Problem mit dem Minijob und meiner Erkrankung

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    • Problem mit dem Minijob und meiner Erkrankung

      Hallo an alle!

      Ich habe hier ein sehr grosses Problem, mit dem ich allein da stehe.
      Seit 18 Jahren übe ich hier eine Art Hausmeistertätigkeit für ein Obdachlosenasyl aus.
      Nun bin ich seit 20 Jahren psychisch krank und mein Zustand hat sich in
      den letzten Jahren verschlechtert, so das ich diese Tätigkeit nicht mehr
      ausüben kann.
      Das verzwickte daran ist, dass die Wohnung mit dem Minijob gekoppelt
      ist. Das heisst, kann ich den Job gesundheitlich nicht mehr ausüben,
      muss ich aus der Wohnung raus. Die Stadt hat eine Wohnung für mich, nur
      das da Alkoholiker und Randalierer wohnen. Da käme ich ja vom Regen in
      die Traufe. Da ich von Grundsicherung im Alter und einer kleinen
      Erwerbsminderungsrente lebe, weiss ich nicht, wie ich mich dagegen
      wehren kann. Das einzige was ich will ist, hier aus der Wohnung raus und
      in eine 1 Zimmer Wohnung einziehen, aber da ist nichts zu machen. Gibt
      es da irgendeine Möglichkeit, was ich noch machen könnte? Die Stadt
      macht mir hier Angst, weil sie angeblich einen guten Rechtsanwalt haben
      und ich keine Chance habe. Das bekommt meiner Psyche ganz gut. Ich
      hoffe, es kann mir hier jemand helfen.
    • In eine andere Stadt ziehen?
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)

      Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: sozialhilfe24.de/forum/thread/…zung-des-forums-hinweise/
    • Phenom II schrieb:

      Vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, dass ich der Stadt bereits 2 Atteste geschickt habe, aber das scheint die nicht zu interessieren.
      Was steht da drin? Dass Du nicht umziehen kannst?
      Du müsstest mal in Deinen Mietvertrag schauen, wenn die Wohnung tatsächlich und rechtmäßig an den Job gekoppelt ist, dann hast Du wohl gegen eine Kündigung keine Chance. Auch nicht mit irgendeinem Attest.

      Vielleicht solltest Du wirklich nach vorne schauen. Du hast 20 Jahre lang trotz wohl erheblicher gesundheitlicher Einschränkungen Deine Arbeit gemacht und nun ist es Zeit, an den "Ruhestand" zu denken. Und damit sind bei allen Arbeitnehmern massive Änderungen verbunden, das ist nun mal so.
      Nimm den beruflichen und regionalen Wechsel auch als Chance, Dich zu verändern. Vielleicht wirklich in eine andere Stadt? Erkundige Dich vorab, was in der Wunsch-Stadt an Miete angemessen ist und nimm die Herausforderung an.

      Die Caritas mal anzusprechen finde ich eine gute Idee!
    • Irgendwie versteht mich hier keiner.
      Man hat mich 2010 in die Erwerbsminderungsrente geschickt, weil sich mein psychischer Zustand verschlechtert hat.
      Jeder Arzt rät mir, den Minijob aufzuhören. Das problem ist nur, dass ich absolut keine Lust habe, Stundenlang auf Wohnungssuche zu gehen.
      Ich kann also was dafür, dass sich mein Zustand verschlechtert hat, ich mich weiterhin dazu zwingen muss den Minijob auszuüben, Kübelweise Tabletten am Tag zu schlucken, die sowieso schon Müde machen und als Notfall Medikament dann noch Tavor reinhauen.
      Tolle Alternative, wenn ich dann auf der Strasse stehe. Außerdem glaube ich nicht, das mir die Stadt aufgrund meiner Krankheit kündigen wird, da ich ja weiterhin regelmäßig meine Miete bezahle. Und eine Kündigung wegen Krankheit, glaube ich ist nicht so einfach.
      Mir ist heute der Vorschlag gemacht worden, den Psychologischen Dienst der Diakonie aufzusuchen.
      Da werde ich Morgen gleich anrufen und einen Termin vereinbaren.
    • Du hast Dein eigentliches Problem bisher nicht beschrieben, von daher ist es klar, dass keiner so richtig versteht, worum es Dir geht.

