Gekündigt, neuer Job weit weg - doppelter Haushalt? Aufstocken ??

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    • Gekündigt, neuer Job weit weg - doppelter Haushalt? Aufstocken ??

      Hallo,

      meine Firma wird abgewickelt, und wir alle sind zum Ende des Jahres gekündigt. Ich hatte in so weit Glück, daß ein ehemaliger Kunde mich ab 1.1.18 übernehmen will, ich dadurch immerhin nicht arbeitslos würde.

      Problem dabei: Der neue Job ist auf den oftfriesischen inseln, dort kann ich ein Personalzimmer mieten - bei den Preisen auf den Inseln ist eine "richtige Wohnung" nicht bezahlbar. Meine aktuelle Wohnung in Bremen ist zudem Eigentum, die kann ich nicht einfach kündigen. Verkaufen oder vermieten liegt hier wohl nahe - nur ist die Wohnung nicht gerade in einem guten Zustand, in keiner attraktiven Wohngegend, hierfür Interessenten zu finden könnte schwierig werden. Im gleichen Haus wird schon seit 2 Jahren eine Wohnung erfolglos zum Verkauf angeboten. Eigentlich mag ich auch nicht unbedingt verkaufen, wer sagt, daß ich den Job auf der Insel länger habe? So gesehen ist eine eigene Wohnung doch auch eine Art "Altersvorsoge"?

      Dazu kommt dann noch mein Kind, das bei der Mama lebt. Die sind vor ein paar Jahren aus Bremen weggezogen, in die Nähe von Dresden. Das sind schon von Bremen aus 450km, von Ostfriesland aus werden es über 600 Kilometer Fahrtstrecke pro Richtung werden.

      Damit wird das alles eng mit dem Geld.

      Ich hoffe, ich kann meine Wohnung so vermieten, daß ich damit keine Kosten mehr habe, also Grundsteuer, Versicherung, Tilgung etc. gegen die Miete mit +/- 0 raus komme. Nur werde ich kaum gleich ab Januar einen Mieter haben.

      Ich kann die Wohnung auch nicht im Ganzen vermieten, weil alle 3 Wochen, zum Besuchswochenende ich Freitag schon mit der Fähre los fahren muss, und erst an Montag zurück komme - Sonntags fährt die letzte Fähre schon um 18 Uhr Richtung Insel, die werde ich regelmäßig verpassen. Also Freitag nach Dienstschluß von der Insel nach Bremen, Samstag in aller Hergottsfrühe Richtung Dresden, Samstag auf Sonntag mit meinem Kind in der Pension übernachten, Sonntag abend zurück nach Bremen, und Montagmorgen dann wieder auf die Insel. So ein Wochenende wird leicht und locker 300€ nur an Benzin, Übernachtung und Fähre kosten, und durch den 3-Wochen-Rhythmus mache ich die Tour in manchen Monaten auch zweimal.

      Lohn sollen es etwa 1200 netto werden, das zimmer kostet 350, bleiben 850, von denen noch die 372 Unterhalt runter gehen. Also knappe 500€ zur "freien Verfügung". Wenn ich jetzt 300€ Besuchskosten rechne, bleiben noch ganze 200€ als Rest, von denen ich dann leben soll.

      Das kann doch gar nicht funktionieren? Oder kann man da "Aufstocker-Geld" beantragen, dass es wenigstens die 400€ die, jedem ALG2-Empfänger zustehen, werden? Oder den Job doch lieber nicht annehmen, und damit ab 1.1. in die Arbeitslosigkeit fallen?
    • Man kann halt so schlecht von einer Wohnung abbeissen.

      Einfache Wohnungen sind ein Thema. Mängelbehaftete Wohnungen ein anderes. Ich habe mich daran gewöhnt, daß von den vier Herdplatten nur noch eine funktioniert, das Waschbecken im Bad undicht ist, und ich den Eimer darunter regelmäßig in die Dusche auskippe, und so weiter. Eine fremde Person, die mieten möchte, wird das vielleichgt anders sehen - oder ein Kaufinteressent den Kaufpreis ins Bodenlose drücken. So lange ich selber darin wohne, kann ich das langsam, Stück um Stück, so wie ich es hinbekomme, in Ordnung bringen. Dieses Jahr waren es 2 neue Fenster, für nächstes Jahr waren die anderen beiden geplant, ehe die Kündigung ins Haus flatterte. Nach den Fenstern geht es dann an die Küche, und danach ans Badezimmer.
    • Naja, wobei hier erst einmal die Frage nach ALG I gestellt werden sollte. Zudem, ob die neue (in Aussicht gestellte) Arbeit wegen des hohen Reise- und Finanzaufwandes als zumutbar gilt, sei auch noch mal dahingestellt.

      Na, und ob eine Bruchbude zu vermieten ist (also ob es überhaupt möglich) ist), wird sich noch erweisen müssen. Verkauf, wie schon gesagt,wird schwierig. Und, ja Verkaufsbemühungen sind im ALG II schon nachzuweisen. Eine Wohnung ist aber nicht so einfach zu versilbern. Also käme "ALG II" im Extremfall doch zum Einsatz. Zunächst aber erst mal ALG I.

