Nachweis einkommen

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    • Nachweis einkommen

      Guten Tag,
      ich habe gerade ziemlich Zoff mit meinem Ex.
      Vorgeschichte... Er hat 2 Kinder mit2 verschiedenen Frauen. Hat angeblich jahrelang auf 450€ gearbeitet und somit keinen Unterhalt gezahlt.Seit 2 Jahren zahlt er mir nun freiwillig 200€ im Monat, ohne Berechnung.
      Nun habe ich ihm gesagt ich brauche bitte den Einkommensnachweis der letzten 12 monate da ich Bafög beantragen muss für die Tochter. Er ist der Meinung er muss mir gar nichts nachweisen, maximal dem Amt.
      Auf dem Jugendamt sagte man mir aber vor ein paar Jahren ICH habe alle 2 Jahre anspruch ...
      Also er muss mir den nachweis aushändigen.
      Ich habe ihm jetzt gesagt er hat mich lang genug durch den Dreck gezogen und ich werde die letzten 11 Jahre Unterhalt einfordern.
      Den Titel hat er ja unterschrieben...
      Kann mir jemand weiter hefen.
      LG Sylke
    • Das mit dem "Titel unterschreiben" kann schon richtig sein.
      Das Jugendamt (und nur so eins darf das, nicht jede beliebige Behörde) wird auf Bitte des Unterhaltspflichtigen tätig und beurkundet nur eine Erklärung des Pflichtigen. Man geht zum Jugendamt und bittet um Erstellung einer Unterhaltstitels. Das Jugendamt erstellt dann diese Urkunde mit dem von Pflichtigen genannten Betrag (das Jugendamt rechnet dabei nicht). Der Pflichtige unterschreibt diese.
      Aus dieser beurkundeten Erklärung wird dann ein vollstreckbarer Titel.
      Weitere Infos in § 59 und 60 SGB VIII.
    • Für 11 Jahre Unterhalt nachfordern könnte schwierig werden.
      Wenn man lange nicht unternommen hat zur Beitreibung des Unterhaltes oder den Vater nicht wenigstens schriftlich aufgefordert hat Zahlungen zu leisten, könnte hier die Verwirkung greifen.
      Daher würde ich vor evtl Vollstreckungsversuchen einen Anwalt befragen oder falls das Kind noch minderjährig ist das Jugendamt.

      Bei Pfändungen sind die Lohnpfändung (sofern Du den Arbeitgeber kennst) oder die Kontopfändung (sofern Du sein Konto kennst) am besten, hierbei auf dem Antrag auf Pfändungs- und Überweisungsbeschluss auf jeden Fall die
      Pfändung nach § 850 d ZPO beantragen, dies führt zu geringeren Pfändungsfreibeträgen speziell bei Unterhaltsschulden. Die Vordrucke findet man online beim Bundesmin. für Justiz.

      Sollte Dein Kind bereits volljährig sein muss es das allerdings alles selber machen und dann hätte auch nur Dein Kind den Auskunftsanspruch ggü. seinem Vater.
    • Für das BAföG brauchst du aber nicht das Einkommen der letzten 12 Monate sondern die "aus dem vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes"
      Beginnt der Bewilligungszeitraum in 2017 sind die Nachweise aus 2015 nötig und zwar vom 01.01. - 31.12.
      Gruß Sandy


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      Eine Lösung hatte ich, aber sie passte nicht zum Problem

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