Mietminderung der Warmmiete - Frage bzgl. Nebenkostennachzahlung

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    • Mietminderung der Warmmiete - Frage bzgl. Nebenkostennachzahlung

      Hallöchen,

      ich habe folgende Frage:

      Ich habe bei meinen letzten Nebenkostenabrechnungen (zuletzt die von 2014 glaub ich) immer ein Guthaben erhalten, dass ich auch ohne Einwände dem Jobcenter mitgeteilt habe, damit die das verrechnen.
      Nun ist es so, dass mein Vermieter meine Warmmiete gemindert hat, weil ich ja, da ich immer ein Guthaben um die 400€ erhalten habe, zu viel Warmmiete bezahlt habe.

      Meine Frage ist jetzt, was passiert, wenn ich in zwei Jahren bei meiner Nebenkostenabrechnung von 2016 plötzlich eine Nachzahlung habe, aber nicht mehr hilfebedürftig bin, und eigentlich garnichts mehr
      mit dem Jobcenter zu tun habe. Ich gehe davon aus, dass das Jobcenter dann diese Nachzahlung nicht erstatten wird, weil ich dann ja nicht mehr hilfebedürftig bin.
      Würde ich hingegen jetzt bei meinem Vermieter anrufen und verlangen, dass man meine Warmmiete wieder erhöht wird, gehe ich davon aus, dass sich das Jobcenter beschwert, und fragt, warum ich
      plötzlich nach 3 Monaten niedrigerer Miete wieder eine höhere Miete habe.

      Man kann natürlich argumentieren, dass ich ja dann die Leistungen des Staats nicht mehr benötige, um die Nachzahlung zu bezahlen, dennoch habe ich ja rückwirkend eigentlich zu wenig
      Leistungen bekommen, und mir ist unklar, ob das dann so gesetzlich konform und richtig ist/war.

      Vielen Dank im vorraus für eure Hilfe :)

      PS: Irgendwie wirkt es auf mich so, als wäre diese Sache von Jobcenter und Vermieter miteinander abgesprochen, um dem Jobcenter Geld zu sparen, aber ich will lieber keine Verschwörungstheorien in die Welt setzen ;)
    • Du kannst quasi durch höhere Nebenkosten kein Geld ansparen. Noch dazu das Geld vom Jobcenter. Es ist immer der aktuelle Verbrauch abzurechnen. Du verbrauchst weniger, also zahlt das JC weniger. Solltest du nächstes Jahr auch Geld zurück bekommen und bist nicht mehr im Bezug, kannst du es ja auch behalten. Wenn du allerdings nachzahlen musst, ist das dann auch dein Bier. Das hat mit abgesprochen nichts zu tun. Du verbrauchst weniger also musst du weniger bezahlen. Ist bei jedem Otto-Normalverbraucher auch so. Ich bekomme jedes Jahr Heizkosten zurück und jedes Jahr werden meine Nebenkosten angepasst.
    • Birgit63 schrieb:

      Ich bekomme jedes Jahr Heizkosten zurück und jedes Jahr werden meine Nebenkosten angepasst.
      Cool, dann bist Du irgendwann bei NULL :whistling:
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)

      Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: sozialhilfe24.de/forum/thread/…zung-des-forums-hinweise/
    • Quatsch natürlich nicht. Aber ich wollte nur deutlich machen, dass die Wohnungsgesellschaften oder auch -genossenschaften es oft so machen, dass die Heizkosten höher sind und dann bei Rückzahlungen angepasst werden. Ich kenn im Bekannten- und Freundeskreis viele solcher Geschichten. Die Wohnungsgesellschaften wollen ihrem Geld nicht hinterher laufen. Deshalb ist die Nebenkostenvorauszahlung oftmals am Anfang zu hoch.
    • Ja, die reinste Verschwörung!!!!! So ein Quatsch. Der Vermieter passt schlichtweg nach § 560 Abs. 4 BGB die Vorauszahlungen auf eine angemessene Höhe an, der eben dein Verbrauch im Vorjahr zugrunde liegt.

      Wieso sollte sich dein Vermieter auf höhere Vorauszahlungen einlassen, wenn die Abrechnung ergeben hat, dass du für viel weniger Heizkosten verbraucht hast? Das wäre dann eine Verschwörung gegen das Jobcenter, damit du, wenn du nicht mehr im ALG 2 bist, ein schönes, fettes Guthaben bekommst, das das Jobcenter bezahlt hat!

      So würde ein Schuh aus der Verschwörungstheorie. Denn das ist doch anscheinend deine Absicht.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Hi, Baumkuchen!

      Eine Verschwörung zwischen Jobcenter und Vermieter kannst Du ziemlich sicher ausschließen. Für solche Aktionen haben die Mitarbeiter der JC im Zweifel keine Zeit.

      Aufgrund der regelmäßigen Absenkung der Betriebskostenvorauszahlungen vergrößert sich in der Tat die Wahrscheinlichkeit, dass Du im nachfolgenden Jahr mit einer Nachzahlung rechnen musst. Solange Du im Leistungsbezug bleibst, kann Dir das herzlich egal sein.
      Wenn Du jedoch aus dem Leistungsbezug ausscheidest (was Dir zu wünschen ist), bleiben die Kosten der eventuellen Nachzahlung aber tatsächlich an Dir hängen. Denn Du bist zum Zeitpunkt der Abrechnung ja nicht mehr hilfebedürftig.

      Deshalb solltest Du darauf bedacht sein, dass Dein Vermieter zukünftig keine Kürzungen der Betriebskosten mehr vornimmt. Dies gilt besonders für die Abrechnung, die für das Jahr 2015/2016 mit dem außergewöhnlich milden Winter ansteht. Denn da ist ein höherer Verbrauch für diesen Winter ja vorprogrammiert, selbst wenn die Energiekosten je Einheit nicht steigen sollten.

