Hilfe zum Lebensunterhalt

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    • Hilfe zum Lebensunterhalt

      Guten Abend, eine Verwande von mir bekommt eine Rente wegen voller Berufsunfähigkeit, daraufhin hat sie Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt gestellt.Dieser wurde auch bewilligt.Da aber ihre Wohnung zu gross ist würde sie die Leistung nur 6 Monate bekommen. Sie ist schwer Herz krank und gehbehindert, Wohnungssuche ist nur möglich über Internet und Zeitung. Sie wohnt in Bayern und eine 1- 2Raumwohnung ist meistens genau so teuer wie ihre jetzige Wohnung.
      Frage: übernimmt das Sozialamt für die Zeit in der sie keine entsprechende Wohnung gefunden hat, die Miete?
      Was ist wenn sie überhaupt keine Wohnung findet?
      Sie kann durch ihre Krankheit nur eine Erdgeschosswohnung nutzen.
    • Hat sie denn z. B. einen SB-Ausweis mit Merkzeichen "G", wenn sie gehbeindert ist? Wenn ja: wurde das bei der Bemessung der Angemessenheit berücksichtigt? Sucht sie denn und kann nachweisen, dass sie nichts findet? Wieviel liegt sie über der Angemessenheitsgrenze? Wie hoch ist ihre Rente und wie teuer die aktuelle Miete? Könnte sie untervermieten? Umzug ist ja nicht die einzige Möglichkeit der Kostensenkung!
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • zusätzlich zu den Anmerkungen von Turtle möchte ich noch erwähnen, dass ein Verweis auf ein vermeintlich höheres Preisniveau in Bayern und die damit verbundenen höheren Schwierigkeiten, eine Wohnung innerhalb der Angemessenheitsgrenzen zu finden, nicht zieht.

      Diese Grenzen werden vor Ort von der zuständigen Kommune festgelegt, sodass das lokale Preisniveau hinreichend berücksichtigt wird.
    • Danke für die Antworten. Ja, sie hat auf SB-Ausweiss ein G stehen. Ihre Miete beträgt 540 Euro und 150 Euro Nebenkosten. Die Rente beträgt 729Euro. Natürlich sucht sie nach einer Wohnung welches sie auch dem Amt nachweisst und sie sucht auch in der Umgebung. Letzte Besichtigung war nicht gerade aufbauend für sie, da der Vermieter ihr ins Gesicht gesagt hat das sie ja, durch ihre Behinderung nicht im Stande sei den Garten und die Aussenanlagen zu pflegen. Und ausserdem, wer sage ihm denn das sie später nicht noch einen Rollstuhl brauche dafür seie die Wohnung nicht ausgerichtet.
      Ok, Rückschläge muss man hinnehmen.
      Untervermietung, danke für den Hinweiss. Sollte sie drüber nachdenken.
      Also Wohnungen gibt es schon in Bayern aber eben nicht diese die sie in Anspruch nehmen könnte.
      JonSnow: Es soll nichts "ziehen"!
      Was bitteschön nützt ihr eine Wohnung im 3.Stock Dachgeschoss wenn sie unter grösster Anstrengung nicht mal 5 Stufen hoch schafft?
    • "Was bitteschön nützt ihr eine Wohnung im 3.Stock Dachgeschoss wenn sie unter grösster Anstrengung nicht mal 5 Stufen hoch schafft?" dagegen sagt ja keiner was.
      Die Schwierigkeiten sind ja durchaus nachvollziehbar.

      Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man die Werte nicht deswegen als unrealistisch betrachten sollte, weil man in Bayern und nicht in MeckPomm sucht.

      Wie gesagt, dass aufgrund der Behinderung Probleme bestehen, geeigneten Wohnraum, der auch die Werte einhält, zu finden, möchte ich ja nicht in Abrede stellen.
    • Was wäre angemessen, wieviel müsste sie zuzahlen? Wurde bei der Angemessenheit das "G" schon berücksichtigt? Wie groß ist die Wohnung, wie siehts mit Untervermietung aus? Wieso beantwortest du nicht alle Fragen?!
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    • Sorry Turtle1972, ich musste auch erst einmal mit meiner Verwanden reden. Ja das G wurde berücksichtigt, ihre Wohnung ist 75 qm, angemessen wäre für sie 40 bis 50 qm , 1 bis zwei Räume, so sagte man es beim Amt. Sie meinde auch das die Miete bei 350 Euro liegen sollte. Mit der Untervermietung hab ich ihr mit geteilt, sie denkt darüber nach.
      Wie meinst du das mit der Zuzahlung? Wenn sie so eine Wohnung bekäme dann bräuchte sie auch keine Hilfe zum Lebensunterhalt. Oder verstehe ich dich etwa falsch?
    • Das "G" ist übrigens für die Bemessung der Wohnungsgröße irrelevant.
      Höhere m² werden lediglich bei der Notwendigkeit der Nutzung von Rollator oder Rollstuhl berücksichtigt.
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)

      Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: sozialhilfe24.de/forum/thread/…zung-des-forums-hinweise/
    • Eine evtl. vorliegende Pflegebedürftigkeit wäre auch u. U. ein Grund für einen Wohnraummehrbedarf.

      Wobei ich 75 m² schon arg hoch finde........ ich denke nicht, dass diese Wohnung erhaltenswert ist.

      Aber: Solange sie nachweist, dass sie sucht und sich bemüht, kann eine Senkung der KdU sowieso nicht so einfach erfolgen.
      "Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung." (Friedrich Schiller)
    • konnilein schrieb:

      Wie meinst du das mit der Zuzahlung?
      Zuzahlung = Differenz aus Richtwert und tatsächlicher Kkaltmiete.

      Im Falle Deiner Verwandten also 190,00 EUR. Das kann sie nicht stemmen und würde auch nicht akzeptiert. Interessante Begründung der Sozialämter, die so mancher nicht versteht: "Dafür reicht die Regelleistung (404,00 EUR) nicht! Und dafür ist sie nicht gedacht!"

      konnilein schrieb:

      Wenn sie so eine Wohnung bekäme dann bräuchte sie auch keine Hilfe zum Lebensunterhalt.
      Glaube ich nicht!

      Rechnung dazu:

      Bedarf (Krankenkasse und Sonderbedarfe lasse ich wegen fehlender Angaben mal weg):

      404,00 EUR Regelleistung
      068,68 EUR Mehrbedarf (Merkzeichen "G")
      350,00 EUR angemessene Kaltmiete
      150,00 EUR angemessene Betriebskosten/Heizung (mindestens)
      =
      972,68 EUR

      minus:

      729,00 Rente
      =
      243,68 EUR Hilfebedarf (mindestens)


      Ansonsten: Die Kosten für die aktuelle Wohnung lässenn sich unter keinen Umständen als angemessen beurteilen.

      Also: Neue Wohnung suchen. Ernsthaftes Bemühen dokumentieren und nachweisen, dann können die sechs Monate auch etwas verlängert werden.

      F.


      P.S.: "G" bzw. die gehbehinderung bringt hier nichts. Allenfalls für die Begründung einer teureren Erdgeschosswohnung. Und vielleicht als Argument für eine Wohnung in der Nähe von helfenden Angehörigen.

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