Arbeit die arm macht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Für ein Aushilfsjob, denn nicht anders wurde bezahlt, 24 km Arbeitsweg, das ist viel. Hätte ich vielleicht gar nicht gemacht.

      So, wie die junge Frau in dem Artikel beschrieben wurde, läßt sich sicher was machen, um erst einmal in Arbeit zu kommen.

      Ich meine, Leipzig ist ja nicht sooooo weit. Da sollte sich was finden lassen. Und mit Hilfe von außen wird das sicher gehen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Ein dämlicher Artikel. Weswegen hat sich Frau denn verschuldet? Weil das JC zuviel Einkommen angerechnet hat? Weil es die Fahrtkosten nicht in voller Höhe berücksichtigt hat, da es bei 450 Euro Jobs nur den Grundfreibetrag gibt? Ich kann es nicht erlesen. Wenn es Letzteres ist, dann kann das JC dafür gar nichts, es hat das Gesetz nunmal nicht gemacht.

      Und wenn das Kind tageweise beim Vater ist, dann ist es nunmal eine temporäre BG und sie kann keinen Regelsatz für 30 Tage im Monat fordern, wenn das Kind z. B. nur 20 Tage da ist.

      Ich kann nichts ungewöhnliches erkennen.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Der Artikel enthält soweit ersichtlich viele "alternative Fakten". ;)

      Wenn man zwischen den Zeilen liest, merkt man, dass vieles verdreht dargestellt wird, damit es schlimmer und mitleiderregender klingt, als es ist und die Mitverantwortung und die vielen Fehlentscheidungen und Unmotiviertheiten der jungen Frau im Lauf Ihres Lebens außer Acht bleiben.

      Beispiele:
      Das Kind kommt erst in die Schule, bedeutet "eigentlich", dass die gute Frau vsl noch einen erheblichen Mehrbedarf für Alleinerziehende hat.

      Die Frau wohnt in Geithein im Landkreis Leipzig. Das ist vom Preisniveau her sehr günstiges "Hinterland". Das sind die 409 Euro Regelbedarf für die gute Frau einiges mehr wert an Kaufkraft als in den Ballungsgebieten.
      Die Mieten sind minimal. Da bekommt man für 350 Euro inkl NK realistisch eine 60 Quadratmeterwohnung.

      "Komisch irgendwie" ist auch die Geschichte mit dem Kindesvater. Der hat zwar nur tagesweise Umgang und soll keine Sozialleistungen beziehen. Bedeutet aber "eigentlich" dass er Unterhalt zahlen müsste. Bei 342 Euro Mindestunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle plus hälftigem Kindergeld wäre das gar nicht so einfach, dass das Kind da überhaupt noch einen Bedarf hat, der beim Aufenthalt beim Papa wegfallen kann.

      Ebenfalls aufgebauscht klingt die Sache mit dem Minijob. Selbst wenn die junge Frau nur rd. 380 Euro aus Ihrem Minijob bekommen hätte wären das schon 156 Euro Freibetrag. Da kann man im Landkreis Leipzig schon sehr sehr weit fahren mit dem MDV. Nennenswerte Verluste dürfte sie aufgrund der Arbeit jedenfalls nicht gehabt haben. Auffällig auch die Formulierung zur Beendigung des Minijobs. Sie ist "ausgeschieden". Auffällig unpräzise und das wiederum verwendet man bei Schönfärberei recht gern, wenn man "ist gekündigt worden" meint.

      Dazu kommt fehlendes Mitdenken bei der Jobsuche. Es gehört leider schon einiges dazu, einen Minijob anzunehmen, ohne einen Gedanken darauf zu verschwenden, wie man da hin kommt und ohne es mit dem Jobcenter vorab zu klären.

      An ihren momentanen Wohnort kam sie, weil sie wild in die Kleinstadt zog, in die zuvor ihr Vater gezogen war. Beim üblichen Prozedere eines Umzugs mit Jobcenter steht vorab fest, ob die Kaution übernommen wird. Also hat sie sich auch hier nicht vorab drum gekümmert, obwohl ihr Vater schon vor Ort war und sie das damit deutlich einfacher als andere Leute in derartigen Umzugssituationen hätte klären können.

      Ausbildung hat sie keine. Gleich zwei Arbeitsstellen soll sie direkt in den ersten vier Monaten "wegen eines Autounfalls" verloren haben. Danach hat sie sich keine Lehrstelle mehr gesucht, obwohl sie über Jahre der Ehe, Kindererziehung und Angehörigenplege jede Gelegenheit dazu gehabt hätte. Abgesehen davon hat sie Altenpflegeerfahrung. In der Branche gibt es Ausbildungsplätze und Plätze für ungelernte Kräfte und als Azubi hätte sie immer noch mehr Geld als bisher.

      Papa der Frau wohnt vor Ort, aber soll angeblich finanziell nicht im geringsten Helfen, wenn es ihr dreckig geht.

      Stromschulden hat sie aufgehäuft, Stromsperre stand bevor, aber Darlehen vom Jobcenter hat sie sich keines organisiert. Vorher drum gekümmert hat sie sich auch nicht.

      Es gibt noch einiges, was man hier grübeln kann.
    • Spejbl schrieb:

      Das ist das Eine. Wobei sich mir hier die Frage danach stellt, in welcher Absicht solche Artikel ergehen.

      Ist wie fast überall, denn die Medien sind ein Meister in der Manipulation. Diesmal gegen ein JC. Komm liebes Volk, friiiß...
      Üblicherweise geht es um Geld - Verkaufs- und Werbeerlöse.

      Teils geht es um das Verbreiten und propagieren von politischen Botschaften (="öffentliche Meinungsbildung"). Das können "große" Ziele sein, es können "kleine" Ziele sein (z.B. das Schicksal einer Einzelperson wird zum Brennpunktder dahinter stehenden allgemeinen politischen Auffassungen)

      Die Bildzeitung als klassisches Beispiel arbeitet z.B. - wie die Boulevardpresse ansonsten fast ausnahmslos auch - über den Appell an niedere Instinkte und will natürlich ihre Umsätze optimieren. Gleichzeitig war die Bild allerdings Jahrzehnte lang auch das politische Sprachrohr von Axel Springer.

      Natürlich stehen dahinter auch oft noch weitere - teils durchaus noble- Ziele, oft gemeinsam als Bündel.

      Artikel, bei denen es um eine möglichst neutrale Darstellung einer Geschichte mit dem Bemühen um wertungsfreie "Wahrheit" geht, finden sich allerdings so gut wie nie in der Alltagspresse- oder wenn dann nur über sehr einfache Zusammenhänge. Die "Wahrheit und nichts als die Wahrheit" verkauft sich nun einmal nicht gut.
    • Neutral sind die Berichte in den meisten Fällen nicht. Und es werden, mit welcher Absicht auch immer, Ressentiments geschürt.

      Eben "Meinungsmacher". Nicht nur die "Privaten". Gerade auch bei denn Öffentlichen. Ob Print, Hörfunk, TV oder Social Media, das ist egal. Will man einigermaßen objektiv sich eine Meinung bilden, muß man selber recherchieren.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      Neutral sind die Berichte in den meisten Fällen nicht. Will man einigermaßen objektiv sich eine Meinung bilden, muß man selber recherchieren.
      HI,

      das ist das Schöne.
      jeder hat die Möglichkeit, sich aus verschiedenen Quellen ein eigenes differenziertes Bidl der Dinge zu erstellen. Nur diejenigen, die damit überfordert sind, finden Ansichten, die ihnen nicht gefallen und schimpfen dann über die "Lügenpresse".