Ablehnung Kindergeldbescheid trotz Studium und aktueller Ausbildung 24 Jahre

  • Hallo liebe Community,


    ich brauche mal eure Hilfe. Also es geht bei mir um folgenden Fall, ich bin aktuell 24 Jahre alt und habe von 2012-2015 eine Ausbildung als Bankkaufmann abgeschlossen.
    Nach abgeschlossener berufsausbildung wurde das Kindergeld eingestellt. Im januar 2015 war ich fertig mit der Ausbildung, im September daraufhin habe ich bei der VWA mit dem Betriebswirt angefangen - aktuell.


    Jetzt ist es ja nach einem aktuellen BFH-Urteil so, dass die Weiterbildung als Teil der Erstausbildung gesehen werden kann und auch zählt, wenn mit der Ausbildung noch nicht das gewünschte Berufsziel erreicht ist.
    Siehe auch:
    -> Da Ausbildung und Studium sowohl zeitlich als auch inhaltlich in einem engen Zusammenhang stehen, handelt es sich hierbei um eine noch nicht abgeschlossene Erstausbildung. Dadurch ist meinem Antrag auf Kindergeld rückwirkend ab September 2015 stattzugeben. Zur Begründung berufe ich mich im Übrigen auf das aktuelle BFH-Urteil vom 08.09.2016 mit dem Aktenzeichen III R 27/15, veröffentlicht am 21.12.2016.


    Ich hatte während meiner Ausbildungszeit Beratungen bei verschiedenen Stellen und Behörden, habe alles beigefügt und hatte mich im monat Mai für den Start im September beworben.
    Der Einstieg ist jeweils nur zum Wintersemester möglich. Alle Formulare ausgefüllt und nach mehreren Wochen wurde mein Antrag mit folgender Begründung abgelehnt:


    "Die derzeitige Ausbildung kann nicht als Teil der Erstausbildung berücksichtigt werden. Dies wäre nur dann der Fall, wenn das angestrebte Berufsziel mit dem bereits erworbenen Abschluss noch nicht erreicht wurde. Dazu muss das betreffende Kind spätestens im Folgemonat nach Abschluss des vorangegangenen Ausbildungsabschnitts eine entsprechende Absichtserklärung abgeben."
    - > bei meinen Studienkollegen wurden die Anträge teilweise akzeptiert
    - > Ich war im Jahr 2014 in Beratungen und dergleichen, leidglich meine verbindliche Anmeldung erfolgte nach telefonischer Abstimmung im Januar schriftlih im Mai.


    Habt Ihr noch Chancen oder Ideen für mich, wie ich das beweisen könnte? Ist das mit dem Folgemonat so rechtskräftig?
    Für Hilfe wäre ich super dankbar, bin auf ein wenig Unterstützung angewiesen =O^^ . Bis dann

  • Hallo,
    Ich würde Einspruch gegen den Bescheid einlegen. Du hast ja während deiner Ausbildung bereits die Weiterbildung angestrebt. Das würde ich als Begründung angeben. Vllt hast du ja Glück.
    Liebe Grüße

  • Hallo,


    vielen lieben Dank für diese Antwort. Denkt Ihr dass man zusätzliche Dokumente benötigt, um den Sachbearbeiter dort bei der Familienkasse zu überzeugen oder wird eine ausführliche Begründung mit der oben angegebenen Gründen ausreichen?


    Habt Ihr schon Erfahrungen mit dieser Ablehnung der Familienkasse gesammelt?


    Bis dann & liebe Grüße, Alex

  • So ganz verstehe ich das Problem nicht.
    Solange du unter 25, in Ausbildung bist und keine "schädlichen" Einkünfte beziehst,
    dürfte es doch kein Problem beim Kindergeld geben ?


    Lies mal hier :
    http://www.mystipendium.de/stu…ierung/kindergeld-studium


    mein Sohn hat eine 2. Ausbildung gemacht (nach abgeschlossener 1. Ausbildung) und auch für diese problemlos Kindergeld bekommen.


    Selbst wenn nun das Studium als eigene 2. Ausbildung angesehen wird, müßte hier noch Kindergeld fließen.
    Solange eben du keine schädlichen Einkünfte hast.

    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
    und der Anfang der Unzufriedenheit.

  • Hallo Nachtvogel,


    ich möchte dir gerne aufzeigen worin die Schwierigkeit besteht. "Schädliche Einkünfte" sind also Arbeitnhemergehälter, und dein Kind macht eine zweite Ausbildung. Ich habe aber eine abgeschlossene Berufsausbildung und arbeite Vollzeit und bezihe vollen Lohn. Jedoch ist durch das neue BFH-Urteil die Weiterbildung / Studium Teil der Erstausbildung,wodurch der Zusatzverdienst keine Rolle mehr spielt, die Familienkasse möchte mir das nur nicht anerkennen - trotz aller Belege, Stellungsnahmen, Schreiben von Arbeitsgeber, IHK, etc ....
    Ich werde Einspruch einlegen, jedoch mit welchen Dokumenten? Welche neue Aurgumente? Es steht mir eigentlich zu, jedoch sollte der Einspruch abgelehnt werden ahbe ich kein Geld für eine Klage vor dem Gericht ...


    Vielleicht habt ihr ja noch paar Tipps, wie der Einspruch zum Erfolg führt.
    Bis dann

  • nun ja, von dem das du nebenbei Vollzeit arbeitest, hattest du auch nichtx erwähnt.

    BFH-Urteil

    In dem du dich auf das Urteil berufst, dies zitierst.
    Wenn es nicht als Teil der Erstausbildung anerkannt wird, dann hast du keine Chance bei Vollzeitarbeit.


    Davon abgesehen, verdient man den als Bankkaufmann so schlecht das man aufs Kindergeld angewiesen ist ?

    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
    und der Anfang der Unzufriedenheit.