Anrechnung Ehrenamt

  • Moin,


    bräuchte mal kompetente Antworten zur Berechnung. Alg 2 Rechner hat keine Parameter für Ehrenamt.
    Miete/ Nk: 330
    Heizung: 99
    ALG 1: 410
    Minijob: 220,83
    Mehrbe.WW 9,18


    Bedarf: 346,42


    soweit korrekt.


    Jetzt kommen 100€ aus ehrenamtlicher Tätigkeit dazu.


    Neuer Bescheid: Bedarf= 246,42 100 € werden voll abgezogen. Nach Widespruch und Hinweis auf §11b SGBII
    kommt folgender Brief der Widerspruchstelle:


    " Die Ehrenamtspauschale beträgt nach Ihren Angaben konstant 100 €. Die Anerkennung eines Freibetrages, der diesen Betrag übersteigt, kann nur
    dann erfolgen, wenn auch die Vergütung des Ehrenamts über 100 € liegt. Sie erhalten dager Gelegenheit Ihren Widerspruch schriftlich zurück zunehmen."


    ???

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  • M.E. hat die Widerspruchsstelle hier recht. Es kann zwar für eine ehrenamtliche Tätigkeit bis zu 200 € Freibetrag geben, aber der Grundfreibetrag kann nicht höher sein als das Einkommen aus der ehrenamtlichen Tätigkeit. Weiterhin kann der Grundfreibetrag nur einmal abgezogen werden.
    Hierzu auch die fachlichen Weisungen der Bundesagentur zu § 11-11b Randnummer: 11.166 Beispiel 3 (Zu finden auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit)
    Evtl. kommt aber noch der Freibetrag nach § 11b Abs. 3 Nr. 1 dazu, zumindest aus dem o.g. Beispiel in den Hinweisen wäre das m.E. herauszulesen. Da bin ich mir aber nicht sicher. Wären aber immerhin nochmal 20 €

  • Ja....eben: "Die Absetzungsbeträge nach § 11b Abs. 2 SGB II sind bei Zusammentreffen von Einkünften aus nicht privilegierter Erwerbstätigkeit und aus steuerprivilegierter (ehrenamtlicher) Tätigkeit für jede Tätigkeit gesondert anzusetzen. Dabei bildet der erhöhte Grundfreibetrag des § 11b Abs. 2 Satz 3 SGB II eine Freibetragsobergrenze.
    Daher ist das Arbeitsentgelt zunächst um den allgemeinen Grundfreibetrag nach § 11b Abs. 2 Satz 1 SGB II i. H. V. 100,00 EUR zu bereinigen.
    Weiterhin ist das Einkommen aus der ehrenamtlichen Tätigkeit um einen weiteren Grundfreibetrag nach § 11b Abs. 2 Satz 3 SGB II zu bereinigen. Der erhöhte Freibetrag für das privilegierte Einkommen ist nicht vom gesamten Einkommen, sondern nur von dem Einkommen aus der ehrenamtlichen Tätigkeit abzusetzen. Der erhöhte Grundfreibetrag in Höhe von 200,00 EUR des § 11b Abs. 2 Satz 3 SGB II bildet dabei die Freibetragsobergrenze (vgl. BSG, Urteil vom 28.10.2014, Az.: B 14 AS 61/13 R).
    Im letzten Schritt wird der Erwerbstätigenfreibetrag von 20 % bzw. 10 % nach § 11b Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 SGB II vom Einkommen, das 100,00 EUR übersteigt und nicht mehr als 1.000,00/1.200,00/1.500,00 EUR beträgt, in Abzug gebracht.
    Hinweis:
    Zu Gunsten der Einkommen erzielenden Person wird weiterhin der Erwerbstätigenfreibetrag ab 100,01 EUR gewährt."


    Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/…ntId=L6019022DSTBAI748813


    Demnach hat die Widerspruchstelle völlig unrecht....

  • Hey grünspan, alter Knabe, Dein Name klingt nach 'früher', aber auch so als wär's erst gestern gewesen.
    Aber wo hast Du versteckt nach dem 30.4.2013?
    Was ist aus Deiner gemeinnützig-unentlohnter Geschäftsführer-Tätigkeit geworden? Alle Pläne verwirklicht?

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  • Hallo Walter Winter, falls Du noch mitliest/schreibst.

    Ansonsten könnte es evtl. andere Mods oder Admins interessieren, was sich so entwickelt hat.

