Arbeitgeber in finanziellen Schwierigkeiten

  • Hallo zusammen,


    mein aktueller Arbeitgeber ist in finanziellen Schwierigkeiten. Die Löhne werden noch überwiesen, allerdings sehr unregelmäßig vom Zeitpunkt her. Selten, dass der Lohn zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt auf dem Konto ist. Nun sieht es so aus, als ob die Löhne gar nicht mehr überwiesen werden können und das Unternehmen sogar Insolvenz anmeldet.


    Kann ich irgendwelche Hilfen beantragen? Bewerbungen schreibe ich schon fleißig.

  • Wenn es wirklich zur Insolvenz kommt, wird der Insolvenzverwalter sicherlich darüber aufklären, dass man Insolvenzgeld bei der Agentur für Arbeit bekommen kann.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • [USER="7"]Turtle1972[/USER]


    Danke schon mal die Antwort. Das Problem: Das Insolvenzgeld wird erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gewährt. Was kann ich machen, wenn der Arbeitgeber vorher schon nicht zahlt? Ich kann ja schlecht im schlimmsten Fall 2, 3 Monate ohne Geld auskommen. Da hängt ja auch mein Sohn dran - zumindest mit der Krankenversicherung. Die Nachversicherung für die KV läuft nur 4 Wochen weiter. Und ohne Geld kann ich die KV schlecht selbst zahlen.

  • Du bist versicherungspflichtig eingestellt, nur, weil der AG bei der Krankenkasse Schulden aufbaut, erlischt nicht die Versicherung. Wenn tatsächlich kein Lohn kommt, wirst du wohl den Arbeitgeber in Verzug und ALG 2 beantragen müssen. Ab 2 Monaten ausstehenden Lohn kannst du auch kündigen ohne Sperrzeit. Wobei das doch jetzt spekulativ ist, denn der AG zahlt ja noch, wenn auch unregelmäßig.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • [USER="7"]Turtle1972[/USER] Da hängt ja auch mein Sohn dran - zumindest mit der Krankenversicherung. Die Nachversicherung für die KV läuft nur 4 Wochen weiter. Und ohne Geld kann ich die KV schlecht selbst zahlen.


    Dieses Märchen mit der KV hält sich hartnäckig. Warum auch immer!
    Der Versicherungsschutz bleibt bestehen. Die KV ist seit 2007 eine Pflichtversicherung. Falls mal keine Beiträge gezahlt werden, entstehen lediglich Beitragsschulden.
    Die ärztliche Versorgung ist trotzdem weiterhin sichergestellt.

  • @norstone89


    Dann erzähl das meiner KV. Mein Arbeitgeber hat die Meldung zur Sozialversicherung damals bei Arbeitsbeginn nicht wie vorgeschrieben innerhalb der 6 Wochen abgegeben, sondern deutlich später. Da kam dann ein Schreiben meiner Krankenkasse, dass die KV für mich und meinen Sohn ausgelaufen wäre. Wir dürften somit die Krankenkarte nicht mehr einsetzen oder wir sollten uns doch bitte freiwillig versichern.:rolleyes:

  • Daß du dich und dein Kind freiwillig versichern kannst/sollst, das schreibt jede KV nach einer Abmeldung durch einen bisherigen Leistungsträger an ihre Versicherten.
    Daß dort steht, daß du die Versichertenkarte nicht mehr einsetzen darfst, glaube ich ganz einfach nicht.
    Selbstverständlich kannst du und auch dein Kind ärztliche Versorgung in Anspruch nehmen.


    Was das bei Arbeitsbeginn mit deiner jetzigen Situation zu tun hat, erklärst du noch?

  • @ norstone89


    Mit meiner jetztigen Situation hat das nicht viel zu tun. Nur hast Du behauptet, es würde keiner mehr ohne KV dastehen. Das es eine Pflichtversicherung gibt, weiß ich.


    Und das mit der Versicheruntskarte stand dort tatsächlich und wurde mir persönlich noch einmal bestätigt. Man hat mir klar gesagt, dass man nach § 19 Sozialgesetzbuch V (SGB V) 4 Wochen "nachversichert" ist, danach nicht mehr. Danach gilt nur noch eine Art "Grundversorgung". Sprich: Wenn es lebensbedrohlich wird. Aber egal. Ich möchte die Diskussion hier nicht ausufern lassen. Beruflich bedingt habe ich genug Fälle gesehen, wo Menschen trotz "Pflichtversicherung" medizinisch nicht versorgt wurden oder die ganze Behandlung privat bezahlen durften. Und darauf wolltest Du wahrscheinlich auch hinaus. Im Zweifel zahlt man selbst.