Problem mit Jobcenter und Selbsständigkeit (nachträglich zu einem Angestelltenverhältnis umgewandelt), seitens Gericht.

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    • Problem mit Jobcenter und Selbsständigkeit (nachträglich zu einem Angestelltenverhältnis umgewandelt), seitens Gericht.

      Hallo, mein Fall ist etwas komplizierter, ich versuche es aber einfach zu erklären.

      2009 habe ich mich Selbständig gemacht (aus Harz4). Bereich IT. Soweit so gut. 2010 hatte ich die Möglichkeit, auf Selbständigen Basis, für ein Transport Unternehmen zu fahren. Habe dieses VORHER natürlich mit dem Jobcenter (mir wurde eine Spezialistin vorgesetzt) besprochen (das musste ich bei jedem Schei... machen, konnte nicht mal Druckerpatronen ohne Genehmigung kaufen).

      Dem Stand nichts im Wege, also mache ich das 1,5 Jahre lang. Bis die Dame dann erkannte, halt: das sind ja 2 getrennte Gewerbe. (Wohl bemerkt, die Dame hatte bis zu dem Zeitpunkt meine unterlagen komplett 4 mal durchgesehen). Also wurde das IT Gewerbe vo Fahr Gewerbe getrennt. Das IT Gewerbe fuhr zu diesem Zeitpunkt Verluste, das Fahrgewerbe (da ich da keine Kosten hatte, natürlich nicht). Schon waren es 10.000 Euro Rückzahlung. Mir leuchtete das ein, das es ein Separates Gewerbe war. Warum mir niemand auch nur einen Ansatz von Vorsicht gesagt hat. ist mir schleierhaft. Auf meine Frage, das die Damen das doch erkennen hätte müssen, denn wenn offensichtlich Rechnungen da sind, wo drauf steht (RECHNUNG FÜR LENKZEITEN LKW), sollte das doch jeder, der sich damit auskennt erkennen ?

      Naja, also nahm ich es hin, und Zahle bis heute in 100 Euro Schritten die Summe ab.

      Irgendwann später 2013, kam ein Brief vom Zoll. ich wurde wegen Steuerhinterziehung im Rahmen einer Firmenüberprüfung angezeigt. ????? Hääää Was war denn da nu los ? Wurde zum Zoll bestellt, bin auch als einziger von 5 Leuten, die bei der Spedition gearbeitet haben ohne Anwalt hin (ich war mir eben keiner Schuld bewusst). Habe denen erzählt, das ich das so gemacht habe, mit der Kontrolle der Speziallisten vom Amt, keiner hat irgendwas zu Meckern gehabt.. ie soll ich denn dann drauf kommen das was falsch ist ? Das Leuchtete denen auch ein.

      Ich bekam 2 Wochen später dann vom Gericht Post, das das Verfahren wegen Vorsatz fallen gelassen wurde. Ich aber wohl Schein selbständig, also Angestellter war.
      Ok .. da hatte ich diese Info. mehr kam dann erstmal nicht.

      Zwischenzeitlich hatte ich Anfang 2015, das Jobcenter gebeten, die Rechnung (auf Selbständigkeit) bitte in Angestellter NEU zu machen. Da ich nicht eingesehen habe, das ich für eine Art der Arbeit zahlen soll, die ja Gerichtlich nicht vorlag.

      Das Jobcenter weigerte sich beharrlich ... bis HEUTE. ich zahle also für eine Feststellung vom JC, die FALSCH ist, bis heute ab.
      Nicht falsch Verstehen, ich WILL bezahlen, aber eben für eine Arbeit die ich geleistet habe, und nicht, für etwas, was (per Gericht) nicht so war.

      Jetzt habe ich meine Steuererklärung dieses Jahr gemacht, und muss Natürlich, for die NICHT Selbständige Arbeit, knapp 2500 Euro nachzahlen. Auch das ist OK. Nur kann es meines Erachtens nicht sein, das ich für 8000 Euro Einnahmen die ich damals hatte, 12500 Euro zahlen soll ?

      Irgendwo ist doch da was nicht ok ?

