6.000 EUR Auto geschenkt bekommen, kann ich es anmelden?

  • Nabend,
    meine Oma hat mir ihr Auto geschenkt, welches aktuell einen Wert von ca. 6.000 EUR hat.
    Allerdings möchte sie es nicht auf ihren Namen anmelden, da sie in
    Berlin wohnt und ich in NRW. Auch meine Eltern möchten kein weiteres
    Auto anmelden, da sie selber 2 Autos haben und mein Bruder schon sein
    Wagen ebenfalls auf deren Namen laufen hat.



    Darf ich als ALG II-Empfänger ( habe noch einen 450€-Job ) nun ein Auto
    anmelden, was diesen Wert hat? Oder anders gefragt, würde das JobCenter
    dahinter kommen und wenn ja, was würde passieren?

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  • An der Stelle mal ein ganz wichtiger Hinweis:
    Wenn Deine Oma Dir ein Auto schenkt, dann bist Du auch Eigentümer.
    Auf wen das Auto zugelassen wird, das ist dabei völlig egal, die Zulassung bezeichnet nur den Halter, nicht den Eigentümer.
    Eure Gedanken, wer innerhalb der Familie wessen Auto auf wen zulässt, könnt Ihr Euch also sparen...

  • Wenn du für das Amt zu reich bist, gibt es kein Geld. Nicht eine Kürzung. Kar nix, bis das Vermögen geschrumpft ist.


    Wobei, 7.500 EUR für einen fahrbaren Untersatz sind ja unschädlich. Also, soll deine Oma mal noch ein bisserl den stählernden Gaul einreiten. Ergibt das Gutachten, und das ist sehr wahrscheinlich, daß das Amt das sehen will, einen Wert unterhalb der 7.500 EUR Grenze, dann kann die Schenkung für den ALG II- Bezieher ALG II- unschädlich vollzogen werden.


    Damit verbessert sich natürlich auch die Mobilität. Da freut sich das Amt, denn es kann dann doch besser vermitteln. Ja, so ein stählernder Gaul ist vermittungsrelevant. Im Positiven. Und keine Angst, ich habe mir sagen lassen, Fahrstunden werden jetzt aus diesem Grunde öfters gesponsert. Eben wegen der Vermittlungsrelevanz.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Das ist Quatsch. Eine Schenkung ist immer noch Einkommen, egal welcher Wert. Was Du meinst (Schonvermögen beim Auto bis zu einem bestimmten Wert) , bezieht sich auf Vermögen. Nicht auf Einkommen.

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  • http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/11.html


    Text: Neufassung seit August 2016.


    1) Als Einkommen zu berücksichtigen sind Einnahmen in Geld abzüglich der nach § 11b abzusetzenden Beträge mit Ausnahme der in § 11a genannten Einnahmen. Dies gilt auch für Einnahmen in Geldeswert, die im Rahmen einer Erwerbstätigkeit, des Bundesfreiwilligendienstes oder eines Jugendfreiwilligendienstes zufließen. Als Einkommen zu berücksichtigen sind auch Zuflüsse aus darlehensweise gewährten Sozialleistungen, soweit sie dem Lebensunterhalt dienen. Der Kinderzuschlag nach § 6a des Bundeskindergeldgesetzes ist als Einkommen dem jeweiligen Kind zuzurechnen. Dies gilt auch für das Kindergeld für zur Bedarfsgemeinschaft gehörende Kinder, soweit es bei dem jeweiligen Kind zur Sicherung des Lebensunterhalts, mit Ausnahme der Bedarfe nach § 28, benötigt wird.


    Wobei jetzt relevant ist, worauf sich diese Passage bezieht:
    Dies gilt auch für Einnahmen in Geldeswert, die im Rahmen einer Erwerbstätigkeit ...


    Denn legt man das so aus, daß es additiv sich auf "Einnahmen in Geld" bezieht, lautet die Antwort auf deine Anfrage: Nein.
    Denn dann ist es Einkommen und zwar anrechenbar.


    Bezieht sieh diese Passage aber auf "abzüglich der nach § 11b abzusetzenden Beträge mit Ausnahme der in § 11a genannten Einnahmen" ja, dann ist es kein anrechenbares Einkommen. Und die verbraucherfreundliche Auslegung geht dahin. Ich würde das jedenfall so interpretieren. Und...


    Dann, ja dann hast du Recht: Eine Firma kann den "Hartzie" durchfüttern und tränken, so viel sie will, ohne daß dem "Hartzie" ein Schaden in Form einer Minderung der Hilfe "droht".


    Jaja, so muß Politik! ...

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  • Auf jeden Fall ist es so, daß nach dem Text nach die Schenkung aus der Familie unter die Rhybrik "Radio Brocken, Informativ" fällt.


    Da kann man natürlich gestalten :P8) . Denn was ist, wenn man das Auto weiterverkauft? Ja, ist das dann Vermögensumwandlung oder komplett Erlös??


    Aber das ist eben Politik. Wie immer wird sich die Gerichtsbarkeit damit auseinanderzusetzen haben. Aber, wenn das dann mal irgendewann entschieden ist...,
    gibts eine neue Rechtslage 8o .

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