Restanspruch auf ALG1 geltend machen direkt vor Ablauf der 4 Jahresfrist

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine relativ simple Frage, dennoch konnte ich bisher nirgends wo eine klare Antwort finden, hoffentlich kann mir hier jemand mit der Interpretation helfen oder hat Erfahrung mit diesem Grenzfall.


    Meine Situation:
    Ich habe 5 Jahre sozialversichert gearbeitet, bin unter 50 Jahre und erfülle somit die Anwartschaftszeit für 12 Monate Arbeitslosengeld.
    Ich habe das Arbeitsverhältnis aus persönlichen Gründen von meiner Seite aufgelöst und dafür eine 3 monatige Sperrfrist erhalten.
    Gesamtanspruch ist somit 9 Monate.


    01.04.2014 Arbeitslosengeld beantragt
    02.04.2014 Arbeitslosengeld abgemeldet - Anspruch erwirkt - Frist läuft somit bis März (April?) 2018


    11.05.15 Persönlich arbeitslos gemeldet und Arbeitslosengeld beantragt
    03.08.15 Arbeitslosengeld abgemeldet


    Restanspruch ist somit etwa 6 1/2 Monate.


    Nun zu meiner konkreten Frage:
    Momentan bin ich in den Staaten und es sieht momentan so aus, dass ich tatsächlich erst März 2018 zurück nach Deutschland komme. Wenn ich mich im März 2018 wieder arbeitssuchend in Deutschland melde, steht mir dann theoretisch der komplette Restanspruch von 6 1/2 Monaten zu, so dass ich bis etwa bis September Zeit hätte einen neuen Job zu finden?
    ODER
    Muss der Restanspruch innerhalb der 4 Jahresfrist bezogen werden, dass hieße ich müsste im Oktober 2017 zurück nach Deutschland kommen, um sicherzustellen, dass mir der Restanspruch zur Jobsuche zur Verfügung steht?


    Meine Interpretation von allem was ich gelesen habe ist Alternative 1, allerdings konnte ich wie oben erwähnt nirgends wo eine klare Aussage zu dem Thema finden. Hat hier jemand Erfahrung mit diesem Grenzfall?


    Besten Dank und Gruß,
    Paul

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  • M.W. ist die 4-Jahresfrist eine materielle Frist. Bedeutet: Ein einmal festgestellter Anspruch auf Arbeitslosengeld ist grds. nach 4 Jahren "komplett weg". Man hat 4 Jahre, in denen man die üblicherweise bis zu 12 Monate nutzen kann. Danach verfällt alles - seien es nun die vollen 12 Monate oder ein Rest davon.


    Die effektivste Vorgehensweise dürfe aber sein, die Agentur für Arbeit anzuschreiben und sich deren Auskunft schriftlich geben zu lassen. Es gibt gesetzliche Ausnahmen, die eine Fristhemmung auslösen könnten und ich bin defintiv hinsichtlich der Sozialversicherungsabkommen mit den USA nicht auf dem aktuellen Stand. Genug Zeit für eine förmliche Auskunft dieser Art besteht ja im geschilderten Fall.

  • Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich komme nicht ganz so schnell zu dem Beitrag zurück mit einem Update von meiner Seite. Ich habe wie von Ihnen empfohlen das Arbeitsamt direkt kontaktiert. Von der freundlichen Service-Hotline wurde mir mit Absicherung des Vorgesetzten mitgeteilt, dass die 4-Jahresfrist sich lediglich auf die Antragstellung bezieht, d.h. in meinem Fall kann ich meinen Antrag bis zum 31.03.2018 stellen. Sollte ich zu dem Zeitpunkt alle Voraussetzungen zur Arbeitslosigkeit erfüllen ist mein Restanspruch von 6 1/2 Monaten gültig ab dem Tag der Genehmigung.