      Setze Dich einfach rechtzeitig mit Deinem Vermieter in Verbindung und weise ihn darauf hin, dass Du zukünftig keine Absenkung der Vorauszahlungen anlässlich der Abrechnungen wünschst. Im Gegenteil: Eine moderate Erhöhung, die zukünftige Preissteigerungen beinhaltet, lässt sich im Zweifel auch rechtfertigen.

      Eine Erhöhung der laufenden Vorauszahlungen sehe ich jedoch kritisch. Da würde ich die Finger von lassen.
    • Ein Wunder, dass du nicht dazu rätst, mal zwischenzeitlich einfach so 300 Euro an den Vermieter zu zahlen. Das Jobcenter muss die doch erstatten, nicht wahr, Hr. phillip?!

      Im Übrigen kann man auch durch die Nachzahlung wieder hilfebedürftig werden. Dann eben nur in dem einen Monat und in Höhe des Bedarfs, der mit der Nachzahlung unter Anrechnung vorhandenen Einkommens nicht gedeckt ist.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Hallöchen nochmal,

      erstmal vielen Dank Birgit63 und CoolAndThePaeng für die hilfreichen Antworten.

      In diesem Sinne möchte ich gerne daraufhinweisen, wie toll ich es finde, wenn jemand seine Freizeit opfert, um anderen Leute hier im Forum zu helfen, wenn es denn auch helfen ist. Turtle1972 scheint ja in jedem Besucher gleichen einen "Sozialschmarotzer" zu sehen... zumal ich nicht mehr arbeitslos bin, sondern meine Partnerin, die sich in Elternzeit befindet... ich bin nur in der BG...

      Ich meine es ist doch so... Angenommen ich bin in 2 Jahren nicht mehr hilfebedürftig, dann hätte ich für den Fall, dass mein Vermieter meinen Warmmietenabschlag nicht gemindert hätte, rückblickend mehr Leistungen erhalten, als jetzt, wenn er die Warmmiete gemindert hat.
      Das bedeutet doch, dass es im Endeffekt vom Zufall abhängig ist, welche Leistungen ich vom Jobcenter erhalte. Und das wäre ja dann schon etwas, was eigentlich nicht sein sollte, dann könnte man gleich die Hartz IV Sätze auswürfeln... Bezüglich Gleichheitsgrundsatz wäre das dann doch auch ein juristisches Problem, hat man Glück, und ein Vermieter bleibt bei hohen Abschlagszahlungen bekommt man mehr als jemand, der einen niedrigen Abschlag zahlt und womöglich noch nachzahlen muss.

      Weiterhin finde ich es auch legitim zu hinterfragen, warum mein Vermieter jetzt nach drei Jahren meint, er müsste die Warmmiete mindern (was er nicht muss, wenn man mehr zahlt, ist das für ihn sogar sicherer und mit weniger Verwaltungsaufwand verbunden) statt mir wie bisher einfach die überzahlten Nebenkosten zu überweisen (die ich dem JC melde). Wenn jobcenter sparen sollen und mit einer Absprache mit einem Vermieter Millionen sparen können, warum sollte das nicht auch möglich sein?

      @Turtle1972: An die Sache mit dem Guthaben hab ich zwar nicht gedacht, aber genauso wie man bei einem hohen Abschlag womöglich ein Guthaben bekäme, wenn man zwischenzeitlich nicht mehr auf Leistungen angewiesen ist, so wird sicherlich aber auch eine Nebenkostenerstattung angerechnet wenn man arbeitslos wird und die Rückzahlung aus einer Zeit stammt, in der man nicht arbeitslos war.

      Es geht mir lediglich darum, ob das so richtig ist... Seltsam und dämlich finde ich die gesamte Regelung... Natürlich stimmt das mit dem Guthaben, theoretisch müsste man das, wenn man aus der Arbeitslosigkeit kommt, auch zurückzahlen... warum das nicht so ist, dafür kann ich nix...
      Ich versuch das jetzt nur zu verstehen und mich nicht für blöd verkaufen zu lassen... Ich hatte schon mehrmals Fälle wo das JC das versucht hat, am Ende war es immer ohne gesetzliche Grundlage und ich hab am Ende recht bekommen...
    • Was wilst du jetzt? Du hattest Guthaben von 400 Euro, das sind 33 Euro im Monat, die der Vermieter zuviel bekommen hatte. Damit waren die Vorauszahlungen nicht mehr angemessen und der Vermieter ist seiner in § 560 BGB verankerten Pflicht nachgekommen! Nichts weiter. Er wird ja die Vorauszahlungen wohl nicht um 80 Euro im Monat gesenkt haben!

      Fakt ist: erhöhst du freiwillig die Vorauszahlungen, dann wird das JC trotzdem nicht mehr übernehmen, denn maßgebend ist, was der Vermieter fordert.

      Das ist alles, was es dazu überhaupt (noch) zu sagen gibt.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Hi,

      baumkuchen möchte offensichtlich nicht nur einen tatsächlich bestehenden Bedarf gedeckt sehen, sondern meint, das JC und damit der Steuerzahler müsse auch Vorsorge für den Fall treffen, dass er später zwar genug Geld hat, dies aber lieber anders verbraten will.
      Das hat fast eine neue Qualität: da werden nicht nur Ansprüche für aktuelle Zahlungen erhoben, sondern man möchte auch später in Ruhe gelassen werden. Meines Erachtens eine sehr merkwürdige Anspruchshaltung.

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