Dienstwagenreglung

  • Hallo und Hilfe,


    wir sind 4 Personen in der Bedarfsgemeinschaft ( 2 Kinder und zwei Erwachsene). Mein Mann geht Arbeiten und hat einen Dienstwagen, den er mit der 1% Reglung zahlen muss.
    Auf de Lohnzettel stehen: Bruttogehalt z.b. 2500 +PKW GW 1% z.b 400
    -Steuerlichen Abzüge
    =
    Nettogehalt mit Pkw z.b. 1850
    Nettobetrag 1450 ohne PKW ( abgezogen) der auf das Konto kommt (reine Auszahlungsbetrag)


    welchen Nettolohn darf zur allg 2 Berechnung her genommen werden? Ich verstehe es nicht weil das Amt den Nettolohn mit PKW zur Berechnung her nimmt und nicht das was ausgezahlt wird. ?(



    ich freu mich wenn mich mal ein aufklären könnte.

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  • Die 400,00 Euro werden nur auf den Bruttobetrag raufgeschlagen weil sie einen geldwerten Vorteil entsprechen. Drauf fallen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an. Danach muß der Betrag wieder vom Nettogehalt abgezogen werden. Berechnet werden darf nur das was ihm definitiv Netto zur Verfügung steht. Die 400,00 bekommt er ja nicht aber anders kann man Steuer-und Sozialversicherungsbeträge nicht errechen.

  • Ich weiß nicht ob diese Seite noch aktuell ist. Was anderes habe ich nicht gefunden


    https://www.arbeitsagentur.de/…ntId=L6019022DSTBAI554901




    Berücksichtigung eines geldwerten Vorteils bei privater Nutzung eines Firmenfahrzeuges

    Wird der geldwerte Vorteil, der einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person aus der unentgeltlichen Nutzung eines vom Arbeitgeber überlassenen Kfz erwächst, als Einkommen berücksichtigt?
    Als Einkommen zu berücksichtigen sind Einnahmen in Geld oder Geldeswert mit Ausnahme der in § 11a genannten Einnahmen (§ 11 Abs. 1 S. 1 SGB II). Zu den Einnahmen in Geldeswert zählen vor allem Sachbezüge einschließlich Dienstleistungen, die einen Marktwert haben, also in Geld eingetauscht werden können. Die unentgeltliche Überlassung eines Firmen-Kfz stellt einen Sachbezug dar, dessen geldwerter Vorteil grundsätzlich als Einkommen zu berücksichtigen wäre. Allerdings greift hier § 11a Abs. 5 Nr. 2 SGB II, wonach Zuwendungen, die ein anderer erbringt, ohne hierzu eine rechtliche oder sittliche Pflicht zu haben, nicht als Einkommen zu berücksichtigen sind, wenn sie die Lage des Empfängers nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach dem SGB II nicht gerechtfertigt wären.
    Für die Beurteilung der Gerechtfertigkeit ist hier zu beachten, dass der Sachbezug allenfalls in Höhe des im Regelbedarf enthaltenen Anteils aus der Verbrauchsgruppe „Verkehr“ (Mobilität) als Einkommen berücksichtigt werden könnte. Dieser macht – ausgehend von dem Wert, der auf Basis der EVS 2008 ermittelt wurde – einen Anteil von rund 6,3 % bezogen auf den Regelbedarf einer alleinstehenden Person aus. Nach der Lebenserfahrung ist zwar davon auszugehen, dass ein unentgeltlich überlassenes Kfz auch tatsächlich privat genutzt wird; jedoch kann allein aufgrund der bestehenden Nutzungsmöglichkeit nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass die leistungsberechtigte Person von dieser Möglichkeit in einem Umfang Gebrauch macht, bei dem von einer vollständigen Deckung des Mobilitätsbedarfes auszugehen ist. Zudem wird die leistungsberechtigte Person die Kosten für Benzin selbst zu tragen haben.
    Eine Berücksichtigung als Einkommen wäre aus den genannten Gründen unverhältnismäßig.
    WDB-Beitrag Nr.: 111084

  • Sorry, aber das ist nicht ganz richtig. Die geldwerte Einnahme, der geldwerte Vorteil durch die Gestellung des Firmenwagens ist in Höhe des Verkehrswertes als Einkommen anzurechnen (§ 2 Absatz 6 ALG II VO).

    Also wird nur der reine Nettolohn ohne PKW zur Berechnung genommen und dafür keine Verkehrs/Mobilität berechnet, da er es zur Verfügung gestellt bekommt vom Arbeitgeber?
    Uns geht es nur darum, weil der Bescheid nicht so ganz übereinstimmt mit den Zahlen vom Lohnzettel.

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  • Okay jetzt mal im Zusammenhang, zur Berechnung darf der Bruttobetrag mit Pkw hergenommen werden und der reine Nettolohn (was auf den Girokonto kommt). wie wird dann der Rest berechnet wie Werbekosten. ?(


    Was sind Werbekosten.


    Nicht böse sein, wenn ich doch wieder was falsch verstanden habe aber für uns ist das komplett neuland. Er ist die ganze Woche weg und übernachtet im Hotel und ich bin die diejenige die alles klären muss.

  • Man könnte es aber auch so sehen:


    Das anrechenbare Einkommen (also die sog. Ersparnis) besteht aus der Differenz zwischen dem sich aus dem Grundgehalt ergebenden Nettoeinkommen abzüglich Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und dem Entgelt, das dem Arbeitnehmer tatsächlich nach Abzug des geldwerten Vorteils ausgezahlt wird.


    Analog gab es da ein Urteil des LAG Hamm (da ging es allerdings um die Gewährung einer Prozesskostenbeihilfe) mit dem Aktenzeichen 14 Ta 464/08. Hier wurde diese Berechnung zu grunde gelegt.


    Auf keinen Fall sind die 400 EUR als ALG II- relevantes Einkommen anzusehen.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Was sind Werbekosten.
    Nicht böse sein, wenn ich doch wieder was falsch verstanden habe aber für uns ist das komplett neuland. Er ist die ganze Woche weg und übernachtet im Hotel und ich bin die diejenige die alles klären muss.

    Werbungskosten sind die Kosten, die jemanden entstehen, um eine Arbeitsstelle zu bekommen oder zu erhalten.


    Dazu zählt z.B. der/die Wege von Wohnung zur Arbeitsstelle (sog. Erste Tätigkeitsstätte - Entfernungspauschale).


    WK sind auch, wenn mit privatem Kfz dienstliche Fahrten durchgeführt werden (nach Kilometerpauschale abgerechnet), Übernachtungskosten, Reisekostenpauschale etc. etc. Davon abgezogen werden die steuerfreien Zuschüsse des AG zu Werbungskosten. Diese werden aber auch ausgewiesen. Müßte also auf dem Gehaltsausweis mit stehen.


    Sowohl im ALG II als auch bei der Einkommensteuererklärung gibt man beides an:
    Die gesamten WK, die gesamten Erstattungen auf WK. Nicht saldieren!


    Zu beachten ist, daß monatlich im ALG II 100 EUR Eigenanteil aurch den allgemeinen Freibetrag (eben besagte 100 EUR bei Freibetrag bei Erwerbseinkommen) pauschal berücksichtigt werden. Erst höhere Aufwendungen erhöhen dann auch den ALG II- Aufstockungsbetrag. Zuschüsse hingegen sind im ALG II als Sonstiges Einkommen (Nicht Erwerbseinkommen) zu berücksichtigen.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup: