Verschuldet-Inkasso macht Druck-wie verhalten?

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    • Verschuldet-Inkasso macht Druck-wie verhalten?

      Hallo,
      ich bin gesundheitsbedingt seit mehreren Jahren ALG 2-Empfänger und bin leider in die Schuldenfalle getappt.
      Habe 5000€ Schulden angehäuft und der Titel wurde jetzt an die "procash" Inkasso abgegeben...
      die torpedieren mich wöchentlich mit Schreiben, ich solle die Schuld anerkennen, sonst würde zusätzliche Gerichtskosten entstehen..(es sind alleine schon 1000€ "Bearbeitungsgebühr" bereits angefallen...

      Ich habe bisher noch nichts unterschrieben, aber eine Ratenzahlung von 50€ pro Monat vorgeschlagen, auf die die auch eingegangen sind...
      jetzt soll ich aber das Schreiben (Teilzahlungsvergleich/ Schuldanerkenntnis) noch unterschreiben, Wortlaut:

      "Der Schuldner versichert weiterhin, weder zahlungsunfähig zu sein, noch sich in einem Insolvenzverfahren zu befinden und die o.g. Raten aus seinem pfandfreien Einkommen / Vermögen zu leisten."


      Das trifft auf mich als ALG 2-Empfänger ja nun nicht gerade zu...Vermögenswerte sind ebenfalls nicht vorhanden, insofern frag ich mich, wie ich mich jetzt verhalten soll...
      selbst die 50€ Rate würde mich schon schwer belasten...

      ich habe anderweitig gelesen, dass man in so einem Fall eine Stundung der Forderung bis Ende des ALG2- Leistungsempfangs verinbaren kann/ soll..

      Wozu würdet ihr mir raten

      Danke und Gruß
    • ich habe gedacht, dass man die Schuldsumme auf 5000€,meinetwegen 6000€ inkl. "Bearbeitungsgebühren" festschreibt, also somit keine weitere Zinsen anfallen und ich 50€ monatlich zahlen würde...
      der Witz ist, dass ich allein an Zinsen mit dem derzeitigen Vergleich 0,60€ pro Tag an Zinsen zahlen müsste...
      Wäre doch ein akzeptabler Vorschlag meinerseits,oder nicht?
    • Hallo vegas,
      ja stimmt schon, aber die kaufen die Titel billig ein...die machen selbst ohne Zinsen genug Profit...
      naja, mal schauen- habe die angeschrieben und denen den Vorschlag mit er Festschreibung unterbreitet, weil ich sonst Privatinsolvenz anmelden müsste..
      mal schaun, wie sie reagieren..
    • idkfa schrieb:

      weil ich sonst Privatinsolvenz anmelden müsste..
      mal schaun, wie sie reagieren..

      idkfa schrieb:

      ich bin gesundheitsbedingt seit mehreren Jahren ALG 2-Empfänger und bin leider in die Schuldenfalle getappt.
      ...Wozu würdet ihr mir raten
      Im Extremfall wäre das durchaus eine Lösung. Zuvor aber mal eine Schuldnerberatung. Könnte aber auch in deinem Finanzverhalten die Ursache zu suchen sein? Das Tappen in die Schuldenfalle hat doch Ursachen?
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      idkfa schrieb:

      weil ich sonst Privatinsolvenz anmelden müsste..
      mal schaun, wie sie reagieren..

      idkfa schrieb:

      ich bin gesundheitsbedingt seit mehreren Jahren ALG 2-Empfänger und bin leider in die Schuldenfalle getappt.
      ...Wozu würdet ihr mir raten
      Im Extremfall wäre das durchaus eine Lösung. Zuvor aber mal eine Schuldnerberatung. Könnte aber auch in deinem Finanzverhalten die Ursache zu suchen sein? Das Tappen in die Schuldenfalle hat doch Ursachen?
      Sicherlich bin ich nicht unschuldig an meiner Lage...wobei es sich schon um eine mehr als halbseidene Kreditkarte handelte, wo die Schulden herkommen...22% Zinssatz...
      Wegen der Privatinsolvenz...ich habe jetzt gehört, dass man diese erst anmelden kann, wenn die Schuldsumme älter als 3 Jahre ist...ist dem so?
      Die Forderung, also das Inkasso läuft erst seit Dezember...
      @gustl
      ja, schon ein starkes Stück- erst kamen die mit 500€ "GRundgebühr", dann nochmal 500€ "Bearbeitugnsgebühr auf ein Ratenabkommen...
      die heißen übrigens BID pro cash.
    • Vorweg, Schulden sollte man natürlich zurück zahlen.
      Aber in einem solchen Fall macht es keinen Sinn hier Raten von 50 € mtl. zu zahlen, da die Schuldsumme dadurch nicht mal nennenswert sinken würde.
      Außerdem scheinen die Gebühren nicht angemessen zu sein, wie hier schon von anderen gesagt wurde.