      Also, erst einmal Arbeit vor Ort suchen. Davon mal abgesehen, Mama kann ja auch was an Besuchsgeld beisteuern. Schließlich zog sie ja weg. Sioll sich mal nicht so geizig anstellen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Mama ist von Papa weggezogen, in der Hoffnung, daß Papa die Lust (oder die Möglichkeit), das Kind zu sehen, verliert. Die wird einen Teufel tun, und "Besuchsgeld" zahlen, oder das Kind dem Vater entgegenschicken.

      Der neue Job ist an sich nicht uninteressant, und der Lohn sogar besser, als zuvor. Nur die Lage auf der Insel, und der Wunsch, weiter den Kindesunterhalt aufrecht zu halten, sind ein Problem.
    • Vegas schrieb:

      Aufstocken wirst Du nicht können mit einem nicht selbstgenutzten Wohneigentum. Das ist erstmal zu versilbern.
      Im Falle ALG II Antrag: Wenn sie denn zu versilbern ist. Im § 12 SGB II ist nämlich von "verwertbaren Vermögensgegenständen" die Rede. Die Verkaufsbemühungen sind natürlich zu starten und nachzuweisen. Klar. Ich jedenfalls würde bei einer Ablehnung eines ALG II - Zuschusses genau das mittels Rechtsbehalf prüfen lassen. Und:

      Würdest du in eine Wohnung in beschriebenen Zustand einziehen bzw. kennst du Mitarbeiter eines JC, die sich darauf einlassen würden ^^ :) ?
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    • Cloakmaster schrieb:

      Mama ist von Papa weggezogen, in der Hoffnung, daß Papa die Lust (oder die Möglichkeit), das Kind zu sehen, verliert. Die wird einen Teufel tun, und "Besuchsgeld" zahlen, oder das Kind dem Vater entgegenschicken.
      Das ist doch die eigentliche Baustelle??

      Cloakmaster schrieb:

      Der neue Job ist an sich nicht uninteressant, und der Lohn sogar besser, als zuvor. Nur die Lage auf der Insel, und der Wunsch, weiter den Kindesunterhalt aufrecht zu halten, sind ein Problem.
      Ja gut, aber Summa Summarum legst du drauf.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • So gesehen, ja. Aber wenn die Mutter mit dem Kind weg zieht, was bleibt dem Vater, als weite Wege auf sich zu nehmen, um den Umgang zu wahren? Und um den Unterhalt sicherzustellen, muss der Vater eh jeden Job annehmen, der sich ihm bietet. Von da her weiss ich nicht, ob ich den Job überhaupt ablehnen kann.

      Als die Wohnung zum Verkauf stand, war es eine gute Gelegenkeit, Kosten zu reduzieren, weil der Abtrag weniger ist, als die Miete - und irgendwann ja ganz weg fällt. So sind auch die Instandsetzungen finanzierbar, so lange es nicht zu viel auf einmal wird. Und jetzt seiht es so aus, daß sie zum Bummerang wird, weil Wohneigentümer per Definition "reich" seind.
    • Cloakmaster schrieb:



      Lohn sollen es etwa 1200 netto werden, das zimmer kostet 350, bleiben 850, von denen noch die 372 Unterhalt runter gehen. Also knappe 500€ zur "freien Verfügung". Wenn ich jetzt 300€ Besuchskosten rechne, bleiben noch ganze 200€ als Rest, von denen ich dann leben soll.
      Unterhalt bei 1200 € netto???
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)

      Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: sozialhilfe24.de/forum/thread/…zung-des-forums-hinweise/
    • wäre es nicht sinnvoller du würdest dich in der Umgebung noch bewerben ?
      Dauerhaft kann dieses Konstrukt so auch nicht funktionieren.

      Vielleicht orientierst du dich mehr Richtung Süden, der Weg nach Dresden wäre auch nicht weiter,
      aber die Jobchancen durch niedrige Arbeistlosenquote wohl besser und vielleicht auch das Einkommen höher.
      Wenn du Schweißer wärst, wüßte ich sofort einen Job für dich. :) von hier sinds 430km nach dresden.
      Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
      und der Anfang der Unzufriedenheit.
    • gfr schrieb:

      Cloakmaster schrieb:

      Lohn sollen es etwa 1200 netto werden, das zimmer kostet 350, bleiben 850, von denen noch die 372 Unterhalt runter gehen. Also knappe 500€ zur "freien Verfügung". Wenn ich jetzt 300€ Besuchskosten rechne, bleiben noch ganze 200€ als Rest, von denen ich dann leben soll.
      Unterhalt bei 1200 € netto???
      Ja, Untehalt bei 1200 netto. Mit Wohneingetum wird ein fiktiver Wohnwert angesetzt, welcher den Selbstbehalt auf 750€ reduziert, womit der KU locker zu leisten ist.