      Phenom II schrieb:

      Das problem ist nur, dass ich absolut keine Lust habe, Stundenlang auf Wohnungssuche zu gehen.
      Dann brauchst Du keine Atteste und kein Amt und es hat auch nichts mit dem Thema "Arbeitsrecht" zu tun.
      Du wirst entweder die Kraft suchen müssen, selbst nach einer Wohnung zu schauen oder Du musst das nehmen, was andere für Dich finden.
      Wenn Du das nicht allein schaffst, dann fordere Hilfe ein. Bei der Caritas oder der Diakonie.
      Ich wünsche Dir den Mut und die Kraft dazu.
    • Birgit63 schrieb:

      Ich wünsche dir viel Glück. Das mit dem Wohnung suchen, wird bei uns noch viel schlimmer. Durch die Flüchtlinge wird es kaum bezahlbaren Wohnraum geben. Da kommen noch ganz böse Zeiten auf uns zu.
      Wobei die am wenigsten dafür können. Mein Korrespondent, der in so einem Erstaufnahmelager arbeitet, berichten mir von der Not dieser Menschen und auch, was das für welche sind. 1x Ghettohaltung gefällig? Das aber nur so am Rande.

      Auf deren Rücken wird der ganze politische Shitstorm ausgetragen. Und dafür gibts ein "Pfui Deibl".
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Spejbl schrieb:

      Auf deren Rücken wird der ganze politische Shitstorm ausgetragen. Und dafür gibts ein "Pfui Deibl".
      :thumbup:

      Etwa 50% der Mietpreisgebundenen Wohnungen in Deutschland sind fehlbelegt, d.h. werden von Mietern bewohnt, die, aufgrund ihres Verdienstes, eigentlich schon lange keinen Anspruch mehr auf eine Sozialwohnung haben.
      Aber warum z.B. da ansetzen, wenn man doch die Flüchtlinge vorschieben kann?
      welt.de/finanzen/immobilien/ar…-Sozialwohnungen-weg.html
    • Aber das ist dann ein kommunales Problem.


      Weil, man muß doch den Anspruch auf Sozialwohnungen in irgend eine Satzung definieren und dann auch prüfen.

      Das wäre so, als wenn z.B. ein gerade aus der Haft entlassener Prominenter, stinkreich, eine Sozialwohnung bewohnt. Gut, explizit das wird zwar nicht passieren (Bekanntheitsgrad zu hoch). Aber das Szenario, vielleicht in seiner Amplitude nicht so hoch, wird in dem Beitrag schon beschrieben.

      Wenn jemand zur Tafel geht, wird doch auch die Berechtigung geprüft. Wenn jemand beim Öffentlichen Nahverkehr Sozialticket beantragt (sofern im Sortiment des Anbieters), wird die Berechtigung geprüft.

      Aber offensichtlich sind dann die Mieteinnahmen der Stadt "sicher".

      Den besagten Mietern (die zu gut verdienen für eine Sozialwohnung) ist dabei aber kein Vorwurf zu machen. Denn als Mieter suche ich mir die Wohnung mit dem günstigsten Preis-Leistungsverhältnis aus. Und was man auf dem Markt sich leisten und bekommen kann, bekommt den Zuschlag.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Nein, der Haken ist, dass die Leute ja irgendwann mal berechtigt waren, solch eine Wohnung zu beziehen. Nur ändern sich oft die Einkommensverhältnisse im Laufe der Jahre und dann kannst du die Besserverdienenden ja nicht einfach wieder rauswerfen.
      Eine Zeitlang gab es dann die sogenannte Fehlbelegungsabgabe, d.h. das Einkommen wurde überprüft und wenn man drüber lag, mußte man pro qm mehr bezahlen. In Hessen wurde sie dann wieder abgeschafft und soll (oder ist schon?) jetzt nach ein paar Jahren wieder eingeführt werden.
      Aber die Wohnungen bleiben eben belegt und mit dieser Abgabe wird natürlich auch keine einzige neue Wohnung gebaut.

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