Steuerbeschinigung des Vermieters bei Vermietung an Familienangehörigen

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    • Steuerbeschinigung des Vermieters bei Vermietung an Familienangehörigen

      Hallo,

      seit fast einem Jahr wurde meine Miete reduziert. Nach mehreren Briefen hatte ich dem Amt nun im letzten Brief eine Frist bis zum 14.02.2016 gesetzt und siehe da 5 Tage vor Ablauf reagieren sie gnädiger Weise.
      Sie schreiben "...Bei Mietverhältnissen zwischen Familienmitgliedern muss vermutet werden dass es zu Vergünstigungen kommt.." Alleine dieser Wortlaut, was übersetzt für mich ´es wird automatisch beschissen´ heißt, empfinde ich als Frechheit. Nun verlangen sie die Steuererklärung der letzten Jahre welches aber mein Vermieter (meine Eltern), verständlicher Weise, nicht einsieht denen die die komplette Einsicht zu geben. Auch wollen sie jetzt, nachdem sie fast ein Jahr Däumchen gedreht haben, innerhalb von ein paar Tagen u.a. auch eine Steuererklärung vom letzten Jahr die er Steuerberater noch lange nicht fertig hat (schließlich wartet er ja nun mal nicht das das Jobcenter kommt und er hat ja auch noch viele andere Mandanten).

      Wie sieht es rechtlich wirklich aus ?
      Muss die komplette Steuererklärung denen vorgelegt werden oder kann der Steuerberater meinen Eltern auch eine Bescheinigung über die Versteuerung der Mieteinnahmen ausstellen ?

      Gruß
      Michael
    • Was du dem Amt nachweisen mußt, ist ein Mietvertrag mit deinen Eltern und den Zahlungsausgang bei dir.

      Also, deine Eltern müssen entweder quittieren, das Geld bar erhalten zu haben bzw. du solltest mal die (ich meine deine) Bankauszüge hervorholen, auf denen ersichtlich ist, daß du deine Miete auch bezahlt hast. Das sind deine Mietkosten, die sind Grundlage für die Berechnung deines ALG II. Nicht mehr und nicht weniger.

      Die Steuererklärung 2015 muß jetzt noch nicht gemacht werden. Und, wird ein Steuerberater zu Hilfe genommen, endet die Frist i.d.R. zur Abgabe einer Steuererklärung i.d.R. am 31.12. des Folgejahres (für 2015 am 31.12.2016).

      Der Steuerberater wird sich i.d.R. nicht soweit herauslehnen. Die Verantwortung über die Angaben, die deine Eltern beim Steuerberater machen, liegen beim Mandanten, also deine Eltern. Natürlich wird sich ein Steuerberater quittieren lassen, daß vom Mandanten alle Angaben vollständig und wahrheitsgemäß gemacht wurden.

      Das JC hat aber nicht das Recht, von deinen Eltern die Steuererklärung zu verlangen. Sie beziehen ja nicht ALG II. Wenn das Amt (JC) was will, soll es doch einen Datenabgleich beim FA vornehmen. Man stellt sich doch im JC auch sonst nicht so spröde an. Und nebenbei bemerkt, das JC hat nicht das Recht, dir deswegen Steine in den Weg zu legen, weil du auf die Anerkennung deiner Kosten pochst.

      Ob deine Eltern das Geld versteuern oder nicht, das ist nicht dein Bier. Es kann allerdings sein, daß, wenn es nicht so ist, gelinde gesagt, zu einem Verfahren gegen deine Eltern kommen kann.
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