Freibetrag auf Erwerbseinkommen

  • Hallo,
    ich habe mal wieder eine Frage und bräuchte eine kleine Hilfe.


    Meiner Frau mussten mit dem Januar Lohn Überstunden ausgezahlt werden, die nicht unerheblich waren.
    Kann es sein, das der Freibetrag trotzdem der selbe ist wie die Monate vorher und danach ohne diese bezahlten Überstunden? Ist es richtig, das die kompletten Überstunden bis auf den Cent zurückgezahlt werden müssen?
    Ich dachte immer es wird Prozentual angerechnet und nciht Pauschal!?


    Ich konnte leider keinen Freibetrag Rechner finden, bezw findet sich der eine in Wartungsarbeiten.


    Vielen dank für jede Antwort und Hilfe!
    M.

  • kommt drauf an, wie hoch der Lohn ohne die Abgeltung der Überstunden ist.


    Freibeträge werden auf das Brutto berechnet. Bei einem Bruttoeinkommen von 1200 Euro (bzw. 1500 Euro bei Kindern) ist der Freibetrag ausgeschöpft.
    Steht für das zusätzliche einmalige Einkommen (die Abgeltung der Überstunden) kein Freibetrag mehr zur Verfügung, wird es voll angerechnet.


    Führt das zu einem Leistungswegfall, wird das Einkommen ab dem auf den Zuflussmonat folgenden Monat auf sechs Monate aufgeteilt und jeweils ein Sechstel angerechnet.

  • Das ist überhaupt nicht strittig, denn die Rechtslage hat sich zum 1.8.16 geändert. Das BSG Urteil ist überholt.


    In § 11 Abs. 3 SGB II steht jetzt:


    Zitat


    Zu den einmaligen Einnahmen gehören auch als Nachzahlung zufließende Einnahmen, die nicht für den Monat des Zuflusses erbracht werden.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Guten Morgen und vielen Dank für die Antworten ...


    .. und das heißt jetzt was genau?


    Meine Frau muss jetzt aufzeigen wann die Überstunden usw erbracht wurden? Kommt dann nicht auch plus / minus null raus?


    Vielen dank für die Hilfe!
    M.

  • Das ist überhaupt nicht strittig, denn die Rechtslage hat sich zum 1.8.16 geändert. Das BSG Urteil ist überholt.

    https://dejure.org/gesetze/SGB_II/11.html


    Ja, ist so. Auch hier haben wir wieder eine Tatsache, wie wir sie auch aus dem Steuerrecht kennen, daß durch den Gesetztgeber verbraucherfreundliche Rechtssprechung durch "Novellierung" von Gesetzen ausgehebelt werden.


  • Auch hier haben wir wieder eine Tatsache, wie wir sie auch aus dem Steuerrecht kennen, daß durch den Gesetztgeber verbraucherfreundliche Rechtssprechung durch "Novellierung" von Gesetzen ausgehebelt werden.

    Was ist das denn für ein verqueres Denken?
    Der Gesetzgeber als gewählter Vertreter des Volkes hat die Rahmenbedingungen zu bestimmen und er entscheidet darüber. Nicht die Gerichte...

  • Wenn das so einfach wäre, bräuchten wir keine Gerichte. Bekannt ist ja, daß gerade durch Gerichte Gesetzte schon gekippt wurden. Eben, weil der Gesetzgeber oft laienhaft voging und Minimum handwerkliche Fehler beging.


    O.k., dann stellt sich heraus, huhuhuuu, da muß was geändert werden. Schließlich soll nicht so viel Geld unters Volk.


    Und so verquer ist das Denken nicht. Es ist Praxis.