Widerspruch gegen Bewilligungsbescheid

  • Hallo ihr Lieben,


    ich habe heute meine Bewillungsbescheid bekommen, jedoch muss ich dagegen Widerspruch einlegen, da so einige Dinge nicht stimmen. Meinen Antrag habe ich am 4.01 gestellt, welcher jedoch mündlich (unkorrekter Weise) abgelehnt wurde, da ich zu diesem Zeitpunkt bei meinen Eltern gemeldet war und nicht die Vermögensverhältnisse meiner Eltern offen legen wollte, wozu ich aufgefordert wurde. Ich habe erklärt, dass es sich um eine reine Wohngemeinschaft handelt und ich keine finanziellen Mittel von meinen Eltern erhalte. Abgesehen davon bin ich bereits 28 Jahre alt. Auf jeden Fall wollte die Sachbearbeiterin meinen Antrag nicht fortführen ohne die Vermögensverhältnisse meiner Eltern. Dementsprechend fühlte ich mich gezwungen oder genötigt mich umzumelden und habe mir darauf hin eine Wohnung in einem anderen Stadtteil gemietet, die ich mir zu diesem Zeitpunkt quasi nicht leisten konnte. Für diesen Stadtteil war ein anderes Jobcenter zuständig und hat mir Recht gegeben, dass ich die Vermögensverhältnisse meiner Eltern nicht hätte offen legen müssen. Da ich meinen Antrag zum 1.1 gestellt habe, haben sie mich wieder zum alten Jobcenter, was für meinen Erstantrag zuständig ist, geschickt mit einer Eintragung im System, dass die verpflichtet sind meinen Antrag zu bearbeiten ohne die Vermögensverhältnisse meiner Eltern offen zu legen.


    Auf jeden Fall bin ich wieder bei der alten Sachbearbeiterin gelandet, die mich sowieso schon auf dem Kieker hatte und am 4.01 zu unrecht meinen Antrag nicht bearbeitet hat, wodurch ich mittlerweile zwei Monate mittellos bin. Ich der zwischen Zeit habe ich ja wie bereits eine Wohnung gemietet um mich umzumelden damit mein Antrag bearbeitet wird. Im neuen Jobcenter habe einen Termin in der Leistungsabteilung aber erst im Februar bekommen. Musste aber schon zum 15.01 meine Kaution für die neue Wohnung bezahlen und zum 1.2 meine Miete für Februar. Aufgrunddessen habe ich zu diesem Zeitpunkt mein Auto für 1700 Euro verkauft, wovon ich einmal 1000 Euro im Januar und 310 Euro im Februar auf mein Konto eingezahlt habe, um damit die genannten Kosten zu bezahlen. Die Sachbearbeiterin im Jobcenter hat diese Einzahlungen als einmalige Einnahmen berechnet, wodurch ich für Januar kein Geld bekomme vom Amt und im Februar mir 310 Euro abgezogen werden.


    Ich hoffe ich habe die Sachlage auf das Nötigste zusammengefasst damit ihr die Problematik versteht. In Wahrheit war alles noch viel komplizierter und ich wurde im ersten Jobcenter nur schikaniert. Allein so Aussagen wie "Sie sehen gar nicht so aus als ob sie ALG benötigen würden" oder in jedem zweiten Satz "Das glaube ich ihnen nicht" waren total unverschämt


    So nun meine Frage:


    Ist es korrekt, das der Erlös aus dem Verkauf des Autos für 1700 Euro als einmalige Einnahme berechnet wird? Wozu es gar nicht gekommen wäre, wenn mein Antrag im Januar korrekt bearbeitet worden wäre?


    Zweite Frage: Angenommen mir hätte ein Bekannter die 1700 Euro als Darlehnen gegeben, um mir aus der Patsche zur Helfen, um meine Miete und Kaution fristgerecht zu bezahlen. Würde das was ändern? Immerhin zählt ein Darlehnen nicht als Einnahme, da es die Vermögenslage nicht verändert?!


    Ich hoffe ihr könnt mir helfen bei meinem Widerspruch.


    Lieben Gruß Jenni

  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

    Hartz 4 Rechner
    Berechen Sie Ihren Anspruch. Ist Ihr Hartz 4 Bescheid korrekt.

    Hartz 4 Antrag
    Wir helfen Ihnen bei Ausfüllen Ihres Hartz 4 Antrages.

    Hartz 4 Regelsatz
    Wie viel Hartz 4 steht Ihnen zu? Ist Ihr Bescheid richtig. Informieren Sie sich.

  • Der Umzug war unnötig. Würde sogar mal sagen, war ein Fehler. Du bist Ü25, damit bildest du keine BG mit deinen Eltern. Eine schriftliche Erklärung hätte eigentlich reichen müssen. Auch dass deine Eltern dich nicht unterstützen.


    Was der/die SB meinen und sagen, ist irrelevant. Sie haben nach Recht und Gesetz zu handeln. Es obliegt aber auch dem Antragsteller, sich in sofern rechtskundig zu machen, was den Bezug beantragter Leistungen anbelangt.


    Der Umzug ist nicht vom JC zu übernehmen. Da bereits Leistungen beantragt wurden, und der Umzug in den Zeitraum fiel, in welchem Leistungen beantragt wurden, hätte eine Genehmigung durch das JC vorliegen müssen. So werden aller Vorraussicht nach lediglich deine alten KDU übernommen. Anders sähe die Sache aus, wenn der Umzug vorher stattgefunden hätte, oder erst Leistungen nach dem Monat des Umzugs beantragt orden wären.


    Der Verkauf des Autos ist Vermögensumwandlung. Das sollte der/die SB eigentlich wissen.


    Auf jeden Falle Widerspruch einlegen i.V. mit einer Fachaufsichtsbeschwerde. Hier sind gravierende Mängel in der Bearbeitung des Antrags aufgetreten. Ausserdem wegen der Anrechnung des Verkaufes des Kfz als Einkommen beim zuszändigen SG einen Eilantrag stellen.


    Für weitere Beratung und Vorgehensweise wäre eine anwaltliche Beratug notwendig.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Zweite Frage: Angenommen mir hätte ein Bekannter die 1700 Euro als Darlehnen gegeben, um mir aus der Patsche zur Helfen, um meine Miete und Kaution fristgerecht zu bezahlen. Würde das was ändern? Immerhin zählt ein Darlehnen nicht als Einnahme, da es die Vermögenslage nicht verändert?!

    Sofern es sich um ein solches handelt, ist ein Vertrag aufzusetzen, in welchen Auszahlung, Rückzahlung(smodalitäten) festgelegt werden. Rückzahlung nachweisbar machen (Kontoauszug bei Überweisung, Barquittung [natürlich unterschrieben] bei Barzahlung).


    Darlehen ist nicht als Einkommen zu berücksichtigen. Ist aber anzugeben und entsprechende Nachweise sind zwingend zu führen.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Hi,


    die Frage ist, von welchem Jobcenter Du einen Bescheid bekommen hast. Außerdem sagst Du, Du seist in einen anderen Stadtteil umgezogen. Handelt es sich also um zwei Filialen eines Jobcenters?
    Dies ist im Hinblick auf die Zuständigkeit von Bedeutung, denn nicht jedes JC ist übergreifend für jeden Antrag zuständig.