Betreuer lässt einen Schuldner bei der Privatinsolvenz weg

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Betreuer lässt einen Schuldner bei der Privatinsolvenz weg

      Guten Tag,


      ein Bekannter hat einen Betreuer (u.a. Vermögenssorge mit Einwilligungsvorbehalt).
      Dieser Betreuer hat die Privatinsolvenz beantragt und mein Bekannter war diese Woche mit dem Betreuer beim der Schuldnerberatung. Hier wurden die Unterlagen für das Gericht fertig gemacht.


      Der Betreute hatte Mietschulden, welche der Betreuer durch ein privates Darlehen von einem Bekannten (also Bekannter des Betreuers) beglichen hat. (Mein persönliche Vermutung: das Darlehen kommt vom Betreuer, er darf laut Gesetz kein Darlehen geben-ist klar. Denn der Betreuer hatte versäumt beim Sozialamt ein Darlehen zu beantragen und ging diesen Schritt mit dem Darlehen- nur eine Bemerkung am Rande)
      Der Betreute lebt von EU-Rente und einer Aufstockung durch das Sozialamt. Er hat also wirklich sehr wenig Geld zur Verfügung.
      Der Betreuer hat dieses Darlehen nicht bei der Schuldnerberatung angegeben. Jeden Monat hebt er eine Summe vom Konto des Betreuten ab, der Betreute unterschreibt dafür (er unterschreibt so, als hätte er das Geld zur freien Verfügung).


      Der Betreute hat nun Angst, dass die Privatinsolvenz irgendwann scheitern könnte, da ja ein Gläubiger bedient wird.
      Bei der Schuldnerberatung traute er sich nicht dies zu erwähnen, da er sich sehr abhängig von dem Betreuer fühlt.


      Meine Frage:
      Wäre es richtig, wenn der Betreute nochmals zur Schuldnerberatung geht und dies mitteilt?
      Könnte die Privatinsolvenz scheitern, wenn er das der Schuldnerberatung mitteilt?
      UND:
      Könnte das Anschreiben an den Gläubiger (Gläubiger o.g. Mietschulden) die Privatinsolvenz gefährden?


      Vielen Dank für eine Antwort.


      Tiko69
    • Hallo,
      danke für die Antworten.

      Vermutung ist nur die Sache mit dem Geber von dem Geld. Es ist in dem Fall ja egal, ob der Betreuer der Geldgeber oder eine dritte Person.

      an edy: Der Betreute hat ANGST. Das ist eventuell anders, wenn ein gesunder Mensch in Privatinsolvenz geht.

      Ok, es muss mit rein. Nur der Betreute hat Angst, dass die Privatinsolvenz dann scheitern könnte.
      Bei der Rückzahlung mit der Barabhebung geht seine Angst in die Richtig, da ja quasi ein Gläubiger bevorzugt wird und das verboten ist.
      Ist das so korrekt?

      Angenommen er geht zur Schuldnerberatung und der Gläubiger (der, wer auch immer, von dem Darlehen) stimmt einer Privatinsolvenz nicht zu. Kann diese dann scheitern?
      Sorry, ich habe keine Ahnung und mir tut mein Bekannter, welcher so schon genug Probleme hat, sehr leid und ich möchte auch keinen falschen Rat geben.

      Vielen Dank
    • Hallo Herr Winter,

      Vielen Dank. Das wusste ich nicht.
      Die Gläubiger werden doch alle angeschrieben. Daher dachte ich, dass Sie zustimmen müssen oder so.

      Vielen DANK.

      Darf er dann den Gläubiger bedienen? Oder wäre das dann auch gegen das Recht im Insolvenzverfahren?

      Bitte entschuldigen Sie meine Unwissenheit. Der Betreute hat es wirklich nicht leicht im Leben und diese Belastung ist für seine Gesundheit immer nicht gut. Ich möchte ihm so gern einen Rat geben. Dabei aber nichts falsch machen. Ich möchte nicht, dass er noch mehr Probleme durch mich und meinen Rat bekommt.

      Vielen DANK an SIE
    • Tiko69 schrieb:


      Darf er dann den Gläubiger bedienen?
      Eigentlich nicht.
      Sinn eines Insolvenzverfahrens ist ja, dass die Gläubiger alle gleichermaßen zentral bedient werden.

      Was der Schuldner aber mit seinem Umpfändbaren macht, das interessiert kaum jemanden.

      Hier im speziellen Falle sehe ich es so, dass ihr Freund von seinem Betreuer mächtig über den Tisch gezogen wird.
      Falls die gegebene Darstellung so stimmt. Bei der Schilderung des Darlehns steckt mir zuviel Vermutung dahinter.

      Sinnvoll wäre vielleicht ein offenes, klärendes Gespräch mit dem Betreuer.

    Impressum

    Datenschutz

    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."