Mahnung im Auftrag des Jobcenters - Widerspruch wurde knallhart ignoriert

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    • Mahnung im Auftrag des Jobcenters - Widerspruch wurde knallhart ignoriert

      Hallo zusammen,

      ich habe vorhin ein Brief vom der Bundesagentur für Arbeit Recklinghausen bekommen - genauer gesagt vom Inkasso-Service.
      Dort wird laut meinem Jobcenter ein Betrag von 4.185,63 Eur von mir verlangt.
      Folgendes ist passiert:
      Im Jahr 2016 habe ich eine abschließende EKS abgeschickt, welche aber nie beim Jobcenter angekommen ist und erst im August 2017 habe ich die Meldung bekommen das nichts angekommen ist und die mein Anspruch auf 0 setzen und ich denen somit 4.185,63 Eur schulde.
      Daraufhin habe ich natürlich sofort einen Widerspruch geschrieben und die Anlage EKS erneut mit Kontoauszügen eingereicht. Die Monate vergingen und nichts kam zurück - am 11.Oktober 2017 habe ich dann endlich eine Nachricht erhalten das der Widerspruch einging und bearbeitet wird. Am 28. Dezember habe ich dann nach langer Zeit endlich wieder jemanden erreicht und nochmals nachgefragt was den nun mit dem Widerspruch ist (bis dahin wurde mir auch nicht das volle Geld gezahlt, obwohl ich einen laufenden Widerspruch hatte). Dort wurde ich vertröstet und am 2. Januar 2018 habe ich mit einer anderen Dame geredet welche dann die Kürzung eingestellt hat und versprochen mein Anliegen weiterzugeben.
      Bis dahin hatte ich 2 mal Schriftlich dazu aufgefordert sich um mein Anliegen zu kümmern - einmal habe ich es mit der Weiterbewilligung abgegeben und da diese erfolgreich war muss das gelesen worden sein.
      Nun habe ich heute diese Mahnung des Inkasso-Service in der Post gehabt. Was kann ich machen? Dürfen die meinen Widerspruch einfach so ignorieren? Ich bin gerade etwas ratlos was ich noch machen kann, leider kann ich heute niemanden mehr erreichen dort aber vielleicht hat hier jemand ein paar Tipps?

      Vielen Dank schonmal!
    • In dem Falle gehen zwei Schreiben raus. Am Besten mit Übergabeeinschreiben. Eins an die Bescheiderlassende Behörde und eins an dass Inkassomanagement des JC. Drin steht in etea so: Du bittest um Stundung/ Aussetzung der Vollziehung bis über die Bescheide endgültig entschieden wurde.

      Möglicherweise ist auch Ratenzahlung vereinbar.

      gesetze-im-internet.de/sgb_2/__39.html

      Hier haben wir das Problem, daß Punkt 1 zutrifft. Nämlich:

      Einen Verwaltungsakt, der die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende aufhebt, zurücknimmt, widerruft, entzieht, etc.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Du musst gegen die Mahngebühren in Widerspruch gehen mit der Begründung, dass ein Widerspruchsverfahren läuft und das aufschiebende Wirkung hat. Den Widerspruch richtest du bitte an den Inkassoservice.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Ich verstehe nicht. Es geht nicht um die Hauptforderung. Verwaltungsakt in einer Mahnung sind nur die Mahngebühren. Ob der Widerspruch der anno dunne eingelegt wurde, nun berechtigt ist oder nicht: er hat aufschiebende Wirkung und deshalb darf nicht gemahnt werden. Es sei denn, der Widerspruch hat sich tatsächlich nur gegen die Anhörung und nicht gegen den AuB gerichtet. Dann ist der AuB bestandskräftig und die Mahnung incl. Mahngebühren auch berechtigt. Das wird sich dann im Widerspruchsverfahren gegen die Mahngebühren aber sicherlich herausstellen.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Vielleicht doch. Der Widerspruch wurde ja gegen den Aufhebungsbescheid gerichtet; der ist jedoch noch nicht beschieden. Der Aufhebungsbescheid, das ist der Verwaltungsakt, gegen den zwar Widerspruch eingelegt wurde, der aber nach dem 39-er keine Aufschiebende Wirkung hat. Also greift die sofortige Vollziehbarkeit.


      Keine aufschiebende Wirkung haben Widerspruch und Anfechtungsklage gegen einen Verwaltungsakt,
      1.der Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende aufhebt, zurücknimmt, widerruft, entzieht,


      Aber genau das ist doch hier der Fall. Oder habe ich da wie die genannte Behörde irgendwo einen Denkfehler?
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    • Hallo, ich habe zZ insgesamt 3 Widerspruchsverfahren am laufen weil ich damals über ALLE Bescheide vom 17.8.17 Widerspruch eingelegt habe - darunter auch gegen den Erstattungsbescheid (Zeitraum März 2016-August 2016). Um diesen geht es mir primär da dort diese gewaltige Summe von 4.185,63 Eur steht.
      Ich habe gestern beim Jobcenter um einen Rückruf gebeten um die Sachlage zu klären endgültig und wurde bereits 2 Mal angerufen und mir wurde beide male gesagt "Ich bin dafür nicht zuständig - ich leite Ihr Anliegen weiter - Kollege meldet sich".
      So langsam habe ich die Schnauze voll - ich habe gelesen man kann eine Untätigkeitsklage einreichen, da ich ja bereits zwei schriftliche Sachstandsanfragen geschrieben habe kann ich die Klage sofort einreichen? Soll ich einen Anwalt hinzuziehen und wenn ja, wird das bezahlt vom Amt?
      Ich kenne mich in rechtlichen Dingen kein Stück aus da ich sowas noch nie gebraucht habe.
    • Untätigkeitsklage beim zuständigen SG einreichen. Ja. Das ist jetzt an der Reihe, das denke ich auch.

      In der Sache klagen kannst du aber erst bei Vorliegen des/der Widerspruchsentscheide.

      In Sachen Mahnung: Anschreiben jeweils an JC und Inkassoservice: Keine Zahlung fällig (weder Hauptforderung noch Zuschlagkosten (wie z.B. Mahngebühr), da ein Widerspruchsverfahren läuft und das aufschiebende Wirkung hat.

      Damit du aber den Postlauf verfolgen kannst: Mit Übergabeeinschreiben. Beide.
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    • Der Widerspruch gegen die Aufhebung hat keine aufschiebende Wirkung, wohl aber gegen den Erstattungsbescheid. Und darum geht's ja.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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