Weiterzahlung Elterngeld bei Umzug ins Ausland

    • Weiterzahlung Elterngeld bei Umzug ins Ausland

      Moin zusammen,

      ich habe zwar einige Beiträge gefunden, die in dieselbe Richtung gehen, aber noch keinen, der mir wirklich weiterhilft bei meiner Frage:

      Im Oktober ist unser 1. Kind zur Welt gekommen. Meine Frau war davor normal arbeitstätig in Deutschland und befindet sich also aktuell noch in Mutterschutz und bekommt dann ab Dezember Elterngeld ( 2 Jahre Elternzeit beantragt, aber Auszahlung soll nur für die ersten 12 Monate erfolgen - also kein Elterngeld Plus ). Ich selbst habe aktuell auch 2 Monate Elternzeit ( bis Mitte Dezember ).

      Folgendes Szenario: ich habe die Möglichkeit ab Februar 2018 einen neuen Job in Holland anzunehmen - allerdings müssten wir dafür dann auch dorthin ziehen. Wie verhält es sich dann mit dem Elterngeld meiner Frau? Sie ist ja weiterhin bei ihrer Firma in Deutschland angestellt, also auch weiterhin in Elternzeit aber ihr Wohnsitz würde sich dann nach ca. 2-3 Monaten Elterngeldbezug ins EU Ausland verlagern. Besteht dann weiterhin Anspruch auf Elterngeld auch für die letzten Monate, da es ja schon alles läuft und mit Wohnsitz in Deutschland beantragt und bewilligt wurde? Oder fällt es ab dem Tag des Umzugs weg? Falls ja, würde da evtl. dazu führen, dass es finanziell keinen Sinn für mich macht nach Holland zu gehen und ich lieber in Deutschland bleibe und meinen Job hier weiterführe...

      Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!

      Malu33
    • Wenn ich das Gesetz richtig lese, dann besteht der Anspruch dann, wenn man seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Davon gibt es aber wiederum Ausnahmen und Rückausnahmen.
      Ich gehe mal nicht davon aus, dass Du als Entwicklungshelfer oder Missionar in die Niederlande gehst, aber schau bitte mal in den § 1 des Elterngeldgesetzes:

      gesetze-im-internet.de/beeg/__1.html
    • Grundsätzlich entfällt der Elterngeldanspruch nach einem Umzug der Familie ins Ausland. Das Elterngeld wird nur in den Fällen des § 1 Abs. 2 BEEG weitergezahlt. Darunter fallen insbesondere von ihren Arbeitgebern ins Ausland entsandte Mitarbeiter. Ansonsten besteht die Möglichkeit, holländisches Elterngeld nach den dort geltenden Vorschriften zu beantragen (falls es das gibt).

      Soweit die Ehefrau in Elternzeit ist, das Arbeitsverhältnis in Deutschland also weiterhin andauert, dürfte der Elterngeldanspruch dem Grunde nach bestehen bleiben. Es müssten aber die holländischen Leistungen angerechnet werden, so dass nur eventuelle Unterschiedsbeträge gezahlt werden könnten.

      Ich würde die Angelegenheit mit der örtlichen Elterngeldstelle klären.