Darlehen / Kredit von Verwandschaft - was ist zu beachten?

  • Hi
    korrigiert mich aber soweit ich weiß ist es möglich sich innerhalb der Verwandtschaft Darlehen/Kredit zu geben, das muss dann aber alles sein Ordnung haben also per Vertrag geschlossen werden.
    Was ist dabei aber genau zu beachten bzw. welche Mindestanforderungen sind da einzuhalten damit es nicht als Schenkung angesehen wird?


    Ich frage weil es einerseits heißt das privates Darlehen/Kredit formlos geschlossen werden können, das dies aber zu Beweisproblemen führen kann wenn nicht gewissen Anforderungen erfüllt sind, weshalb es zumindest eines schriftlichen Vertrages bedarf.
    Sind z.B. Zinsen nötig? Hatte gelesen das Darlehen ohne als Schenkung angesehen werden kann.
    Kennt jemand vielleicht rechtlich sichere Vorlagen für ein Darlehen/Kredit?
    mfg

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  • Hallo DuDochNicht !




    Ich gehe davon aus, dass das Darlehen noch nicht gewährt wurde.




    Verträge, auch private Darlehensverträge, können mündlich geschlossen werden. Das Gesetz (§ 492 BGB) schreibt die Schriftform zwar für Verbraucherkredite vor. Diese Vorschrift gilt für private Kredite aber nicht.




    Mündliche Verträge haben in der Tat das Problem der Beweisbarkeit. Aber auch mündliche Darlehensverträge können letztlich bewiesen werden, zB durch Nachweis der Rückzahlung (Bankauszüge), Zeugenaussagen usw.




    Aber besser ist es, einen solchen Vertrag schriftlich zu fixieren. Das muss nicht ein professioneller Vertrag sein. Es reicht, wenn man das Wesentliche festhält. Wer zahlt was an wen und will es wann mit oder ohne Zinsen und wie zurück.




    Darlehen werden zwar typischerweise nur gegen Zinsen vergeben. Bei Privatdarlehen ist das aber häufig nicht der Fall. Man kriegt das Geld „geliehen“, Zinsen fordert der Verwandte oder Freund für die Hilfeleistung oftmals nicht.




    Das bedeutet aber nicht, dass sich das Darlehen in eine Schenkung umwandelt. Geschenkt werden nur die Zinsen. Bedeutsam ist das aber nur steuerrechtlich. Die Finanzämter wollen nämlich – wie kann es anders sein – Steuern auf die Schenkung! (Bei einem zinslosen Darlehen hat der Darlehensnehmer einen Vermögensvorteil in Höhe der ersparten Zinsen im Vergleich zu einer marktüblichen Darlehensaufnahme bei einer Bank. Du). Das betrifft Dich im Zweifel aber nicht. Und im Verhältnis zum Sozialleistungsträger ist auch dies völlig ohne Belang.




    Um zu vermeiden, dass der Sozialleistungsträger das Darlehen als Einkommen oder Vermögen wertet (werten will), solltest Du also sicherstellen, dass das Darlehen bewiesen werden kann. Da ist die Schriftform nun mal die beste Möglichkeit.




    Vertragsmuster findest Du im Internet. Z. B: unerlaubte Verlinkung/Werbung entfernt.




    So kompliziert muss es aber – jedenfalls für das Amt – nicht sein.


    Gruß
    Philipp

  • Danke, in wie weit ist es notwendig einen Zweck für das Darlehen anzugeben?
    Es scheint doch so zu sein das ein Zweck da sein muss damit das Darlehen nicht zweckentfremdet wird
    Sagen wir das Darlehen wird zur Überbrückung gewährt, weil zum Beispiel noch keine Leistungen gewährt wurden oder wegen Sanktion weniger Leistungen da sind, was sollte da als Zweck angeführt werden?
    Überbrückungsdarlehen/-kredit?

  • Was das BSG von Darlehensverträgen erwartet, kannst du hier nachlesen:


    http://juris.bundessozialgeric…richt=bsg&Art=en&nr=11682

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.