste eine persönliche Eignung für diesen Bereich nachweisen und die Wahrscheinlichkeit abgewogen werden, dass ich nach Abschluss der Umschulung bzw. Weiterbildungsmaßnahme auch wirklich einen neuen Arbeitsplatz bekommen bzw. langfristig im Bereich erfolgreich tätig bleiben könne. Damit war dieses Gespräch erst einmal beendet. Man sagte mir, das jetzt alles erst einmal seinen Lauf nehmen würde und das sich meine Arbeitsvermittlerin bei mir dann am 20.03.2018 zurückmelden würde. In diesem Gespräch war meine Vermittlerin sehr verständnissvoll und nahm sehr gut auf meine Krankheit Rücksicht. Es wurde noch ein Schriftstück aufgesetzt, das die "Stabilisierung der persönlichen Situation" beinhaltete, sodas ich mich jetzt um diese Geschichte kümmern konnte. Eine Maßnahme bekam ich nicht aufgedrückt, da gab es keine Gründe für. Ich hatte ja auch meine Diagnose abgegeben, da war alles im grünen Bereich.

      Am 20.03.2018 erfolgte kein Rückruf, sodass ich dies am 21.03.2018 selbst erledigte. Ich bekam einen neuen Termin für den 22.03.2018 und hatte noch genügend Zeit mich beim IBB zu erkundigen, da dieses ja die Umschulungen durchführt. Meine Verobte hatte dort erst ihre Weiterbildung über das Arbeitsamt abgeschlossen und so wusste ich, wen ich ansprechen sollte zu diesem Thema. Ich setzte mich mit dem zuständigen Menschen in Verbindung, es wurde ein Test gemacht. Ergebnis: Ich bin gut für den Bereich "Mediengestalter für Digitale Printmedien" geeignet. Das verwunderte mich nicht, da mein Vater ja in diesem Bereich seit nun mehr als 20 Jahre gearbeitet hat und Meisterfotograf ist. Ich hab durch meinen Vater sehr viel in diesem Bereich gelernt, helfe ihm auch immer wieder bei seinen Projekten. Das macht mir auch selber sehr viel Spaß.
      Aber ich dachte auch nie wirklich darüber nach das als meine berufliche Zukunft anzusehen. Aber das steht ja auf einem anderen Blatt Papier. Im Alter kommt die Weißheit.
      Am 22.03.2018 mahm ich dann meinen zweiten Termin war, samt Unterlagen des IBB für die Umschulung/Weiterbildung die mir meine Arbeitsvermittlerin geraten hatte. An diesem Tag war wieder meine Verlobte dabei. Ich hatte die Unterlagen in der Hand, wollte das ansprechen doch meine Arbeitsvermittlerin war plötzlich wie ausgewechselt. Sie war kühl, genervt und unfreundlich. Sie meinte da keine Diagnose vorläge, sei ich jetzt ganz Einsatzbereit und müsste Vollgas geben, sie würde mir eine Maßnahme (Jobcoaching) vergeben, da ich wieder gesund sei. Ich wies sie sachlich auf meine Diagnose zu den Depressionen hin, sie sagte es würde weder ein Attest noch eine Diagnose vorliegen. Ich verstand gar nichts mehr, hatte mir diese Frau doch erst am 01.03.2018 einen klaren Auftrag erteilt. Sie sah sich meine Unterlagen fürs IBB zwar an, aber nur die Vorderseite und meinte pampig: "Das kommt für sie nicht in Frage, das Zahle ich ihnen nicht. Sie brauchen einen Nachweis, das sie ein Arbeitgeber nach 24 Monaten direkt übernimmt. Bewerben sie sich bitte auf Jobs im Sicherheitsdienst, da haben sie eine Ausbildung. Das ist alles eh sehr aufwendig, Amtsarzt einschalten, prüfen und der ganze Kram. Da können sie sich lieber Bewerben und Arbeiten oder eine Ausbildung anfangen. Mit 33 sind sie ja noch jung." Ich wieß sie darauf hin, das ich dort meine Ausbildung aufgrund der Lage der Firma damals nicht beenden konnte und mir der 34a fehlte. Dieser werde aber nur durch eine Weiterbildung bzw. einen Weiterbildungsgutschein gefördert. Sie sagte: "Das tut mir dann Leid aber auch das kann ich Ihnen nicht bezahlen. Sie brauchen da einen Nachweis das der Arbeitgeber sie nach der Maßnahme auch sofort einstellt und übernimmt." "Was nicht funktionieren würde, da ich von meiner Therapeutin..." "Es liegt kein Attest und keine Diagnose vor, sie sind wieder gesund. Das IBB ist sowieso nicht kompetend und die Ausbildung die sie sich da ausgesucht haben, kenne ich nicht und ich bezweifle, das es einen Nachweis gibt, das dies nützlich für den Arbeitsmarkt ist." Ich wies auf den IHK Abschluss nach der Umschulung hin, traf aber auf taube Ohren. Ich bekam wenig später den Eingliederungsvetrag unter die Nase gehalten mit den Worten: "Unterschreiben sie das, oder sie werden gesperrt." Sie sah mich mit einem Blick an der mehr als unter die Haut ging. Die Panikattackte die ich bis jetzt unterdrückt hatte, begann durchzukommen. Die Maßnahme selber war beim IBB (Ja, kein Scherz). Ich war über das Verhalten meiner Arbeitsvermittlerin zu tiefst geschockt, war niedergeschlagen und nahe dem Zusammenbruch. Ich war völlig fertig, auch durch den Tonfall der da geherrscht hatte, war ich wieder gefühlsmäßig da, wo ich vor der Therapie angefangen hatte. Die Vermittlerin war eine ganz andere Person gewesen, wie ein "Böser Zwilling". Ich wurde total herablassend behandelt, konnte einfach nicht fassen was da gelaufen war. Es war als hätte die Frau eine Wesensveränderung hinter sich gehabt. Wir hatten uns nicht getraut etwas zu sagen, aus Angst ich würde gesperrt werden. Wir sind ja eine Bedarfsgemeinschaft.

