ALG II - Bafög - Auszug - Anrechnung

  • Meine jüngste Tochter und ich bilden eine BG (Berlin).
    Die Tochter (wird jetzt 20 J.) beginnt im Oktober ihr Studium in Süddeutschland.
    Sie hat dort ein Zimmer, in das sie am 1. Oktober einziehen kann.
    Im September ist sie also noch bei mir gemeldet und Teil meiner BG.


    Was passiert, wenn Ende September das Bafög für Oktober auf ihrem Konto eingeht?
    Wird das dann nach dem Zuflussprinzip im September angerechnet?

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  • Angesichts des Zuflussprinzips wohl ja.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Nachfrage:
    Kann ich meine Tochter zu einem früheren Zeitpunkt aus der BG hier in Berlin abmelden, auch wenn sie erst ab 1. Oktober immatrikuliert ist?
    Sie zieht in eine WG und könnte dort ab Mitte September in dem Zimmer ihrer Freundin wohnen, bis ihr eigenes in derselben WG frei wird.
    Sie könnte ihren ersten Wohnsitz also zum 15. September in Süddeutschland anmelden.

  • Danke für die Auskünfte.


    Noch eine Frage zur Krankenkasse: Meine Tochter ist zurzeit nicht familienversichert (war ja die neue Regelung); kommt erst wieder rein, wenn sie immatrikuliert ist.
    Wenn sie Mitte September auszieht, muss sie dann irgendeinen Krankenkassenbeitrag selbst zahlen (für den halben Monat September)?

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  • so lange sie für die 2 Wochen keine Sozialleistungen haben will kannst Du machen was Du willst.

    Ja, wenn du das so siehst, würde ich die Zeit auf 1 Woche verkürzen. Auszug gleich nach der BT- Wahl. Am 24. abends fort und ab dem 25. eben kein ALG II. Aber ob das sooooo einfach geht?


    Da kämt ihr mit Sicherheit preiswerter davon, als daß das Bafög gleich mal durch die Anrechnung verlustig geht. Wenn schon, denn schon.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Noch eine Frage zur Krankenkasse: Meine Tochter ist zurzeit nicht familienversichert (war ja die neue Regelung); kommt erst wieder rein, wenn sie immatrikuliert ist.
    Wenn sie Mitte September auszieht, muss sie dann irgendeinen Krankenkassenbeitrag selbst zahlen (für den halben Monat September)?

    Das wird wohl darauf hinauslaufen. Sie sollte mal bei der Krankenkasse Rücksprache nehmen.

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  • Ja, wenn du das so siehst, würde ich die Zeit auf 1 Woche verkürzen. Auszug gleich nach der BT- Wahl. Am 24. abends fort und ab dem 25. eben kein ALG II. Aber ob das sooooo einfach geht?
    Da kämt ihr mit Sicherheit preiswerter davon, als daß das Bafög gleich mal durch die Anrechnung verlustig geht. Wenn schon, denn schon.

    Davon mal aber abgesehen, wenn ich mir den §11 SGB II anschaue, ist es eh rille. Denn:


    (2) Laufende Einnahmen sind für den Monat zu berücksichtigen, in dem sie zufließen.


    In Falle:
    Das Bafög käme September, wird es also mit der Vorauszahlung September gegengerechnet. So oder so. Egal, wie sich der Anspruch hernach im Detaill darstellt.

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  • [...] Davon mal aber abgesehen, wenn ich mir den §11 SGB II anschaue, ist es eh rille. Denn:
    (2) Laufende Einnahmen sind für den Monat zu berücksichtigen, in dem sie zufließen.


    In Falle:
    Das Bafög käme September, wird es also mit der Vorauszahlung September gegengerechnet. So oder so. Egal, wie sich der Anspruch hernach im Detaill darstellt.

    Jetzt bin ich etwas verwirrt...
    Habe ich dich richtig verstanden: Du meinst, das Bafög würde für September angerechnet, auch wenn meine Tochter zu dem Zeitpunkt, an dem das Bafög eintrifft, kein ALG II mehr bezieht?
    Demnach müsste ich dem JC den Eingang des Bafögs melden (obwohl Tochter nicht mehr in BG) und es würde auf die halbe September-ALG II-Leistung meiner Tochter im Nachhinein angerechnet?


    Wahrscheinlich trifft das Bafög sowieso nicht im September ein (ich hab's jedenfalls noch nicht erlebt, dass Bafög gerade bei Studienbeginn so zeitig dagewesen wäre).
    Wie auch immer; ich denke, meine Tochter sollte den Bafögantrag so spät stellen, dass eine Auszahlung im September so gut wie ausgeschlossen ist. Dann hat sie eben ein/zwei Monate, die man irgendwie überbrücken muss (die Nachzahlung kommt ja). Immer noch besser, als wenn das Bafög auf das ALG II angerechnet wird und einfach mal weg ist.

  • Ja so steht es aber im Gesetzestext. Oder so würde ich es herauslesen. ALG II wird im Voraus bezahlt. Kommt also Ende August für September. Damit bezieht sie doch zunächst das ALG II. Es sei denn sie erklärt jetzt (!) einen Verzicht für ihren Anteil September nach § 46 SGB I. Aber, ob das gewollt ist ?????


    Da kann man drehen und wenden, was man will, es kommt aufs Gleiche. Oder ihr macht das so, wie zunächst angedacht: Kommt das Geld im Oktober, dann kann sie die Stütze September behalten, kommt es vor dem 01.10., dann wirds angerechnet.


    Und noch ein Schmackerl kommt auf dich zu. Sie zieht aus. Damit ändert sich die Größe der BG. Ist denn dann deine Wohnung noch als angemessen einzustufen ???

