Schwierigkeiten bei der Jobsuche

  • Ehrlich gesagt, finde ich das unter dem Aspekt des von yde geposteten Links und der damit verbundenen neuen Informationen eine Frechheit, wenn jemand hier scheinheilig wegen fehlenden Berufserfahrungen (lt. dem Link wurde bis 2013 gearbeitet, es gibt also sehr wohl ausreichend Berufserfahrung!) im Lebenslauf als Vermittlungshemmnis nachfragt, obwohl die Person weiß, dass es offensichtlich ganz andere Gründe hat.


    Was soll das bitte?!

    Bin doch immer wieder fasziniert darüber, wie hier aufgezeigt und demonstriert wird, wie es im Leben so geht. Heute eine Demonstration dessen, wie sich das Internet bzw. das, was man darin findet, sich auf die Stellenauswahl auswirkt.


    Die Cyberwelt verbindet Privates und Business. Und Facebook, Twitter & co. sind längst zu Infolieferanten geworden.


    Daß das Internet bei der Suche bzw. Filtern von Bewerbern eine immer größere Rolle spielt, hat sich ja längst herumgesprochen. Wie gesagt, auch Hurvinek hat das schon längst begriffen. - Äh, Internet, auch darüber kann man sich bewerben. Onlinebewerbung & co.


    Schon 2010 schrieb die Süddeutsche:


    http://www.sueddeutsche.de/kar…rsonaler-googeln-1.889698

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Zitat

    Weil es für mich ganz einfach kein Grund ist. Wenn ich letztlich nur wegen dieser Problematik nicht eingestellt werde, wäre das eine Diskriminierung.


    Aber angeblich fehlende Berufserfahrung ist es, obwohl du bis 2013 wohl einer Erwerbstätigkeit nachgegangen bist, also Berufserfahrung vorliegt?


    Sorry, du wolltest hier wissen, wieso du keine Arbeit findest und spielst mit gezinkten Karten. So sieht es aus.


    Rechtlich gesehen bist du männlich, es ist ja bisher wohl weder eine amtliche Namens- noch eine Geschlechtsänderung erfolgt. Die Voraussetzungen zur Feststellung einer weiblichen Geschlechtszugehörigkeit nach § 8 TSG dürftest ebenfalls nicht erfüllen, da du noch fortpflanzungsfähig bist und keine operative Änderung erfolgt ist.


    Wenn du selbst vor deiner Außenwirkung außerhalb deines privaten Umfeldes die Augen verschließen möchtest, ist es dein Ding. Hier aber zu fragen, wieso du keinen Job findest, obwohl das durchaus an "Eva bewirbt sich mit den Zeugnissen von Adam." liegen dürfte und eben nicht an fehlender Berufserfahrung: bitte, du stielst den Usern hier aufgrund der Vorspiegelung falscher Tatsachen nur die Zeit.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Zitat

    Also ich ziehe es vor, wenn die Leute persönlich nachfragen und selber nachdenken, aber ich glaube mit der Einstellung gehört man bald zum alten Eisen.

    Wertevorstellungen ändern sich. Allerdings nicht in dem Umfang, in welchem du dir das anscheinend wünschst oder gar schon einbildest.


    Exoten bleiben Exoten.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Hi,


    ich denke nicht, dass es hier um Diskriminierung geht. Aus der Sicht von Arbeitgebern könnte es aber eine Rolle spielen, wenn du mit deiner Identität zu offensiv umgehst. Das birgt die Gefahr entsprechender Unruhe bei einer Arbeit, so dass Arbeitgeber vorsichtig sind.
    Zur beruflichen Integration solltest di vielleicht etwas zurückhaltender sein. Es geht also nicht um Verstecken, aber vielleicht kannst du deine Identität auch etwas beiläufiger und nicht offensiv vermitteln.

  • Also Spekulationen über meinen körperlichen Zustand oder medizinische Behandlungen, sind glaube ich, nicht Gegenstand dieser Disskusion.


