ALGI Antrag einige Fragen nach Bewilligung

    • ALGI Antrag einige Fragen nach Bewilligung

      Hallo ans Forum,

      ich habe nun da ich betriebsbedingt gekündigt wurde einen ALGI Antrag stellen müssen , soweit sogut.

      Dazu hätte ich aber einige Fragen und ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen?

      Als erstes wäre die Frage , wenn ich am 30.06.2017 ( war ein Freitag ) die Kündigung persönlich erhalte , ab wann läuft dann die 3 Tages Frist zum melden , ich denke doch mal die Frist beginnt ab Montag dem 03.07.2017 da ja der 1 und 2 ein Wochenende war , oder liege ich falsch?
      Denn ich habe mich am 05.07.2017 Online gemeldet und denke das dies innerhalb der Frist ist , allerdings hat das Amt mir mal vorsichtshalber vom 04.08 - 10.08.2017 das Geld einbehalten wegen " angeblicher " zu spät Meldung.

      Zweite Frage die ich habe , mein ehemaliger Arbeitgeber hat mir noch 20 Tage Resturlaub zu bezahlen , was er aber bisher nicht getan hat , und ich nun das ganze vor Gericht einklagen musste , dies wusste auch warum immer das Amt , und hat dem ehemaligen Arbeitgeber geschrieben das er mir das Geld nicht auszahlen dürfe , da dies ans Amt überging, nun meine Frage , ist dies rechtens so , denn eigentlich hätte dies mit dem letzten Lohn zusammen am 01.08.2017 auf meinem Konto sein müssen , was es aber nicht war.

      Ich bin nun ein wenig ratlos , denn es handelt sich hier um einen kompletten Monatslohn , der mir aktuell vom Amt einbehalten werden will...

      Über Infos und Tipps bin ich dankbar ...

      Grüße
    • gesetze-im-internet.de/sgb_3/__38.html

      (1) Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens drei Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden. Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, haben sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu melden. Zur Wahrung der Frist nach den Sätzen 1 und 2 reicht eine Anzeige unter Angabe der persönlichen Daten und des Beendigungszeitpunktes aus, wenn die persönliche Meldung nach terminlicher Vereinbarung nachgeholt wird. Die Pflicht zur Meldung besteht unabhängig davon, ob der Fortbestand des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses gerichtlich geltend gemacht oder vom Arbeitgeber in Aussicht gestellt wird. Die Pflicht zur Meldung gilt nicht bei einem betrieblichen Ausbildungsverhältnis. Im Übrigen gelten für Ausbildung- und Arbeitsuchende die Meldepflichten im Leistungsverfahren nach den §§ 309 und 310 entsprechend.


      Es steht explizit im Gesetz: "3 Tage" nicht "3 Arbeitstage" oder "3 Werktage". Der Stichtag war also der der 03.07. Die Sperfrist wegen Meldeversäumnis ist hiernach korrekt. Bis 03.07. 24 Uhr hattest du eben keine Meldung eingereicht. Deine Meldung am 05.07. gig also verfristet bei der Agentur ein. Folge: 1 Woche Sperrfrist.


      Urlaub:
      sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/143.html

      anwalt.de/rechtstipps/urlaubsa…tslosengeldes_044048.html

      arbeitsrecht.org/arbeitnehmer/…en-so-ist-die-rechtslage/


      Soweit ish weiß, ist der Lohn durch den AG auszuzahlen. Allerdings ruht hierfür (Anzahl der abgegoltenen Tage) der ALG I- Anspruch.


      Folglich greift die Arbeitslosigkeit erst nach dem Abgelten des Urlaubs. De facto wird der Urlaub bzw. Resturlaub auf die Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältbnisses gelegt.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Lieben Dank für deine ausführliche Antwort , allerdings habe ich bezüglich der Meldung und der Frist im §38 SGB III was anderes gelesen , da steht es so drinnen :

      Die 3-Tages-Frist beginnt am Tag nach der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes.Tage mit fehlender Dienstbereitschaft der Agentur sowie Tage, andenen die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer aus objektiven Gründen(z. B. Krankheit, Auslandsaufenthalt, fehlende Freistellung durch den Arbeitgeber)an der Meldung gehindert war, werden nicht in die Frist hineingerechnet.

      Denn danach wäre meine Sperre dann nicht rechtens ..!
    • Du kannst natürlich gegen die Sperre Widerspruch (Rechtsmittel) einlegen.
      Allerdings: Keine Garantie dafür, daß dem entsprochen wird.

      Im Zweifel zählt streng das, was das Gesetz sagt. Sicher, auch auf der Seite der BA steht teilweise eine aufgweichte Auslegung. Kannst ja damit den Widerspruch begründen. Aber wie gesagt, im Zweifel wird das Gesetz streng ausgelegt.

      Klagen würde ich dann aber nicht mehr. Aufwand-Nutzenverhältnis.
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    • Lieben Dank für deine ausführliche Antwort , allerdings habe ich bezüglich der Meldung und der Frist im §38 SGB III was anderes gelesen , da steht es so drinnen :
      Das hast du nicht einfach gelesen, das wurde dir in einem anderen Forum geantwortet.

      Wenn das noch die aktuellen Dienstanweisungen der BA sein sollten, hast du doch gute Chancen bei einem Widerspruch.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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