    Einem Verein (Landesverband für Suchthilfe) stehe ich immer noch als ehrenamtlicher Vorstand vor, für einige Tätigkeiten dort erhalte ich ein Ü-Leiterpauschale in Höhe von 250,- e

    Dieser Verein hat z. Zt 4 Angestellte im soz.vers. pflichtigen Segment (1 Vollzeit 1 x 19, 5 H 2 x 29h,) sowie 1 450,-€ Job und 8 ehrenamtliche.

    All mein Streben war diese Basis zu schaffen, Umsätze Förderungen und Spenden habe ich in dieses Projekt gesteckt.

    Wir machen neben Selbsthilfe, Angeboten zur Tagesstruktur, Beratung auch Prävention, sowie Schulung von Führungskräften zur Gesprächsführung bei Auffälligkeiten mit Suchtmittelkonsum und vieles mehr Diese sind kostenpflichtig.

    Zu unseren Kunden hier vor Ort zählen einige namhafte Firmen, wie z. B der Weltmarktführer für Medizintechnik. Ebenso Maßnahmeträger wie FAW oder Grone-Schule und natürlich Schulen.


    Anfang des Jahres haben wir einen Budgetvertrag (5 Jahre)mit der Kommune unterzeichnet, die uns für Peer-Beatung fördert. Meines Wissen sind wir da bundesweit die einzigen, die als Peers für eine Suchtberatungsstelle gefördert werden.

    Zum Ende des Monat unterschreiben wir einen weiteren Vertrag für Eingliederungshilfe nach § 125 Abs. 1 SGB IX.

    Wir betreiben 5 Clean-WGs und eine 2 Clean- Wohnungen mit insgesamt 17 Bewohnern, die den Grundstock für die Eingliederungshilfe stellen. Hierzu sind noch mindestens 1 Neueinstellung nötig und fest geplant.


    Ich selbst bin in einem Unterverein des Landesverbands als Mitarbeiter in Leitungsfunktion für Teile der Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Networking angestellt.

    Dieses über den 16i und auch erst seit 07/21. Ich hatte also vorher als Leistungsbezieher 4 Angestellte, ich glaube so in der Konstellation kommt es nicht allzu oft vor. :)

    Als Einstiegsgehalt (wir zahlen generell angelehnt TVÖD kommunal) konnte ich "leider" nur E4 verhandeln, wobei Stufe 2 gleich mit inkludiert wurde.

    Ein übliches Coaching habe ich dabei nicht, weil ich nach Aussage der IFK - und meiner Selbstwahrnehmung nicht arbeitsmarktfern bin.


    Mit ist es also gelungen während des langen Bezugs von Leistungen einen kommunalen Träger der Suchthilfe aufzubauen. Da ist aber noch viel Luft nach oben, ich habe noch viel Energie und ein tolles Team, die selbstverständlich alle einen Suchthintergrund haben und sich mit dem Gehalt unter Wert verkaufen, da sie alle aus der Wirtschaft kommen und vielfältige Kompetenzen einbringen.


    Fazit : während des Bezugs von Leistungen seit Beginn in 2005 (unterbrochen von 2 Maßnahme, die zielgerichtet für meinen Plan waren.

    Bewerbungen . 0 Die persönlichen Termine lassen sich bequem an 2 Händen abzählen

    Man hat mich die ganze Zeit unterstützt und in "Ruhe gelassen". Stress gab es nur - und oft mit der Leistungsabt.

    Dieses Jahr steht wegen der besseren Transparenz und der versch. Förderungen, sowie der wohl zukünftig Ust-pflichtigen Umsätze (im Moment werden die noch dem ideellen Bereich zugeordnet) die Umwandlung der "Commercials in eine gGmbH an.Für die Selbsthilfe und andere Dinge bleibt der e. V.


    Wir genießen hohes Ansehe und Unterstützung im Ministerium in versch. Ausschüssen, von den Koryphäen hier vor Ort (Prof und PHd des UKSH, sowie vielen Ärzten und Therapeuten im Umkreis, bei den etablierten Trägern wird es- diplomatisch ausgedrückt - etwas schwierig in Zusammenarbeit und dem Schaffen von Synergien oder gemeinsamen Projekten.


    Eine schöne Geschichte mit Happyend, die ich hier nicht vorenthalten wollte, habe ich doch "damals" oft hier geschrieben.

    Zumal mir die meisten das ja nicht abgekauft haben.....8)

    Ich will noch 10 Jahre arbeiten (bis 70) und dann eine gut aufgestellte Firma im Sozialen Bereich übergeben!



    Viele Grüße aus dem Norden.

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    Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.