ü25- arbeitsunfähig- wohnhaft bei den Eltern- Bedarfsgemeinschaft oder Hilfsgemeinschaft?

    • ü25- arbeitsunfähig- wohnhaft bei den Eltern- Bedarfsgemeinschaft oder Hilfsgemeinschaft?

      Hallo.. ☺
      Also meine Situation erscheint mir etwas kompliziert, aber ich hoffe bei euch Rat zu finden.
      Deswegen hoffe ich mal, dass keine doofen Kommentare kommen..

      Also ich werde im Oktober 25 und wohne noch zu Hause und habe vorerst auch nicht vor auszuziehen.
      Zur Zeit bzw seitdem ich krank bin (zu erst psychisch und nun auch körperlich) beziehe ich keinerlei Einkünfte von diversen Ämtern.

      Laut denen verdient mein Vater alleine zu viel, dabei wurden noch nicht mal meine Mama mit ihrer Rente und mein Bruder mit seinem Einkommen berechnet. Das war der Stand 2011/2012 bzw auch 2015 oder 2016.

      Beim letzten Besuch war mein Vater alleine da, weil ich aus gesundheitlichen Gründen nicht konnte.. Auf jeden Fall meinte die Dame dort, dass ich einen Antrag auf H4 stellen kann, sobald ich 25 werde, weil dann mein Papa nicht mehr unterhaltspflichtig ist oder so ähnlich und ich ja auch krankenversichert werden muss (zur Zeit bezahlen meine Eltern meine Krankenversicherung).

      Hat vielleicht jemand so eine ähnliche Situation (gehabt) und weiß, ob das auch stimmt?!
      Ich denke mal, dass ich auf Grund meiner Erkrankungen sicherlich dem Medizinischen Dienst vorgestellt werde, da ich ja nicht arbeitsfähig bin und es sich bis dahin auch sicherlich nicht ändern wird (außer es passiert ein Wunder).

      Ich hoffe, die Frage kommt nichr doof, aber weiß jemand auch wie das dann finanziell läuft?
      Bekommen meine Eltern einen Mietzuschuss für mich, wenn das wirklich mit dem H4 ab 25 stimmt?
      Oder zähle ich mit meinen Eltern als eine Hilfsgemeinschaft?

      Und wie viel € Leistungen würden mir zu stehen?

      Tut mir leid, dass ich so doof frage, aber ich kenne sonst niemanden in dieser Situation.
      Ich bedanke mich schon mal für Antworten ☺
    • Bis zum 25. Lebensjahrs seid ihr eine Bedarfsgemeinschaft.
      Mit Vollendung 25. Lebensjahr seid ihr dann nur noch eine Haushaltsgemeinschaft.
      Heißt du kannst für dich allein ALGII beantragen.

      Wie sind den die Wohnverhältnisse ?
      Mietwohnung, Eigenheim ?

      Bei einer Mietwohnung kannst du anteilig deinen Mietanteil bekommen.
      Wohnst du also mit den Eltern alleine, 3 Personen, ist 1/3 dein Mietanteil den du bekommen kannst.
      Kaltmiete plus Nebenkosten. Je nach Miethöhe kann sie nach -bis zu 6 Monaten- auf die angemessene Miete reduziert werden.
      Angemessene Miete bedeutet, sind bei euch z.B. 450 Euro für 3 Personen angemessen,
      ihr zahlt aber 600 Euro Miete, würden anfangs 200 Euro übernommen werden und später auf 150 Euro reduziert werden.
      Da die Mietangemessenheit nach Wohnort schwankt, kann dir das dein zuständiges Jobcenter sagen.

      Beantrage früh genug. Erstantrag, noch dazu mit deiner Krankheitsgeschichte, kann sich etwas in die Länge ziehen.
      Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
      und der Anfang der Unzufriedenheit.
    • Alba schrieb:

      Angesichts der geschilderten Umstände dürfte es eine Überlegung wert sein, einen Antrag beim örtlichen Amt für soziale Sicherung (SGB XII) zu stellen und nicht beim Jobcenter.
      Nö, der Antrag ist auf zwingend auf jeden Fall erst beim JC zu stellen - eine Prüfung der Erwerbsfähigkeit und ggfls. Weiterleitung an das Sozialamt erfolgt dann von dort...
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)

      Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: sozialhilfe24.de/forum/thread/…zung-des-forums-hinweise/
    • gfr schrieb:

      Alba schrieb:

      Angesichts der geschilderten Umstände dürfte es eine Überlegung wert sein, einen Antrag beim örtlichen Amt für soziale Sicherung (SGB XII) zu stellen und nicht beim Jobcenter.
      Nö, eben nicht zwingend. Der Antrag ist auf zwingend auf jeden Fall erst beim JC zu stellen - eine Prüfung der Erwerbsfähigkeit und ggfls. Weiterleitung an das Sozialamt erfolgt dann von dort...
      Nö. Es gab mindestens zwei vorangegangene Kontakte mit den Ämtern und die Attest- und Gutachtenlage ist unbekannt.
    • Wenns was gäbe, dass er erwerbsunfähig ist, wäre das Sozialamt schon längst zuständig. Da gibt es so eine U25 Regelung nicht. Ich sehe es wie gfr.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Turtle1972 schrieb:

      Wenns was gäbe, dass er erwerbsunfähig ist, wäre das Sozialamt schon längst zuständig. Da gibt es so eine U25 Regelung nicht. Ich sehe es wie gfr.
      So läuft es in der Praxis nicht.

