SGB XII provate KV soll durch Betreuungsverhältnis abgelöst werden

  • Hallo,
    wir diskutieren im Bekanntenkreis über folgenden Problemfall:


    • Eine Bekannte, ca. 50 Jahre alt, ist schwerbehindert und bezieht seit vielen Jahren Grundsicherung nach SGB XII
    • Sie ist seit dem 14. LJ bei den Eltern (ehemalige Beamte) mitversichert bei einer PKV
    • Dazu wird ihr vom Sozialamt ein monatlicher Zuschuss von ca. 80 EUR gewährt
    • Nach dem zu erwartenden Tod der schwer erkrankten, ca. 80-jährigen Eltern erlischt angeblich auch die PKV
    • Eine eigene Beitragzahlung dort in der Höhe von mind. 800 EUR monatlich würde vom Sozialamt nicht akzeptiert werden.
    • Die Sozialhilfe wird in Bayern gewährt, die Eltern leben noch in Schleswig Holstein, die Versicherung ist in Berlin.


    Fragen:

    • Muss das Sozialamt nicht ein Betreuungsverhältnis nach § 264 SGB V anmelden? Angeblich sei es dagegen wg. Schwerbehinderung mit permanenten hohen Kosten für die medizinische Betreuung.
    • Gibt es einen neutralen, gesetzlich vorgesehenen Anspruch auf seriöse, fachkundige, kostenlose Rechtsberatung für Grundsicherungsempfänger zwecks Vermeidung einer bevorstehenden Versicherungslosigkeit?


    Vielen herzlichen Dank bereits im Voraus für jede ernst gemeinte Stellungnahme!

  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

    Hartz 4 Rechner
    Berechen Sie Ihren Anspruch. Ist Ihr Hartz 4 Bescheid korrekt.

    Hartz 4 Antrag
    Wir helfen Ihnen bei Ausfüllen Ihres Hartz 4 Antrages.

    Hartz 4 Regelsatz
    Wie viel Hartz 4 steht Ihnen zu? Ist Ihr Bescheid richtig. Informieren Sie sich.

  • auf welcher Grundlage sollte sie sich auch privat versichern können? Wechsel in die GKV und gut ist...

    Die Grundlage für einen Wechsel in die GKV bei jemand, der 50 Jahre in der PKV war, musst Du mir mal erklären.

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • wenn die Betroffene nur über die Eltern (mit-)versichert ist und keine eigene Krankenversicherung hat, wird sie sich ja beim Ableben der Eltern selber versichern müssen. Wie soll sie sich denn privatversichern, wenn sie keine Beamtin ist und auch nicht oberhalb der Versicherungsfreigrenze verdient?

  • Für die GKV sehe ich eigentlich keinen Weg - wird m. E. wohl eher ein Betreuungsfall nach 264 SGB V.

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

    Hartz 4 Rechner
    Berechen Sie Ihren Anspruch. Ist Ihr Hartz 4 Bescheid korrekt.

    Hartz 4 Antrag
    Wir helfen Ihnen bei Ausfüllen Ihres Hartz 4 Antrages.

    Hartz 4 Regelsatz
    Wie viel Hartz 4 steht Ihnen zu? Ist Ihr Bescheid richtig. Informieren Sie sich.

  • Wenn sie bisher nur in der PKV versichert war, sehe ich auch keine Möglichkeit in die GKV zu wechseln. Alledrings sollte ein Wechsel in den Basistarif der PKV (§ 152 VAG) möglich sein, für den dann wegen der Bedürftigkeit nur der halbe Höchstbeitrag erhoben werden darf (§ 152 Abs. 4 VAG). Das ist deutlich güstiger als 800 € (derzeit mit PV knapp 400 €) und sollte vom Sozialamt nach § 32 Abs. 5 S. 1 SGB XII als angemessen anerkannt und übernommen werden.