Hartz 4 und Ersttatungsanspruch Wohngeld

    • Hartz 4 und Ersttatungsanspruch Wohngeld

      Hallo liebes Forum, folgendes:
      Wir sind Aufstocker und beziehen noch Wohngeld. Dazu kam es, weil mein Mann durch Kündigung den Job gewechselt hat, deutlich weniger Netto verdient und somit Kinderzuschlag wegfiel und wir Hartz vier beantragen mussten.
      Dort wurde mir gesagt, das an die Wohngeldstelle ein Erstattungsanspruch gestellt wird. Das Wohngeld wird aber voll bei Hartz Vier angerechnet. Heute bin ich aus allen Wolken gefallen, da weder das Jobcenter noch das Wohngeld gezahlt haben.
      Beim Jobcenter sagte man mir, das es "Probleme" mit dem Wohngeldamt gäbe. Ich habe weder vom Jobcenter noch vom Wohngeldamt einen Bescheid über die Zahlungseinstellungen erhalten.
      Meine Überlegung ist aber auch,wenn doch das Wohngeld voll angerechnet wird, gibt es doch von deren Seite nichts zu erstatten, das wäre doch nur bei drohender Mittellosigkeit so, wenn Wohngeld noch nicht berechnet wäre, oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?
      Frage mich auch, ob das rechtens ist die Zahlungen einfach einzustellen ohne mich darüber zu informieren?!
      Wäre über Antworten dankbar
      LG
    • Wohngeld und ALG 2 gleichzeitig schließen einander eigentlich aus. Deshalb kann man den Sachverhalt, der sehr nebulös (anscheinend das, was du als Laie verstanden hast) geschildert wurde, nicht nachvollziehen.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Wenn das Jobcenter das Wohngeld als Einkommen beim ALG II berücksichtigt hat, dann holt sich die Wohngeldstelle normalerweise das zu viel gezahlte Wohngeld vom Jobcenter (Erstattungsanspruch) zurück.

      Evtl. ist der Wohngeldbescheid (über die Einstellung) noch unterwegs. Hier (in Thüringen) erfolgen die Wohngeldzahlungen nämlich immer bevor die Bescheide versendet werden (Zahlung meist zum 29. eines Monats, Bescheide sind auf den Monatsletzten datiert - dazu kommt noch die Laufzeit bei der Post).
    • Das passt schon. Das ALG II wird ab dem Monat der Antragstellung gewährt. Das erhaltene Wohngeld wird beim ALG II angerechnet.

      Soweit so gut. Aber, wenn es beim Einkommen bereits berücksichtigt wurde (ALG II), dann ist der Posten ausgeglichen. Da hat das JC ja schon das Wohngeld sozusagen in Rechnung gestellt. Ein Erstattungsanspruch hätte sich ja dann erledigt. Das Wohngeld redu-ziert ja den ALG II Anspruch. Es wurde also schon berücksichtigt und über die Anrechnung einbehalten.

      Ich sehe da aber noch ein anderes Problem. Wer hat denn gekündigt. Der Arbeitgeber? Weil z.B. wegen Umstrukturierung oder hat er als Arbeitnehmer gekündigt, weil er was anderes machen wollte. In diesem Falle hätte er, kurzum gesagt, die Bedürftigkeit selbst herbeigeführt, den ALG II Anspruch erzeugt, und damit wäre die Voraussetzung für eine Pflichtverletzung nach § 31 SGB II gegeben.
      Die Folge: Sanktion, möglicherweise Erstattungsanspruch nach § 34 SGB II.

      Wie gesagt, es kann sein, muß es aber nicht. Das hängt von einigen Faktoren ab, die auf Grund fehlender Infos nicht bekannt sind.

      dejure.org/gesetze/SGB_II/31.html
      sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/34.html
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