      • Wenn das eine Optionskommune ist, könnte es sogar eine gemeinsame Anlaufstelle für die Erstberatung gegeben haben. Bei einem regulär organisierten Jobcenter prüft im wirklichen Leben aber auch Niemand in der Eingangszone oder Leistungssachbearbeitung (!) mit Verfahren gemäß FH zu § 44a, ob Erwerbsunfähigkeit vorliegt (oder bestellt gar ein Gutachten), wenn der Leistungsanspruch ohnehin evident aufgrund fehlender Hilfebedürftigkeit bereits ausgeschlossen ist. Falls die Familie nicht gerade ausdrücklich auf einer Verbescheidung bestanden haben, sind sie im Regelfall schlicht wieder nach Hause geschickt worden nach einer Daumenpeilung zur Einkommenshöhe.
      • Falls das Jobcenter alleinzuständig wäre für die Feststellung der Erwerbsunfähigkeit, hätten wir außerdem gleich zwei mal grundlegende Beratungsfehler: denn im SGB XII gibt es keine U25-Regelung. Dann hätte das Jobcenter 2011 wie 2015 eigentlich ja zwingend die Erwerbsunfähigkeit prüfen müssen, um knopff nicht seinen gesetzlichen Anspruch beim Sozialamt zu nehmen. Alternativ: Wieso wurde bei Arbeitsfähigkeit ohne Hilfebedürftigkeit nicht zur AV der Agentur weiterverwiesen? Wenn knoppf aber bei der Agentur war gilt: was hat die Agentur festgestellt bei ihrer Begutachtung? Was auch immer es war - das ist eine "Begutachtung durch die Agentur für Arbeit" im Sinn des § 44a SGB II, falls es stattgefunden hätte.
      • Sachverhalt: knopff ist fast 25, wohnt noch bei seinen Eltern und scheint seit mindestens 2011/2012 bereits arbeitsunfähig aus psychischen und nun auch körperlichen Gründen zu sein. Das sind 6 oder mehr Jahre. In der Zeit geht es üblicherweise in Kliniken, Reha etc. Da kann es z.B. durchaus auch ein Gutachten der DRV geben. Daneben dürfte es eigentlich eine lange Liste von Attesten und Gutachten gegeben haben. 6 Jahre psychisch bedingte AU ohne dass der Ärztliche Dienst eingeschaltet wurde? Eher selten.

      • 6 Jahre sind viel zu viel Zeit für ein einfaches zu Hause sitzen. Das reicht in dem Alter üblicherweise für chronische Erkrankung und den Schwerbehindertenstatus, Klinik- oder Rehaklinikaufenthalt etc. Da erfolgen soziale und rechtliche Beratungen, gerade auch in den Kliniken.
    • Wir stimmen überein, aber irgendwie kommst du zu einem falschen Ergebnis.

      Das JC lässt keine Erwerbs(un)fähigkeit prüfen, wenn kein Leistungsanspruch vorliegt. Wieso also sollte das Geschehen sein.

      Er wurde wieder weggeschickt, korrekt. Anzeichen dafür, dass bis heute die DRV Erwerbsfähigkeit nicht geprüft hat und daher als erstes das JC zuständig ist, das bei Zweifel dann das Verfahren nach 44a einleitet.

      Wie soll das Sozialamt, das definitiv eine Feststellung der DRV benötigt, hier zuständig sein?
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Es gibt auch kein Anzeichen dafür, dass die DRV nicht geprüft hat und es wäre auch gar nicht nötig.

      § 44a erfordert eine Begutachtung durch die Agentur. Das meint nicht "durch die Agentur per Jobcenter". Ein Gutachten der Agentur reicht genauso.

      Es ist in solchen Fällen aber in praktischer Hinsicht in solchen Fällen "verdammt wahrscheinlich", dass im Alter zwischen 18 und 25 die Agentur nicht mit der Sache befasst war.

      Klar kann es theoretisch auch sein, dass knopff seit 6-9 Jahren untätig zu Hause rumsitzt ohne dass seine Eltern oder er selbst je irgendwelche Bemühungen ergriffen haben, eine Behörde einzuschalten oder irgend etwas zu veranlassen, damit er eine z.B. Reha, einen Schwerbehindertenausweis und vor allem eine Ausbildung oder einen Job bekommt.

      Aber das ist im wirklichen Leben nicht gerade häufig. In den meisten dieser Fälle landet die Familie irgendwann bei der Agentur und mit der Vorgeschichte folgt sofort die besagte Begutachtung.

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