Evtl. Sanktion trotz Teilzeitjob nach Kündigung Vollzeitstelle

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    • Evtl. Sanktion trotz Teilzeitjob nach Kündigung Vollzeitstelle

      Hallo Zusammen,

      ich bin hier neu und möchte mich kurz vor meiner Fragen noch etwas vorstellen. Bin männlich, 35 jahre alt, und komme aus Bayern :)

      So nun zu meiner Frage:
      Ich habe mein letztes Vollzeitarbeitsverhältnis aus div. Gründen selbst auf Ende Januar gekündigt. Seit dem ersten Februar bin ich übergangslos in eine Teilzeitstelle (versichert, ordentlich angemeldet, usw.). Diese Teilzeitstelle war davor mein Nebenjob. Habe Mitte Februar nun Aufstockung beantragt. Heute habe ich meinen vorläufigen Bewilligungsbescheid erhalten. An diesem ist ganz hinten nun ein Fragenbogen und ein Schreiben (Anhörung zum Eintritt einer möglichen Sanktion). In dem Schreiben drohen Sie mir eine Dreimonatige Sanktion mit Abzug von 30 % an.

      Nun meine Frage hierzu: dürfen sie das? gem. meinen damaligen ALG1 Berater hätte ich eine dreimonatige Sperre bzgl. der Eigenkündigung erhalten. Das verstehe ich ja auch. Nachdem aber übergangslos (ohne 1 Tag ALG1 bezogen zu haben) ein neues Arbeitsverhältnis Teilzeit begonnen wurde, wäre diese Sperre gem. ihm jetzt auch hinfällig (auch wenn ich in zwei Monaten wieder ALG1 beantragen würde z. B. nach einer Küdnigung durch den AG während der Probezeit)

      Vielen Dank schon mal jetzt für euere Antworten. Ich konnte dazu leider im Internet trotz langer Suche nichts finden.
      Bei Fragen hierzu bitte melden :)
    • Verstehe ich das richtig:
      Du hattest eine Vollzeitarbeitsstelle und einen zusätzlichen Minijob und nun hast Du wegen der Kündigung nur noch den Minijob?
      Deine Hilfebedürftigkeit resultiert also aus der Kündigung der Vollzeitstelle?

      Warum bekommst Du kein ALG I? Ist der Minijob nun erweitert auf mehr als 15 Stunden und kein Minijob mehr?

      Sebukas schrieb:


      Ich habe mein letztes Vollzeitarbeitsverhältnis aus div. Gründen selbst auf Ende Januar gekündigt. Seit dem ersten Februar bin ich übergangslos in eine Teilzeitstelle (versichert, ordentlich angemeldet, usw.). Diese Teilzeitstelle war davor mein Nebenjob. Habe Mitte Februar nun Aufstockung beantragt.
      Du fragst hier im Teilforum für ALG II. Die Auskünfte Deines ehemaligen ALG I-Beraters können richtig, damals richtig, falsch oder damals falsch sein, das ist beim ALG II nicht unbedingt relevant oder wichtig.
      Das Jobcenter muss erst mal prüfen, ob eine Sperre vorliegen würde, wenn Du ALG I bekommen könntest. Das ist jetzt ein wenig sperrig formuliert, aber besser als im Gesetz, schau mal § 31 Abs. 2 Nr. 4 SGB II: Link auf § 31 SGB II

      Würdest Du keine Sperre kriegen, muss das Jobcenter außerdem (ja, darüber hinaus!) Jobcenter prüfen, ob Du Kostenersatz leisten musst (also nicht nur 30% Sanktion, sondern alles zurückzahlen). Das liegt vor, wenn Du vorsätzlich oder grob fahrlässig die ALG II-Notwendigkeit herbeigeführt hast: Link § 34 SGB II
      Das könnte bei Dir durchaus der Fall sein.

      Du solltest also die "div. Gründe" für die Kündigung sehr genau darlegen und beweisen.
    • Hallo pAp,

      Danke für deine ausführliche Antwort.

      Der Nebenjob wurde in eine Teilzeitstelle mit 70 Std. im Monat umgewandelt. Mehr ist da leider nicht drin.
      Durch einen Unfall Mitte Februar bin ich dann auch noch ca. 1,5 Wochen ausgefallen. Darum bin ich dann zum Jobcenter.
      Geplant war eigentlich auch eine Umschulung ab September. Diese war vom ALG1-Berater soweit auch schon genehmig wo dan das ALG1 gezahlt werden sollte (auf zwei Jahre zzgl. einer Ausbildungsvergütung bis max 400 €).
      Mein ALG2-Berater hat dieser Massnahme auch schon zugestimmt (ist auch alles schriftlich fixiert worden).
      So nun hatte ich gestern wegen der Umschulung einen Vorstellungstermin.
      Dort wurde mir ein Job in meinem erlernten Beruf angeboten (habe diesen fast 6 Jahre nicht merh ausgeübt).
      Wenn alles klappt, bin ich dann ab 1. April wieder in einer Vollzeitbeschäftigung.

      Die Kündigung ist aufgrund einer Kurzschlussreaktion gekommen. Mein Ex-Chef hat aber schon gewusst, dass ich mich beruflich neu orientieren möchte. Es hat einfach nicht mehr gepasst. Er war auch so gut wie nie da (was ja auch nicht unbedingt schlecht ist). Durch den Firmenumzug in ein neues Gebäude wurde mein Arbeitsplatz radikal umstrukturiert. Er hat sein neues Ordnungssystem durchgesetzt. Das es hierbei nicht wirklich um eine Verbesserung gehandelt hat, hat ihn nicht interessiert (wenn man die Arbeiten nicht selbst macht, fällt es einem auch nicht auf....) Wir mussten z. T. oft benötigten Artikel, wo wir früher auf Griffhöhe hatten, nun von oben herab holen. Des weiteren wurde in die Halle einfach nur noch reingestopft, das man sich teilweise auch durch die Gänge zwischen den Regalen durchquetschen musste. Als er dann weiter reinstopfen wollte, ist mir der Kragen geplatzt und ich habe unter Einhaltung der Frist gekündigt.