      Ich empfehle daher sich ein dickes Fell wachsen zu lassen und alle Schreiben der Inkasso erst mal zu ignorieren, nur bei gerichtlichen Schreiben aufmerksam bleiben.
      Aber nicht wegschmeißen sondern ordentlich archivieren.
      Dann Termin bei einer Schuldnerberatung vereinbaren (möglichst bei einer caritativen oder kommunalen Einrichtung) und dort das weitere besprechen.
    • kleines Zitat:
      "Aus dem von der Advanzia Bank geforderten Zinssatz (22,90% p.a.) und dem marktüblichen Vergleichszinssatz (8,54% p.a.) folgt derzeit ein relativer Zinsunterschied in Höhe von 168,15% bzw. ein absoluter Zinsunterschied von 14,36 Prozentpunkte. Damit liegt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein sittenwidriger Zinssatz vor!

      Diese Auffassung hat übrigens bereits der bekannte Verbraucherrechtler Prof. Dr. Udo Reifner vertreten (VuR, 2009, 170) und zur Advanzia Bank Folgendes ausgeführt:

      „Wohin das Geschäft driftet, zeigt die Advanzia Bank aus dem luxemburgischen Munsbach. Sie bietet die „gebührenfreie Mastercard Gold” an. Allerdings handelt es sich hier um wucherische Kredite . . .Wird der offene Saldo der Monatsabrechnung nicht bis spätestens 20 Tage nach Erhalt der Rechnung manuell überwiesen, berechnet der Anbieter bonitätsabhängig mindestens 17,90 % p. a. an Effektivzinsen für getätigte Einkäufe. Bei Bargeldverfügungen wird der Effektivzins grundsätzlich ab Transaktionsdatumberechnet, er liegt z. Zt. bei 25,94 %. Auf Guthabenbasis kann das Kreditkartenkonto nicht geführt werden. Hinzu kommt, dass die Rechnungen per E-Mail verschickt werden.” Die Wuchergrenze in Deutschland liegt aktuell bei etwa 16 % p. a. Sie wirkt hier nicht, weil die Kreditnehmer sich nicht wehren, sondern Schulden mit neuen Schulden tilgen.“"
    • Vegas schrieb:

      Eine Kreditkarte kostet keine Zinsen, wenn man den Betrag in einer Summe zurückzahlt. Und halbseiden ist das auch nicht,Zinsen dafür zu nehmen,wenn man in Raten zurückzahlen will. Das weiß man, steht schließlich überall wie viel das kostet.
      Hier gehts aber um das Inkassounternehmen. Klar, wollen die verdienen. Leben davon daß andere verschuldet sind und nicht mehr zahlen können. Ist eben Insolvenz.

      Aber es muß sich schon im Rahmen halten. Das hier scheint aber schon Wucher zu werden. Im Grunde könnte das Begehren des Inkassos für diese Stelle nach hinten losgehen. Ein Fall für den Verbraucherschutz.

      Wie schon gesagt: Schuldnerberatung, und zwar möglichst schnell.

      Gegen die Zinsen von 22% kann man sicher was unternehmen. Und das soll man auch machen. Bei einem Leitzinssatz der EZB von 0,0% mehr als eine Frechheit. Das nannt man Wucher und das kann sogar mal als solches angezeigt werden. Also hier läßt sich sicher was machen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • WalterWinter schrieb:

      Naja, gegen diese Wucherzinsen vorzugehen, lohnt ja eigentlich nur, wenn die übrige Schuld dann auch abgetragen werden kann.

      Schreib' doch bitte mal, wie hoch die eigentliche Schuld ist, also ohne Kosten, Zinsen etc.
      Und wann genau hast Du diese Kreditkarte in Anspruch genommen?
      Auf jeden Fall aber dürfte die Hauptfordeung weniger als die Hälfte, vielleicht sogar lediglich 1/3 ausmachen. Kommt natürlich auch auf die Tilgung an. Und den Zins auf normales Niveau zu drücken, sollte machbar sein.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      WalterWinter schrieb:

      Naja, gegen diese Wucherzinsen vorzugehen, lohnt ja eigentlich nur, wenn die übrige Schuld dann auch abgetragen werden kann.

      Schreib' doch bitte mal, wie hoch die eigentliche Schuld ist, also ohne Kosten, Zinsen etc.
      Und wann genau hast Du diese Kreditkarte in Anspruch genommen?
      Auf jeden Fall aber dürfte die Hauptfordeung weniger als die Hälfte, vielleicht sogar lediglich 1/3 ausmachen. Kommt natürlich auch auf die Tilgung an. Und den Zins auf normales Niveau zu drücken, sollte machbar sein.
      Ich habe es mir nicht genau ausgerechnet, aber es ist schon richtig, dass hier der Spruch mit den "Zinsen, die einen auffressen" passt...
      ich hatte auch relativ viel bar abgehoben und dadurch den 26% Zinssatz verpasst bekommen...
      hatte bis letztes Jahr noch einen Nebenjob und hab davon praktisch nur die Zinsen getilgt, aber den Job musste ich gesundheitsbedingt beenden..
      Ich hab mal grob überschlagen und komme auf höchstens 2500€ Ausgaben, der Rest sind Zinsen...
      naja, werd mich mal an eine Schuldnerbereatung wenden, mal schaun, wozu dir raten..
      Danke an alle wohlgemeinten Ratschläge!

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