      Die Frage ist auch, ob ich als Arbeitnehmer in der Zeit, solche Dinge wie Krankenversicherungsbeiträge, oder Pflegeversicherungsbeiträge komplett selbst bezahlen hätte müssen ?.. und ob mir nicht doch was vom Amt zugestanden hätte (da oftmals unter 400 Euro Monatseinnahmen). ????

      Mich Fuchst es gerade am meisten, das ich für eine Sache zahle, die so nicht war. Und das Jobcenter scheint seine Fehler vertuschen zu wollen, anders kann ich mir die Weigerung der Änderung, nicht erklären.

      Macht das Sinn die Sache mit einem Anwalt zu besprechen ?

      Ich bin da derzeit Ratlos.
    • Wenn du Angestellter warst und wohl höhere Entgeltansprüche gegen deinen Arbeitgeber hattest: was ist denn mit der Lohnnachzahlung? Ein normales Arbeitsverhältnis zeichnet sich im Übrigen dadurch aus, dass der Arbeitgeber auch KV/PV/AV-Beiträge abführt. Davon schreibst du aber nichts, im Gegenteil, du fragst, was damit ist.

      Damit ist doch die ganze Sache mit der Scheinselbständigkeit irgendwie nur "halbgegoren". Wie also sollen wir aus der Ferne dazu was sagen?!
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Daß der AG durch die Nachzahlung in Inolvenz geht, kann ich mir gut vorstellen. Da kommen immense Nachzahlungen an KV, RV etc zusammen.

      Denn: Es wird vom Nettoentgelt, also das, was dir ausbezahlt wurde, auf das Brutto hochgerechnet, die Verbindlichkeiten an SV, Rente etc. ermittelt. Und da kommen schnell mal einige Tausender pro Angestelltenm zusammen. Und du hast natürlich entsprechendes Einkommen, welches steuerlich und sozialrechtlich berücksichtigt wird.

      Da nun Schulden bei KV und Rente bestehen, die durch die Insolvenz des Arbeitgebers nicht bedient werden, solltest du dort mal vorsprechen.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Na, ob einfach nur von dem, was ihm als angeblichen "freien Mitarbeiter" ausgezahlt worden ist, gerechnet wird, oder aber, was nach Tarif/ortsüblich hätte gefordert werden können: keine Ahnung. Das hat ja mit dem Forum hier recht wenig zu tun.

      An den TE:

      Das JC rechnet mit dem Einkommen, dass dir damals zugeflossen ist, denn das hast du ja auch zur Verfügung gehabt. Wenn du später irgendwem irgendwas als Strafe o. ä. zahlen musstest, dann führt das zu keiner Neuberechnung. Es kommt immer nur darauf an, was tatsächlich zugeflossen ist. Und das ist doch sicherlich damals das gewesen, was dir auch damals angerechnet worden ist.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • @Turtle...

      Also.. mir geht es darum, das ich damals (ganz zu Anfang), 1 Gewerbe hatte, wo ich 2 Tätigkeiten ausgeübt hatte, da ich als Kleingewerbetreibender Eingetragen war, konnte ich eine Einkommen Überschuss Rechnung machen (sprich: einnahmen - Ausgaben = Umsatz). Daraus hatte sich der Betrag des JC ergeben (den ich noch zu bekommen hatte).

      Beispiel: Computer Reparieren -100 Euro, Sateliten Antenne Einrichten = +250 Euro = +150 Euro. Diese habe ich dann in die EKS reingeschrieben. Davon wurde mir dann Monatlich das ausgerechnet, was ich vom JC noch zu bekommen hatte.

      1,5 Jahre Später, ist eben der Spezialistin aufgefallen, das ja Satelliten TV nichts mit Computern zu tun hat, und unterstellte mir, das ich 2 Gewerbe haben würde. (ich hab das damals beim Gewerbeaufsichtsamt nachgefragt, die waren anderer Meinung).

