Schulische Weiterbildung/Berufsgymnasium

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Schulische Weiterbildung/Berufsgymnasium

      Hallo,

      die Freundin (17) meines Sohnes bezieht mit deren Mutter und Bruder HartzIV Berlin). Sie möchte sehr gerne an unserem Wohnort (BW) das berufl. Gymnasium besuchen um das Abitur zu erhalten. Sie würde bei uns wohnen.Das für sie zuständige Amt nimmt darauf keine Rücksicht und fordert das sie Maßnahmen zur berufl. Vorbereitung besucht. Das Mädchen hat keine Berufsausbildung. Meine Frage: kann das Amt eine schulische Weiterbildung verbieten? Wenn Sie sich weigert die Maßnahme anzutreten wird mit Geldkürzungen an die Mutter gedroht. Bin für Antworten und Hilfestellungen wirklich dankbar. :)
    • Wie ist eure Vorstellung was die Kosten betrifft (Umzug, Unterkunft, Lernmittel, Heimreisen).

      Wenn ihr die Kosten alle übernehmt, dürfte es kein Problem sein. Wenn ihr jedoch erwartet das dies über das JC abgewickelt werden soll, steht die Frage im Raum "Warum besucht sie nicht ein Gym in Berlin?".

      17 Jahre ist ja nun nicht gerade das Alter für eine langfristige Beziehung, wo man direkt beim Freund einzieht.
    • mamafor3 schrieb:

      geb ich dir recht. allerdings verwährt das JC auch den Besuch des Berufsgymnasiums in Berlin. Und sollte Sie eine Schule in unsrem Ort besuchen dürfen, sind Unterbringung usw. geregelt. Das ist nicht meine Frage.

      Und diese Aussage war nicht Bestandteil der Eingangsfrage.

      Ich interpretiere mal frei, sie hat einen Schulabschluss (Real- oder Hauptschule) und jetzt möchte sie zusätzlich einen weiteren, zusätzlichen Schulabschluss, ist das richtig?

      Das ist etwas völlig anderes, als der durchgehende Besuch einer Schule. Im Hartz IV Bezug steht nun mal an erster Stelle, dass sie ihre Bedürftigkeit so schnell wie möglich beenden sollte. Dazu gehört nicht ein weiterer Schulbesuch, trotz eines vorhandenen Abschlusses.

      Ein weiteren Punkt, sobald das Mädchen zu euch zieht wird die Mutter auch Kürzungen hinnehmen müssen, da die Tochter aus der Gemeinschaft rausfällt.
    • Was bedeutet "Maßnahmen der beruflichen Vorbereitung"? Was genau soll sie machen? Welchen Schulabschluss hat sie denn? Wann hat sie den Abschluss erreicht? Wieso hat sie keinen Ausbildungsplatz? Wieso hat sie keine Anmeldung an einem Gymnasium in Berlin?

      Das Mädel ist natürlich grundsätzlich frei in der Wahl ihrer Schule. Und solange der Schulbesuch durchgängig ist, legt das JC da normalerweise auch keine Steine in den Weg. Von daher gehe ich mal davon aus, dass der Schulabschluss der jungen Dame nicht erst jetzt war, oder?

      Davon unabhängig ist die Frage, ob sie einfach mal so umziehen kann. Kann sie. Aber mit ALG 2 (insbesondere der Übernahme von Wohnkosten) sieht es dann mau aus. Du schreibst, das wäre alles gesichert. Du möchtest das Mädel also 3 bis 4 Jahre durchfüttern (ich setze mal Realschulabschluss voraus), obwohl es sein kann, dass sich dein Sohn in 2 Monaten wieder von ihr trennt, weil das junge Leben einem durchaus auch andere Früchte als lecker erscheinen lässt?
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Hallo. Ich erahne das dieses Thema recht einfach sein kann, im Einzelfall aber durchaus nicht ganz so leicht zu beurteilen. Es ist richtig, der Realschulabschluß liegt vor und aus privaten Gründen wurde die Bemühungen um einen weiteren Schulabschluß nicht verfolgt bzw. von der Familie nicht unterstützt. Dies ist aber ein andres Thema. Sie ist hier vor Ort auch mit dem Jugendamt in Kontakt bzw. der Jugendhilfe.

      Für mich sind diese ganzen Themen neu. Ich hoffe nur, das sie und andre jungen Menschen, auch Chancen auf schulische Weiterbildung bekommen.
    • Das ist doch jetzt keine Antwort auf die gestellten Fragen. Was soll das bitte?

      Das Thema kann ganz einfach sein: Fütter das Mädel die nächsten 3 bis 4 Jahre durch und alle sind glücklich. Wenn du das willst: niemand hindert dich daran.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • mamafor3 schrieb:

      Hallo. Ich erahne das dieses Thema recht einfach sein kann, im Einzelfall aber durchaus nicht ganz so leicht zu beurteilen. Es ist richtig, der Realschulabschluß liegt vor und aus privaten Gründen wurde die Bemühungen um einen weiteren Schulabschluß nicht verfolgt bzw. von der Familie nicht unterstützt. Dies ist aber ein andres Thema. Sie ist hier vor Ort auch mit dem Jugendamt in Kontakt bzw. der Jugendhilfe.

