Einmaliges hohes Einkommen - Berechnung, Umwandlung in Vermögen

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    • Einmaliges hohes Einkommen - Berechnung, Umwandlung in Vermögen

      Hallo,
      ich habe 15.000 Euro geerbt. Das Jobcenter hat nun natürlich für den Rest des laufenden ALG2 Zeitraumes (01.08.2017 bis 31.10.2016) die weiteren Leistungen abgelehnt.
      Außer einem Berechnungsbogen, in dem die einmalige Einnahme auf einen 6-Monatszeitraum gleichmäßig verteilt wurde (gilt als Einkommen von 2.500.- Euro pro Monat), habe ich keine weiteren Informationen.
      Jedoch weiß ich, dass i.d.R. spätestens nach 6 Monaten nach dem Erhalt eines hohen einmaligen Einkommens der nicht für die notwendige Lebenshaltung aufgebrauchte Betrag - also das danach übriggebliebene Geld - als Vermögen gilt.
      Das wird bei mir genug sein, um den Vermögensfreibetrag (Lebensjahre x 150.- Euro) voll auszuschöpfen.


      Meine Frage ist nun, wie gehe ich am Besten vor um mir diesen Vermögensfreibetrag (Schonvermögen) zu sichern ?

      a) Stelle ich der Form halber pünktlich zum 01.11.2016 einen Neuantrag, auch wenn ich weiß, dass ich dann noch zu viel Geld habe und der Antrag abgelehnt wird,
      um mir die Umwandlung des Restbetrages in Vermögen nach 6 Monaten zu sichern?
      oder
      b) Bzw. würde der Vermögensfreibetrag bereits bei einem erneuten Antrag am 01.11.2016 sofort greifen, da der Ablehnungszeitraum ja nur bis zum 31.10.2016 gilt?
      oder
      c) genügt es wenn ich in 6 Monaten, also am 01.02.2017 einen Neuantrag stelle, und dort selbst dann den Restbetrag als Vermögen angebe?

      Vielen Dank! :)
    • Kam das Erbe bereits zur Auszahlung? Ich gehe mal davon aus, ja, und es war im ALG II Bezugszeitraum.

      Dann ist es so, wie du schreibet. Sowohl hinsichtlich des Einkommens, als auch des Vermögens.

      Nach § 11 SGB II Abs 3 gilt das hier:

      (3) Einmalige Einnahmen sind in dem Monat, in dem sie zufließen, zu berücksichtigen. Sofern für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden sind, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen.


      gesetze-im-internet.de/sgb_2/__11.html

      Dann würde m.E. ein Neuantrag mit Wirkung zum 01.02.2017 ausreichen. Der Rest wäre dann als als Vermögen anzugeben.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      Kam das Erbe bereits zur Auszahlung? Ich gehe mal davon aus, ja, und es war im ALG II Bezugszeitraum.
      Ja, richtig. Diesen Monat, im laufenden ALG2 Bewilligungszeitraum.

      Spejbl schrieb:

      Nach § 11 SGB II Abs 3 gilt das hier:
      (3) Einmalige Einnahmen sind in dem Monat, in dem sie zufließen, zu berücksichtigen. Sofern für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden sind, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen.
      Genau, das war mir bekannt. Darüber hinaus gibt es noch Paragraphen die regeln, dass der Restbetrag der einmaligen Einnahme nach den 6 Monaten in Vermögen umzuwandeln ist.
      Auch die aktuellen fachlichen Weisungen der Arbeitsagentur kommentieren das so.

      Spejbl schrieb:

      Dann würde m.E. ein Neuantrag mit Wirkung zum 01.02.2017 ausreichen. Der Rest wäre dann als als Vermögen anzugeben.
      Danke. Ich denke, dass ich es dann wohl so machen werde. Die Variante hatte ich auch am ehesten in Betracht gezogen.

      Zudem liste ich bei dem Antrag dann auf, was ich in den 6 Monaten von dem einmaligen Einkommen bezahlen musste.
      D.h. man wird ja sicherlich prüfen wieviel von dem einmaligen Einkommen übrig ist, um festzustellen ob ich wirtschaftlich damit umgegangen bin.
      Z.B. die Krankenversicherung muss ich ja nun auch selbst zahlen.

      Über weitere Meinungen, Kommentare und Erfahrungen würde ich mich dennoch freuen!
    • Ja, das machen nicht wenige, um potentiell einem möglichen Vorworf des sozialwidrigen Verhaltens durch verschleudern des Erbes und der damit bewusten vorzeitiger Herbeiführung der Bedürftigleit entgegen treten zu können.

      Aber in deinem Fall gege ich mal davon aus, daß du nach 6 Monaten Verlebens des Erbes in normalen Maßen (der durchaus über dem ALG II Bedarf liegen darf) in den Vermögensfreigrenzen nach § 12 SGB II liegst. Zumal du ja durch eine Freiwillige KV bei dener KK eh mehr benötigst, als der reguläre ALG II Bedarf.

      Und es kann auch keiner verwehren, notwendige Anschaffungen im Haushalt zu tätigen. Aber das nur mal so am Rande.
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