      Wenn denn kurzfristig ein Job in der Nähe vom Himmel fallen würde, ja, da hat sich aber in den letzten Tagen nichts aufgetan, und bis Jahresende ist es nicht mehr lange. Auf der Insel habe ich im Sommer gejobbt, und seitdem liegen mir in den Ohren, daß ich dort doch fest anfangen soll.
    • ALG-II/Aufstückung würde sich doch lohnen:

      Deine Eigentumswohnung ist nach § 12 III Nr. 4 SGB II "Schonvermögen", dass du ggf. nicht versilbern musst.
      Demnach gilt als Schonvermögen: selbst genutztes Wohneigemtum in angemessener Größe
      Wichtig: es gilt nur die größe der Eigentumswohnung, nicht der Wert. Da du die Wohnung selbst weiterhin nutzen möchtest (auch nur zum Teil) müsste das ausreichen. Da dein Kind zu Besuch kommt kann die qm-Zahl auch größer ausfallen, als bei einer Alleinstehender Person. Da müsstest du dich erkundigen, was bei dir als angemessen gilt.

      Wenn du die Wohnung vermietest, werden dir die Mieteinahmen angerechnet (ggf. nur bis 70 % der Mieterlöses, bei einer möbilierten Teilvermietung)

      Die Besuchskosten, bzw. die "Umgangskosten" kannst du auch geltend machen. (es werden 20 Cent pro km angerechnet, pro Fahrt. Dh. 350 km Hinfahrt, 350 km Rückfahrt: 700*0,20€=140 € pro Besuch deines Kindes)
      Die Umgangskosten sind für die vermutlich so hoch, dass du in jedem Fall zum "Aufstocker" wirst

      Egal ob du den Job auf der Insel angenommen hast oder nicht; du kannst auf jeden Fall Leistung beziehen.

      Wenn du den Job angenommen hast kannst du aufstocken:

      von den 1200 € Brutto bleiben netto ja nur ca. 950 €, das wird nach §11b SGBII bereinigt, bleiben nach Abzug von Arbeitsmitteln, Unterhalt und Erwerbstätigenfreibetrag gerade mal 200 € übrig. D.h. du wirst mindestens 220 € + Umgangskosten ersetzt bekommen

      Viel Glück und Erfolg für´s neue Jahr :)
    • Es sind keine 1200 Euro brutto. Und ob bei Anmeldung mit HWS am Arbeitsort die Eigentumswohnung als geschützt angesehen wird, wage ich zu bezweifeln.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Mir wurde gesagt ich muss die Insel als hws anmelden, weil nur dann gibt es den Insulaner Schein, und damit zB auch Rabatt auf die Fähre.
      Oder muss die etw der HWS bleiben, weil eben Eigentum, und größer?

      Und was ist mit dem Auto? Mit auf die Insel, oder gebührenpflichtiger Parkplatz am Festland? Beides ist nicht billig, aber eins von beiden muss sein.
    • Ich denke auch, hier in diesem Fall ist es besser, den Arbeitsort als HWS anzumelden. Sozialrechtlich ist es zunächst egal. Denn, so lange du in Lohn und Brot steht, wird ALG II ja wohl nicht in Frage kommen. Solange muß an der ETW gar nichts versilbert werden. Und danach kommt ja erst einmal ALG I in Frage. Aber auch da muß noch nichts versilbert werden.

      Kommt irgendwann mal die Kündigung des (nunmehr) neuen Jobs, wird sofort wieder eine Ummeldung erfolgen, nämlich die ETW als alleiniger Hauptwohnsitz. Denn der Wegfall der Betriebswohnung und der vorhandene Bestand der ETW müßte m.E. dann schon als wichtiger Grund zählen, den Haupt-Wohnsitz wieder in die ETW zu verlegen, bzw. beim Einwohnermeldeamt zu melden.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Möglicherweise steht dir Wohngeld zu. Denn du mietest ja eine Wohnung. Auch für die ETW würde ich versuchen, über einen Lastenausgleich (äquivalente Leistung wie Wohngeld, aber für Eigentümer), Geld zu beantragen. Das muß natürlich bei der Behörde vor Ort beantragt werden.

      Nach dem, was du geschildert hast, scheint mir das die günstigste Variante zu sein. Denn, erst mal einen Job zu haben (1200 EUR Netto), der auch für dich interessant ist, das ist erst mal ein Argument.

      Und wegen der ggf. in Betracht kommenden lediglichen ALG II- Aufstockung, die ETW versilbern zu müssen, scheint mir das größere Übel zu sein.

      Zumal einen ALG II Antrag zu erstellen und zu betreuen i.V. mit den damit trotz Beschäftigungsverhältnis verbundenen Pflichten, sowohl vom Arbeitsinhalt als auch vom Aufwand her, schon als anspruchsvoll anzusehen ist.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Ich denke auch, hier in diesem Fall ist es besser, den Arbeitsort als HWS anzumelden. Sozialrechtlich ist es zunächst egal. Denn, so lange du in Lohn und Brot steht, wird ALG II ja wohl nicht in Frage kommen.

      Falsch. Der TE meint, er verdient so wenig, dass er mit der Absetzung von zu zahlendem Unterhalt und dem erhöhten Bedarf aufgrund Umgangskosten aufstockend zum Lohn ALG 2 beanspruchen kann.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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