      Es folgten 2 schlaflose Nächte und eine Panikattackte. Ich rief meine Therapeutin an, denn ich war total fertig. Ich bekam einen Termin, dieser ist jetzt nächste Woche Mittwoch. Man riet mir der Gang zum VDK, denn was da abgelaufen war, das war nicht in Ordnung. Zumal auch die Diagnose einwandfrei gestellt gewesen war und anscheinend bewusst unter den Teppich gekehrt wurde. Jetzt muss ich sehen, das ich mit meiner Diagnose zum VDK gehe. Die Maßnahme werde ich nicht antreten aufgrund von Panikattackten und Depressionen. Meine Therapeutin hat mir schon gesagt um das zu klären werde sie mich krankschreiben für die Zeit.

      Der VDK sagte mir bereits im Vorfeld das rechtlich gesehen alles für eine Umschulung vorliegen würde. Einmal die Erkrankung, dann das meine Arbeitslosigkeit beendet oder eine drohende Arbeitslosigkeit abgewendet werden kann und das ein fehlender Berufsabschluss nachgeholt wird. Dafür war das ja auch alles da. Die erste Zusage und die darauffolgende Verweigerung war unmöglich auch das ich so behandelt worden war.

      Ich weiß nicht ob der eine oder andere auch schon mal so etwas erlebt hat, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Ich bin dann am dem 28ten erst einmal krank geschrieben um das mit der VDK zu klären. Sowas habe ich noch nie erlebt. Ich habe alles aufgeschrieben und bin froh das meine Verlobte mitgegangen ist als Zeugin bei beiden Terminen. Sonst hätte ich blöd dagestanden.

      Ich verstehe das echt nicht, wie kann man nur so mit Menschen umgehen
    • Zum einen: Mediengestalter und "Meisterfotograf" haben recht wenig miteinander zu tun. Zum anderen: Mediengestalter, insbesondere, wenn der Abschluss rein schulisch erreicht wird, haben kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt, denn diejenigen, die ihre Ausbildung dual absolviert oder gar Grafik studiert haben, werden bei den sowieso schon knappen offenen Stellen natürlich bevorzugt.

