Flüchtling in Haushaltsgemeinschaft

  • Hallo zusammen,


    wir sind Hartz IV - Aufstocker und haben eine Bedarfsgemeinschaft mit 4 Personen (2 Erwachsene, 2 Kinder). Nun haben wir unseren Neffen (25, Flüchtling aus Syrien mit Aufenthaltsrecht, der selber Hartz IV beantragt hat) bei uns vorrübergehend mietfrei aufgenommen, bis er eine eigene Wohnung gefunden hat. Er bekommt keinerlei weitere Leistungen von uns, wofür wir beim Jobcenter unterschrieben haben.
    Die Sachbearbeiterin des Jobcenters sagte uns, dass sich für uns nichts ändern würde. Nun kam aber heute ein Bescheid, indem man uns wegen Einzugs unseres "Sohnes" (Haha... lesen müsste man können! In den Anträgen steht überall, dass es unser Neffe ist.) pro Monat 220 € abzieht. Habe mir nun den Bescheid angeschaut. Unser Neffe ist nirgendwo aufgeführt aber man hat ihn anscheinend anteilig an den Miet-, Neben- und Heizkosten beteiligt, denn die sind bei uns nun wesentlich niedriger berechnet. Er wird demnächst nur seinen Regelbedarf bekommen aber keine Leistungen für Unterhalt. Ist das rechtens, dass man uns nun Leistungen abzieht? Wir sind so nett und gewähren ihm einen Schlafplatz und als Dankeschön wird uns 220 € abgezogen? Das ist doch wohl hoffentlich ein Witz!?
    Kennt sich da jemand mit aus?


    Liebe Grüße
    Majetti

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  • Selbstverständlich ist es richtig.


    Kosten der Unterkunft werden nach dem Kopfanteilsprinzip gewährt.


    Da es nun eine weitere Person in der Wohnung gibt, die nun einmal nicht zur BG gehört, bekommt die BG für diese Person auch keine Kosten der Unterkunft.

  • Allerdings muss dieser Mietanteil dann natürlich beim Neffen berücksichtigt werden.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Bin zwar nicht Mejetti, aber wohnen ist in D teuer.


    Kann ich mir bei vier bzw. fünf Perrsonen in z.B. München, Berlin, Frankurt, Düsseldorf & co schon vorstellen.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

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  • ich würde fast behaupten, dass im Großteil der Kommunen 1100 € warm unangemessen wären. Zumindest bei uns ist dies der Fall (sogar deutlich).
    Klar, in bestimmten Großstädten gibt es ein anderes Mietenniveau, wobei ich nicht im Bilde bin, ob man die Leistungsbezieher nicht auf Wohnungen in Randlage verweisen darf.


    Jedenfalls scheint es mir hier möglich, dass hier nicht nur der KdU-Anteil ausschlaggebend für die Kürzung ist.

  • Bin zwar nicht Mejetti, aber wohnen ist in D teuer.


    Kann ich mir bei vier bzw. fünf Perrsonen in z.B. München, Berlin, Frankurt, Düsseldorf & co schon vorstellen.


    Bleiben wir mal realistisch:
    1. In den ersten 6-9 Monaten gibt es keinerlei Mietsenkung. Da kann man auch eine Villa mit 5.000 Euro Kaltmiete - oder einem Vielfachen davon - geltend machen.


    2. 1100 Euro Miete können bei einem Altbau sehr leicht unter 800 Euro Kaltmiete sein. Das wäre dann deutlich *unterhalb* der Preise am freien Wohnungsmarkt von München/Stadt, Stuttgart/Stadt oder Hamburg, wenn es um eine Wohnung vom freien Markt der letzten 2-3 Jahre ginge.

  • Die Antwort ist recht einfach, mal kann großzügig sein und jemanden mietfrei wohnen lassen, wenn man selbst die Kosten trägt.


    Du beziehst selbst soziale Leistungen, daher kannst du nicht einfach so "großzügig" über die Verteilung verfügen. Es ist egal ob er dein Neffe, ein Fremder oder ein Flüchtling ist. Sobald er bei euch wohnt, müsst ihr entweder aus euren eigenen Reserven dafür aufkommen oder er kann die Kosten selbst tragen.


    Wäre vielleicht besser gewesen, dies eindeutig zu klären bevor dem JC irgendwas unterschrieben wurde.

  • Wovon lebt denn der Flüchtling? Die Stelle übernimmt doch dann auch seinen Mietanteil.

    Turtle hat es bereits oben erläutert: Da (bzw. falls) der Flüchtling soweit ersichtlich bereits eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis hat, hat er selbst ALG II beantragt.


    Falls er es bewilligt bekommt, sind die anteiligen Kosten der Unterkunft vsl. dann - wie Du ja auch völlig richtig annimmst - wieder abgedeckt.

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