      Für mich sind diese ganzen Themen neu. Ich hoffe nur, das sie und andre jungen Menschen, auch Chancen auf schulische Weiterbildung bekommen.
      Hallo mamafor3,

      es ist im Regelfall gerade eben nicht einfach. Bereits die rechtliche Situation kann immens komplex werden.

      Familienrechtlich haben die Eltern oder die Kindesmutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht bis zum 18 Lebensjahr. Gegen die Mutter geht hier also erst einmal gar nichts.

      Falls der Umzug nicht aus schwerwiegenden sozialen Gründen erforderlich sein sollte - und das sind immense Anforderungen - wäre selbst mit Zustimmung der Mutter der Auszug nicht erforderlich. In dem Fall gibt es raft Gesetzes keine Umzugskosten und kein gar nichts von den beteiligten Jobcentern.

      Es bleibt dann grob gesagt der Regelbedarf - ob nun über Schülerbafög oder vom Jobcenter.

      Selbst wenn ihr das alles selbst stemmt und sie bei Euch kostenlos wohnen sollte, sitzt sie dann entwurzelt von ihrem sozialen Umfeld und abhängig von Euch in BaWü. Das gilt dann für 3 oder mehr Jahre. Das ist eine Menge Holz und eine große Verantwortung allein auf Basis einer Beziehung einer Minderjährigen. Ich hoffe auch, ihr habe Antworten für den Fall, dass es in der Schule nicht wie geplant klappt. Der Wechsel von einer Berliner Realschule ans Fachgymnasium in BaWü ist üblicherweise Knüppelhart und wäre auch schon ohne den Faktor "Hartz IV" etwas, über das man gründlich nachdenken müsste. Damit will ich nicht unterstellen, dass Ihr das nicht könnt oder macht.

      Was Deine Kenntnisse über die Vorgänge im Jobcenter angeht, gebe ich Dir gleich die Vorwarnung, die im absoluten Regelfall gilt:

      Was Dir erzählt wird, ist im Regelfall lückenhaft und falsch. Deine 17-jährige bekommt weder die Schreiben vom Jobcenter noch redet das Jobcenter exklusiv mit ihr. Sie kennt nicht die Strukturen, sie kennt nicht die Rechtsvorschriften und die interessieren sie auch nicht. Wenn sie Dir vollständig und zutreffend mitteilen könnte und wöllte, was wirklich hinter allem steckt, wäre es ein mittelgroßes Wunder. Das macht erfahrungsgemäß alles noch deutlich komplizierter.
    • Ich habe den Eindruck du erfaßt nicht so ganz den Kern des Problems und rutscht etwas in eine Sozialromantik rein.

      Was du hier immer wieder als "tut nichts zur Sache" wegdrückst, ist das eigentliche Problem der ganzen Situation.

      Eine der privaten Gründe könnte sein, das mit dem Wegzug der 17-jährigen Tochter für deren Familie ein massives finanzielles Problem entsteht (Rausfall aus der Bedarfsgemeinschaft, Angemessenheit der Wohnung usw.).

      Und bitte lasse die Leier "Ich hoffe nur, das sie und andre jungen Menschen, auch Chancen auf schulische Weiterbildung bekommen."

      Sie hat einen Realschulabschluss, damit stehen ihre jede Menge Ausbildungsmöglichkeiten offen, es stehen hier während und nach einer Ausbildung alle Wege im Rahmen eines berufsbegleitenden Studiums etc. offen.

      Auch dein Weg steht ihr offen, ihr übernehmt alle Kosten -auch wenn dein Sohn sich vielleicht in ein paar Monaten neu orientiert- und finanziert sie bis zum Abschluss oder alternativ bis sie keinen Bock mehr hat.
    • Ganz ehrlich mit 17 Jahren weiß man gar nicht wie lange die Beziehung hält. Du nimmst die Freundin auf und in 6 Monaten ist es zwischen den beiden aus. Was machst du dann? Ich weiß schon, es ist dem Mädchen ja nicht zuzumuten in den elterlichen Haushalt zurückzukehren, also soll das JC ihr bitte schön eine Wohnung finanzieren. Jeder Mensch hat das Recht auf ein Abitur. Aber dieses kann man auf vielerlei Art erlangen. Meine Tochter hat z. B. ihr Fachabi als ausbildungsbegleitendes Fachabitur in Abendschule neben ihrer Ausbildung gemacht. Damit kann man dann auch studieren. Ich jedenfalls hätte mir diesen Klotz (sorry für den Ausdruck) nicht ans Bein gebunden.
    • Ach Mensch, dass ist eine verzwickte Lage.
      Da muss man halt schauen, dass man irgendwie eine Lösung findet. Verschiedene Informationen kann man sich direkt beim Amt suchen, die helfen einem doch am ehesten weiter oder ?

      Wichtig ist halt, dass man sich unterschiedliche Informationen sucht und für sich das beste entscheidet.

      Ich selber habe mir auch verschiedene Infos gesucht zu einer Weiterbildung.
      Dabei habe ich mir auch einige Infos zur richtigen Kommunikation gesucht.
      Bei unterweisung-plus.de/gespraech…e-gespraeche-erfolgreich/ habe ich sogar Tipps gefunden wie man richtig Gespräche führt.

      Und bilden kann man sich doch so wie man will.

    Impressum

    Datenschutz

    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."