      Ansonsten verstehe ich jetzt nicht, was mit deiner Erstausbildung ist. Wurde sie jetzt abgeschlossen und nur der 34er Schein fehlt oder wurde sie wegen der Pleite des Ausbildungsbetriebes abgebrochen? Denn dann hättest du noch gar keine Erstausbildung und man kann dir nicht zu einem Berufswechsel raten, wenn du keinen hast.

      Wie sieht es denn überhaupt aus, was spricht dagegen, dir einen Ausbildungsbetrieb zu suchen? Da hättest du Azubilohn und ggf. die Chance, später übernommen zu werden. Ist doch wesentlich besser als eine rein schulische Ausbildung.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Nordlicht1984 schrieb:

      Ich bin gut für den Bereich "Mediengestalter für Digitale Printmedien" geeignet. ...
      Aber ich dachte auch nie wirklich darüber nach das als meine berufliche Zukunft anzusehen.

      Bist Du sicher, dass die Beratung korrekt war?
      Ich habe Zweifel. Arge Zweifel.
      Du hast in der Hektik eines Tages einen Schulungsanbieter aufgesucht und der hat das "festgestellt"?
      Und ausgerechnet ein Beruf, der bundesweit eher wenig Chancen bietet? Ist das in Deiner Region überhaupt gefragt?

      Nordlicht1984 schrieb:

      Sie brauchen einen Nachweis, das sie ein Arbeitgeber nach 24 Monaten direkt übernimmt.

      Das hat sie Dir aber auch schon beim ersten Mal angedeutet. Es würde "Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in dem von mir später angestrebten Segment würde dann geprüft werden, ..:"
      Genau das heißt das. Zeige auf, dass Du damit eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hast.
      Institute wie das IBB und alle anderen dieser Art auch bilden gern aus, die bekommen ja nun erheblich Geld dafür. Von daher stellen die auch "zufällig" genau die Eignung genau für Berufe fest, wo gerade Plätze frei sind...
    • Ich habe da eine Frage, was war der Inhalt der Berufsausbildung zum betrieblichen Sicherheitsassistenten?

      Es gibt erst seit September 2002 eine Berufsausbildung im Bereich Sicherheit, die Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Davor gab es keine Berufsausbildung im Sinne einer Erstausbildung, sondern nur eine Zusatzqualifikationen mit mehr oder weniger fundierten Inhalt.

      Daher stellt sich mir die Frage, was für eine Erstsausbildung willst du absolviert haben, denn der betriebliche Sicherheitsassitent ist keine Erstausbildung, das ist ein Phantasiename, wie es in der Sicherheit durchaus üblich ist.

      Wenn du einen Abschluss als Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder Werkschutzfachkraft hast, erschließt sich mir nicht die Frage nach dem 34a, denn das ist bei der Ausbildung nicht mehr notwendig.
    • Mercury220 schrieb:

      ... denn der betriebliche Sicherheitsassitent ist keine Erstausbildung, das ist ein Phantasiename, ...

      8) Nöööö, haben wir auch. Ist ein (echter) Kamerad, gestellt auf vier Pfoten. Geeignet auch als Fitnessgerät. Neben Fahrrad und Treppenlauf (156 Stufen) durchaus ein Assistent zum sportlichen Ausgleich. Und eben auch ein Sicherheitssienst. Nutzungsdauer ca.12 bis 15 Jahre :thumbup: .
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Mercury220 schrieb:

      Was hat das gerade mit irgendeiner Ausbildung im Sicherheitsbereich zutun.

      Vor September 2002 gab es keine berufliche Erstausbildung im privaten Sicherheitsbereich.
      War ein bisserl Satire wegen dem "Sicherheitsassistenten". Davon aber mal abgesehen, es gibt auch natürliche Begabungen und Helfer (eben Assistenten).

      Ich kann mich gut an eine Anzeige durch ein Sicherheitsunternehmen in der Zeitung erinnern, da hieß es: "Suche für Objektschutz (...) jungen und gut aussehenden Mann mit eindrucksvollem Hund." Noch gar nicht sooo lange her.
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