Standard Vater verdient zuviel für Studi-BAföG, MUSS er zahlen?

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    • Standard Vater verdient zuviel für Studi-BAföG, MUSS er zahlen?

      Hallo liebes Forum,


      ich studiere seit Oktober Soziale Arbeit in Hamburg und habe (leider
      verspätet) im November BAföG beantragt. Ich (26) wohne mit meiner Mutter
      zusammen, zahle ihr eine Mietpauschale von 200€ im Monat und verpflege
      mich selbst.


      Kontakt zu meinem Vater besteht keiner. Wir sind in keinem positiven Verhältnis zueinander.
      Nach langem (LANGEM) warten und hin und her hat das Studierendenwerk
      meinen Vater dann ausfindig gemacht und ihn aufgefordert, seine
      Einkünfte offenzulegen. Nach weiterem langem hin und her ist das jetzt
      alles geklärt und ich habe meinen BAföG Bescheid bekommen: 35€ steht mir
      vom BAföG-Amt zu, da mein Vater etwas über 3300,- Brutto verdient.
      Meine Mutter verdient nicht annähernd genug (etwa 800€).


      Nun ist in dem Bescheid angedeutet, dass ich meinen Vater um Zahlung
      bitten soll, mit Frist von 14 Tagen, und das Amt dann darüber informiere
      ob er mich unterstützt oder sich weigert. Ich habe halt auch schon
      einen Vorschuss von 800€ bekommen, den ich zurückzahlen muss.


      Meine Frage ist jetzt ob er mich unterstützen MUSS, ob er will oder
      nicht? Ich habe ein bisschen rumgeforscht im Internet und meine jetzt
      dass er das muss, wenn er es nicht tut kann ich Vorrausleistung
      beantragen und das Amt holt sich das Geld von ihm wieder. Stimmt das so?


      Wenn er nämlich nicht verpflichtet ist mich zu unterstützen und das Amt
      mir auch kein BAföG zahlt, kann ich mein Studium abbrechen und Hartz IV
      beantragen gehen oder eine ungelernte Zeitarbeit-Vollzeitstelle
      annehmen.


      Falls ich etwas wichtiges vergessen habe aufzuführen, bitte einfach sagen.


      Vielen Dank für eure Hilfe. Ich habe wirklich Bammel gerade mein schönes
      Studium um das ich jahrelang gekämpft habe aufgeben zu müssen.


      mangoman
    • Nein, also mein Vater hat als ich 18 war die Unterhaltszahlungen eingestellt, von sich aus, weil er angeblich kein Geld mehr verdient, todkrank ist und solche anderen Lügen. Meine Mutter war gutgläubig und ich habe da auch nichts gerichtlich unternommen.

      Habe bis 20 in sinnlosmaßnahmen vom Jobcenter rumgehangen und eine Ausbildung angefangen (halbes Jahr) diese aber abbrechen MÜSSEN. Von meinem Vater sah ich da auch keinerlei Unterstützung. Danach habe ich Mittlere Reife und Abitur nachgeholt und dann eben das Studium begonnen.
    • mangoman schrieb:

      Nein, also mein Vater hat als ich 18 war die Unterhaltszahlungen eingestellt, von sich aus, weil er angeblich kein Geld mehr verdient, todkrank ist und solche anderen Lügen. Meine Mutter war gutgläubig und ich habe da auch nichts gerichtlich unternommen.

      Habe bis 20 in sinnlosmaßnahmen vom Jobcenter rumgehangen und eine Ausbildung angefangen (halbes Jahr) diese aber abbrechen MÜSSEN. Von meinem Vater sah ich da auch keinerlei Unterstützung. Danach habe ich Mittlere Reife und Abitur nachgeholt und dann eben das Studium begonnen.
      Alles gut und schön, aber genau DAS bedeutet, dass es noch einen Unterhaltsanspruch gegen kann und Du Dich deshalb wie ein Erwachsener um die Geltendmachung Deines Unterhalts kümmern musst. In Hamburg gibt es statt Beratungshilfescheinen eine öffentliche Rechtsberatung falls Du mittellos sein solltest, also leg mal los.

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