      Also musste ich 2 EKS machen: 1 Mal Gewerbe 1, und einmal Gewerbe 2

      jetzt ist es so, das ich bei Gewerbe 2 in genau dieser Zeit, eben viel verdient habe (und KEINE Kosten hatte), und bei Gewerbe 1 (da waren die ganzen Kosten drauf), eben Verlust.

      das Gewerbe 1 Spielte dann, keine Rolle mehr, denn das JC betrachtet - Werte als 0.
      Auf einmal hatte ich nur noch Gewinne.

      Beispiel von oben: Computer Reparieren -100 Euro Fällt weg (G1), Sat Antenne +250 Euro = 250 Euro Umsatz.

      Was ja eindeutig so nicht stimmen kann, es gibt kein Gewerbe, welches keine Kosten verursacht, denn es waren ja welche da, für Fahrten, für Automiete für Telefon, Raummiete, das alles fiel unter Gewerbe 1 und war weg. Es zählte einfach nicht.

      Das bedeutete nun, ich hatte für Januar Kosten z.b. in Höhe von 250 Euro, diese fielen unter Gewerbe 1, das kam auf -x also für das JC einen Wert von 0. Dann musste ich (laut denen ) wieder 250 Euro zurück Zahlen, dann hatte ich schon 500 Euro Kosten für den Monat. Der Umsatz wäre dann z.b. 350 Euro, laut JC, effektiv ist es aber -.

      Vielleicht versteht ja jemand was ich meine ?

      Das Später dann 2013, von Gerichtswegen eine Scheinselbständigkeit erkannt wurde. Soll ja mit eingerechnet werden. Denn, dann stünden mir ja Freibeträge zu.

      Beispiel: Selbständiger = 100 Euro Freibetrag, Angestellter auf Minijob, oder Teilzeit Basis z.b. 170 Euro (damals) ab 1000 Euro + 10%.

      Das letztere ist der Ist zustand wie ich ihn gerne auch vom JC anerkannt bekommen würde wollen. (Gerichtliche Bescheide liegen den JC vor).

      Es gibt monate da habe ich 1400 Euro Verdient. Da ist es mir klar, und auch Bewusst, das ich da nichts bekomme, und auch was zurück zahlen muss.

      aber was ist mit den Monaten wo ich nur: 120, 240, 358, 278, 439 usw.. Verdient habe ?Stünde mir da nicht als Minijobber auch was zu ? und wenn ja, wieviel ? und die andere Frage ist: was wurde bezahlt und was müsste man evtl. von dem damaligen Arbeitgeber zurück fordern ?

      Und es würde sich sehr wohl was ändern, denn so hätte mir 1 Jahr lang tatsächlich Mehr zugestanden, als mir Ausgezahlt wurde.
    • Moin, dafür gibt es Steuerberater, das wäre eine Sache.

      Du kannst nur Scheinselbstständig sein, wenn du dafür auch ein Gewerbe angemeldet hast. Als Fahrer ist es eher unmöglich als "freier Mitarbeiter" zu arbeiten. Ebenso wird in einer Gewerbeanmeldung definiert was alles in deinen Bereich fällt, das kann man erweitern (sofern fachliche Vorgaben dem nicht entgegensprechen), also hast du auch keine "2 Gewerbe" sondern einfach nur nicht den Bereich angemeldet.

      Das hat zur Folge, das man dir auch unterstellen könnte du hast was für dich privat gekauft und versuchst es über das Gewerbe gegen den Gewinn zu rechnen.

      Zum Theme "Scheinselbstständigkeit" hier bekommt nicht nur der Gewerbeanbieter eine auf den Sack, sondern auch du als Ausführender. Du hättest ebenso prüfen müssen und die fehlende Gewerbeberechtigung wäre unter Umständen ein Indiz gewesen, nur mal so.

      Ergo solltest du dein Salat durch einen Steuerberater und alternativ durch einen Anwalt aufdröseln lassen, dann kommst duch auch mit dem JC klar.

      Die "Spezialistin" vom JC ist übrigens nicht deine Unternehmensberaterin, daher solltest du vielleicht anfangen selbst deine Belange auf Legalität oder Illegalität zu prüfen. Das ist nicht der Job vom JC.

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