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  • [...]Und noch ein Schmackerl kommt auf dich zu. Sie zieht aus. Damit ändert sich die Größe der BG. Ist denn dann deine Wohnung noch als angemessen einzustufen ???

    Meine Wohnung ist schon lange nicht mehr als angemessen einzustufen. Haben wir immer gut geschafft, da wir sehr anspruchslos leben und etwas Geld hinzuverdient wurde, soweit meine Behinderungen das zuließen. Wenn meine Tochter auszieht, bekomme ich etwas mehr Geld. Wenns knapp wird, kann ich monatsweise an in- oder ausländische Studenten vermieten (Austauschstudenten, wohne nahe der FU Berlin).
    Eine Freundin macht das so und hat gute Erfahrungen.

  • Meine Wohnung ist schon lange nicht mehr als angemessen einzustufen. Haben wir immer gut geschafft, da wir sehr anspruchslos leben und etwas Geld hinzuverdient wurde, soweit meine Behinderungen das zuließen. Wenn meine Tochter auszieht, bekomme ich etwas mehr Geld. Wenns knapp wird, kann ich monatsweise an in- oder ausländische Studenten vermieten (Austauschstudenten, wohne nahe der FU Berlin).Eine Freundin macht das so und hat gute Erfahrungen.

    Das kann aber nicht sein. Laut paritätischen Wohlfahrtverband, der Linkspartei und dem ADAC (ach ne der doch nicht) reicht Hartz IV nicht für ein menschenwürdiges Leben. Somit kann verringertes Hartz IV schon gar nicht reichen.
    Alles fake News.
    Selbsthilfe, z.B. durch Untervermietung oder Arbeit ist bestimmt auch menschenrechtswidrig

  • Das kann aber nicht sein. Laut paritätischen Wohlfahrtverband, der Linkspartei und dem ADAC (ach ne der doch nicht) reicht Hartz IV nicht für ein menschenwürdiges Leben. Somit kann verringertes Hartz IV schon gar nicht reichen.Alles fake News.

    Reines "Hartz "IV" ist sicher mager. Wer aber weiß, wie man richtig hartzt und wie und wo es was zu holen gibt, da mag es gehn. Wenn man dann noch seine Kasse aufbessert, gehts.

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  • Untervermietung... Ist das nicht auch Einkommen???

    Es ist zweckgebundenes Einkommen.
    s. dazu:


    http://www.berliner-mietervere…ht/infoblaetter/fl136.htm


    Im Kapitel Angemessenheit der Wohnkosten findet man Folgendes:
    Zitat:
    "Sofern zweckgebundene Einnahmen zur Senkung der Miete erzielt werden (z.B. Untermieteinnahmen, Mietausgleich), ist der in der Bedarfsberechnung zu berücksichtigende Betrag für die Wohnung um die zweckgebundene Einnahme zu mindern (vgl. Nr. 11 AV-Wohnen)."


    Ich lese das so:
    a) Wenn meine Wohnung 700,- kostet und ich ein Zimmer für 300,- untervermiete,
    erhalte ich vom JC die restlichen 400,- als KdU.
    Wenn die angemessenen Wohnkosten bei 540,- lägen, hätte das JC also durch meine Untervermietung 140,- gespart.


    b) Würde ich das Zimmer für 100,- vermieten, würde ich vom JC 540,- (angemessene Wohnkosten) erhalten, 100,- zahlt der Mieter für das Zimmer, 60,- EUR müsste ich selbst finanzieren.


    Falls ich mich irre, bitte ich um Richtigstellung!

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  • a) Ist m.E. nicht ganz richtig. Falls 540 Euro die angemessenen KdU für einen 1-Personen-Haushalt sind, würden in dem Beispiel auch 540 Euro KdU in der Bedarfsberechnung berücksichtigt. 160 Euro Mieteinnahmen wären anrechnungsfrei, da sie zur Deckungslücke 700 Euro vs. 540 Euro dienen.


    Die restlichen Mieteinnahmen iHv 140 Euro wären Einkommen, das um 30 Euro bereinigt wird, falls dieser Freibetrag noch nicht bei einem anderen Einkommen zur Geltung gekommen ist.


    Ist der Freibetrag schon "verbraucht", ist es eine Milchmädchenrechnung:
    Ob du 400 Kdu + 300 Euro anrechnungsfreies EK oder 540 Euro KdU, 160 Euro anrechnungsfreies EK und 140 anzurechnendes Einkommen bekommst, ändert für dich nix. Es ist dennoch relevant hinsichtlich der Kostenträger. Denn wenn von vorneherein weniger KdU berücksichtigt werden, spart die Kommune, werden die KdU voll gezahlt und die "überschüssige" Miete als Einkommen angerechnet, spart der Bund, der die Regelleistungen zahlt.

  • Danke, Vegas.


    [...] Die restlichen Mieteinnahmen iHv 140 Euro wären Einkommen, das um 30 Euro bereinigt wird, falls dieser Freibetrag noch nicht bei einem anderen Einkommen zur Geltung gekommen ist. [...]

    Ich weiß nicht, ob du das, was ich in Beitrag #15 zitiert habe, gelesen hast. Da steht, dass "der in der Bedarfsberechnung zu berücksichtigende Betrag für die Wohnung um die zweckgebundene Einnahme zu mindern" ist. Der bei der Berechnung zu berücksichtigende Betrag wären in meinem Beispiel 700,- EUR und ist zu mindern um die zweckgebundene Einnahme, in meinem Beispiel 300,- EUR.


    Außerdem: Wenn ich, in deinem Berechnungsmodell, kein weiteres Einkommen hätte und eine Bereinigung um 30,- stattfinden würde, hätte ich 30,- EUR mehr zur Verfügung, was natürlich schön wäre, aber nicht Sinn der Sache ist.