    Und bitte nicht nur die Gesetze lesen, sondern auch die Fußnoten:
    § 8 Abs. 1 Nr. 3 u. 4: Nach Maßgabe der Entscheidungsformel mit GG unvereinbar und bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung nicht anwendbar gem. BVerfGE v. 11.1.2011 I 224 - 1 BvR 3295/07


    Ich behaupte einfach mal, ich kenne das Gesetz und die Auslegung sehr genau.


    Aber gut, ich fasse die Meinung einfach mal als "Menschen, wie ich haben sowieso keinen Chancen auf dem Arbeitsmarkt" zusammen. Egal, ob nun mit oder ohne Berufserfahrung, mich stellt eh keiner ein.
    Oder gibt es dazu noch was zu ergänzen?


  • Aber gut, ich fasse die Meinung einfach mal als "Menschen, wie ich haben sowieso keinen Chancen auf dem Arbeitsmarkt" zusammen. Egal, ob nun mit oder ohne Berufserfahrung, mich stellt eh keiner ein.
    Oder gibt es dazu noch was zu ergänzen?

    Glaub ich nicht. In einer Welt von Gender &co spielt das ja immer weniger eine Rolle. Ich glaube ja viel, aber das gerade nicht.


    Du hast sehr wohl Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Aber dazu muß du erst mal zu dir selbst finden. Und ich denke, das bekommst du hin. Sicher unter Hinzunahme von (professioneller) Hilfe, aber ich bin der Überzeugung, du bekommst das hin.

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Hi,


    ich denke nicht, dass es hier um Diskriminierung geht.


    Aus der Sicht von Arbeitgebern könnte es aber eine Rolle spielen, wenn du mit deiner Identität zu offensiv umgehst. Das birgt die Gefahr entsprechender Unruhe bei einer Arbeit, so dass Arbeitgeber vorsichtig sind.
    Zur beruflichen Integration solltest di vielleicht etwas zurückhaltender sein.
    Es geht also nicht um Verstecken, aber vielleicht kannst du deine Identität auch etwas beiläufiger und nicht offensiv vermitteln.

    Dem stimme ich unbedingt zu.


    Dazu gehört auch, dass man kein Bild ins Internet stellt von dem man auf "für manche Leute etwas komisch anmutende Anfragen kommt".
    Warum macht man denn sowas, frag ich mich?
    Das geht doch erst mal niemand etwas an.


    Man muss doch nicht alles im Internet breittreten.


    Es geht doch keinen was an, ob ich mit Männlein oder Weiblein ins Bett geh
    --und genauso finde ich, dass es keinen erst mal was angeht ob ich mal Männlein oder Weiblein war.


    Für mich zählt das JETZT und ob du bei der Arbeit belastbar bist und in mein Team passt.

  • Das klingt so schön. Alle sind ach so tolerant und natürlich würden sie persönlich sofort... Man möchte ja edel sein, hilfreich und gut. Klingt fast wie Fr. Merkel in der Flüchtlingsdebatte. Deutschland war mal so verbohrt, jetzt müssen wir uns eben 180 Grad in die Gegenrichtung bewegen und das liebste, netteste, toleranteste usw. Volk der Welt sein. Sorry, die Realität ist eine andere und die bekommt die TE m. E. n. durchaus im Arbeitsleben zu spüren.


    Mag vielleicht auch von der Umgebung abhängig sein. Schätzungsweise wird wohl das Thema in einer weltoffeneren Großstadt anders behandelt als in irgendeinem Kleinkleckerkreis in Hintertupfingen.


    Nach wie vor ärgert mich jedoch, dass die TE nicht mit offenen Karten gespielt hat und alle Faktoren nannte, die bei einer Arbeitssuche in die Waagschale zu werfen sind (übrigens eben nicht nur das Geschlecht, sondern z. B. eben auch den Umkreis, in dem man Arbeit sucht).

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.