Wird das Ausbildungsgeld bei Maßnahmen und der Lohn in einer Behindertenwerkstätten auf das SGB angerechnet?

    • Wird das Ausbildungsgeld bei Maßnahmen und der Lohn in einer Behindertenwerkstätten auf das SGB angerechnet?

      Hallo meine Lieben,

      ich darf in einer Werkstatt anfangen zu Arbeiten :thumbup: :thumbup: .

      Allerdings blicke ich jetzt nicht mehr ganz durch, ob und wie viel angerechnet werden darf beim ALGII.

      Ich Lebe mit meiner Frau und zwei meiner Kinder in einer Wohnung und wir beziehen ALG II Leistungen.

      Nun wird mir wie folgt Lohn ausgezahlt:


      Ausbildungsgeld bei Maßnahmen in Behindertenwerkstätten

      67 Euro = Agentur für Arbeit


      Behindertenwerkstätten Gehalt

      240 Euro


      Würde also 307€ im Monat bedeuten + Fahrgeld.

      Was wird mir von diesen 307€ beim SGB II Bezug angerechnet?

      Wäre Super wenn mir da jemand Helfen könnte,
      und habe ich dann eigentlich auch einen Anspruch auf Behinderten Mehrbedarf!?
      Ich bin "nur" zu 30% Behindert, bin aber von der Agentur für Arbeit Gleichgestellt, und ein Verschlimmerungsantrag ist leider noch immer in Bearbeitung.

      Vielen Dank fürs Lesen und für eure Hilfe vorab!
    • Weil du dann als erwerbsunfähig giltst. Du müsstest zum Sozialamt, Leistungen nach dem 4. Kapitel SGB XII beantragen.

      Es kann jedoch auch sein, dass man dich dort nicht als dauerhaft erwerbsgemindert ansieht, dann wäre doch das JC zuständig, da deine Frau sicherlich erwerbsfähig ist.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Ah okay jetzt habe ich es auch verstanden ;).

      Ja meine Frau ist aktuell erwerbsfähig, könnte dann denke ich nur Teilzeitarbeiten, da ich es Zeitlich nicht packen würde die Kinder vom Kindergarten abzuholen.

      Und wie wäre es dann beim Sozialamt, gibt es dann sowas ähnliches wie Hartz 4 ?
      Sorry kenne mich damit überhaupt nicht aus
    • Ja, wenn das Sozialamt zustimmt, dass du auch im Berufsbildungsbereich der WfBM bereits als dauerhaft erwerbsgemindert giltst. Wenn nicht, musst du wieder zum JC und bekommst dort Sozialgeld.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Starten wir einfach mal mit dem SGB XII. Wir haben hier sicherlich Experten, die mich bei Fehlern korrigieren können ;)

      Ich gehe davon aus, dass ein Ausbildungsgeld nach der Vorschrift des § 122 Abs. 1 Nr. 3 SGB III (i. V. m. § 125 SGB III) gewährt wird.
      Als zweckbestimmte Einnahme i. S. d. § 83 SGB XII ist es damit nicht als Einkommen zu berücksichtigen (BSG, Urteile vom 23. März 2010, B 8 SO 15/08 R und B 8 SO 17/09 R).

      Das Werkstatteinkommen ist um ein Achtel des Betrages der Regelbedarfsstufe zu bereinigen (416 €/8 = 53 €).
      Darüberhinaus sind 50% des übersteigenden Differenzbetrages (240 € - 52 € = 188 €, davon 50% = 94 €) nicht anzurechnen.

      Anzurechnen wären als Einkommen im SGB XII also 93 € (240 € - 53 € - 94 €).
    • Mögliche Mehrbedarfe für Menschen mit Behinderung im SGB XII (§30 SGB XII):

      a) Beim Anerkennung des Merkzeichens G und dem Vorliegen der Erwerbsunfähigkeit ein Mehrbedarf von 17% (dies aber aufgrund der Rechtsauffassung des Bundesministeriums erst im Arbeitsbereich einer Werkstatt)

      b) Wenn gleichzeitig Eingliederungshilfe nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 SGB XII gewährt wird ein Mehrbedarf von 35%
    • Einkommensanrechnung im SGB II:

      Ebenfalls keine Berücksichtigung des Ausbildungsgeld als zweckbestimmte Einnahme im Sinne des § 11a Abs. 3 Satz 1 SGB II.
      Anrechnung des Werkstatteinkommens als Erwerbseinkommen aus nicht selbstständiger Arbeit, dann gilt ein Freibetrag von 128 € (100 € Grundfreibetrag sowie 20% des Diffezentbetrages von 140 € = 28 €), anzurechnen wären 112 €.

      Mehrbedarfe nach § 21 Abs. 4 SGB II (falls Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 49 SGB IX oder Eingliederungshilfe nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 SGB XII gewährt wird) in Höhe von 35%
      Mehrbedarf nach § 23 Abs. 4 SGB II (Volle Erwerbsminderung und Merkzeichen G muss vorliegen) in Höhe von 17%

      Bei Fehlern einfach korrigieren :)

    Impressum

    Datenschutz

    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."