Bescheid Versorgungsamt mit GdB 30% wegen Depressionen

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    • Bescheid Versorgungsamt mit GdB 30% wegen Depressionen

      Hallo,
      ich habe selbst eine Reha beantragt und genehmigt bekommen. Es geht bei mir nur noch darum, dass ich den Grad der Behinderung mit 50% zugesprochen bekomme. Bin
      60 Jahre alt und fühle mich nicht mehr belastbar, da ich wiederkehrende Depressionen habe. Mir wäre es recht, wenn es mit Hausärztin und Therapeuten klappen würde,
      den Grad der Behinderung von 30 auf 50% zu bekommen. Kann es da Probleme geben beim Versorgungsamt, wenn ich die Reha nicht mache? Die wissen davon aktuell. Wie
      gesagt, habe es ja selbst beantragt und die Rentenversicherung könnte sich Geld sparen. Vielleicht kennt sich jemand aus und kann mir einen Rat geben!

      Gruß Manfredo
    • Du kannst auch in der Reha eine Erhöhung der Schwerbehinderung beantragen. Ich verstehe jetzt nicht, warum du plötzlich die Reha nicht mehr machen willst. Hast du Angst, dass die dich in der Reha gesund machen und du danach wieder arbeitsfähig bist? Das glaub ich nicht. Depressionen gehen in einer Reha nicht so einfach weg. Allerdings lernt man dort, damit umzugehen. Also mache deine Reha. Dort gibt es Sozialdienste. Die helfen dir dabei, eine Antrag auf Erhöhung der Schwerbehinderung zu stellen.
    • Für das Versorgungsamt wird es darauf ankommen, die für die Anerkennung des GdB notwendigen Diagnosen und Befunde zu erhalten.
      Ob da ein Rehabilitationsverfahren durchgeführt wurde oder nicht, ist erstmal nicht zwingend von Bedeutung.
      Von Bedeutung kann allerdings sein, wenn der Rentenversicherungsträger eine Erwerbsunfähigkeit feststellt (in der Regel ist einer Erwerbsunfähigkeitsrente ein Rehabilitationsverfahren vorgeschaltet).

      Ohne dem Ergebnis eines Feststellungsverfahrens vorweg greifen zu wollen, noch eine allgemeine Information:
      Die GdB-Tabelle der Versorgungsmedizinischen Grundsätze sieht für ausgeprägtere depressive Erkrankungen einen GdB von 30 bis 40 vor.
      GdB-Sätze von 50 oder mehr werden anerkannt bei "mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten".
      Kriterien dafür sind z. B. eine verhinderte berufliche Einsatzfähigkeit und erhebliche familiäre Probleme durch Kontaktverlust und gefühlsmäßige Abstumpfung.
      Diese Aspekte sollten durch die behandelnden Ärzte auch belegbar sein.