Kündigung während der Probezeit, AG besteht auf Auszahlung des Urlaubs

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    • Kündigung während der Probezeit, AG besteht auf Auszahlung des Urlaubs

      Hallo,

      ich habe am 1.6.15 bei einer Zeitarbeitsfirma angefangen, habe aber zum 1.9. was besseres gefunden und nun fristgerecht zum 31.08. gekündigt.
      Mein AG ist nun der Meinung, da ich den kompletten August bei einem Kunden gebucht bin, müsse ich durcharbeiten. Der Urlaub würde mir dann ausgezahlt. Andernfalls würde ich mit Vertragsstrafe zu rechnen haben.
      Ich habe sechs Tage Anspruch und würde die auch sehr gern nehmen.
      Kann der AG das so machen? Ich habe frühzeitig gekündigt, laut Vertrag hätte ich mir auch noch etwas Zeit lassen können.

      Danke fürs lesen
    • copa schrieb:

      Das ist der IGZ/DGB

      Hast Du mal reingeschaut? Das müsste der hier sein:
      directda.de/bedeutet-der-tarifvertrag-Zeitarbeit/
      Da Du unter 6 Monate beschäftigt bist, richtet sich die Dauer des Urlaubs allerdings nicht nach dem TV, sondern "nur" nach dem Bundesurlaubsgesetz. Du müsstest also 6 Werktage haben, da musst Du die Samstage mit einrechnen.

      Ansonsten ist das schwierig. Von einer Vertragsstrafe finde ich weder was im Tarifvertrag noch im Bundesurlaubsgesetz. Du hast Anspruch auf Urlaub. Und Du sollst den sogar nehmen. Aber Du darfst den nur in Absprache mit dem Arbeitgeber nehmen.
    • Ja das ist der Tarifvertrag. BurlG ergibt leider keine Auskunft wann wichtige betriebliche Gründe vorliegen den Urlaub in "Natura" zu gewähren. Wenn ich die vertragliche Kündigungsfrist gewählt hätte, hätte ich sogar nur eine Woche Frist, da ich mich noch in den ersten drei Monaten bewege. Ich dachte halt, so hat der AG noch etwas Zeit sich darauf einzustellen. Stattdessen gab es nur Geschrei und Einschüchterungsversuche am Telefon. Habe schon meine Gründe da zu kündigen......., aber das nur am Rande.

      Ich danke Dir für deine Hilfe!!

      Gruß Copa
    • So, es geht weiter.... Gestern habe ICH die Kündigung meines AG bekommen, zum 15.8. ! Gut, kann er laut Vertrag ja so machen, denke ich.Im Kündigungsschreiben steht auch, daß der anteilig zu gewährende Urlaub von 4 Werktagen aus betrieblichen Gründen ausgezahlt wird. Auch ok, durch die vorzeitige Kündigung habe ich ja gut zwei Wochen Freizeit, bis ich die neue Stelle antrete.
      Nun rief sie gestern bei mir an, um mir in der kommenden Woche zwei freie Tage zu streichen, Ausgleichstage für WE-Dienst. Ich habe bereits knapp 20 Überstunden auf meinem Arbeitszeitkonto, muss ich so kurz vor Schluss noch mehr akzeptieren, auch wenn Sie mir ausgezahlt werden ? Allein auf die Frage hin, wurde sie wieder laut und drohte mal wieder mit Vertragsstrafe. Außerdem will sie unbedingt den Namen und Anschrift des neuen AGs wissen, wohl weil sie befürchtet ich könnte durch einen ihrer Kunden "abgeworben" sein. So verhält es sich aber nicht. Muss ich den Namen nennen? Weiß nicht, ob der neue AG das so gut findet.
      Nun meine Fragen

      -muss ich jetzt noch zusätzliche Überstunden akzeptieren?
      - bin ALG 2 Aufstockerin, teilzeitbeschäftigt, wie verhält sich das mit der Krankenversicherung vom 15.8.-31.8.? Geht auch um meine beiden Kinder, bin alleinerziehend im Trennungsjahr
      - bin ich verpflichtet ans Telefon zu gehen, wenn Chefin anruft? Sie hat es gestern noch mehrmals versucht, sogar heute einmal, am Samstag. Ich hab`s ignoriert, möchte mich nicht ständig anbrüllen lassen.
      -muss ich den Namen des neuen AGs nennen? Die haben nämlich mit ZAFs nichts am Hut

      Schonmal danke!!
    • Einen Grund, jetzt wegen der Kündigung keine Überstunden mehr akzeptieren zu wollen, sehe ich nicht.
      Allerdings sehe ich auch keine Gründe dafür, den neuen Arbeitgeber preiszugeben, und auch nicht - falls nicht anders vereinbart - per Telefon permanent erreichbar zu sein.
      Vielleicht wäre SMS bzw. E-Mail eine Lösung?
      Krankenversichert wirst Du in der arbeitslosen Zeit über das Jobcenter.
      Oder hast Du Anspruch auf ALG-I?
    • Danke für deine Antwort!

      Ich werde die paar Überstunden akzeptieren, die paar Tage halte ich das schon durch. Ist halt ärgerlich, weil ich dadurch einen wichtigen Termin absagen muss.
      Beim Jobcenter melde ich mich morgen gleich telefonisch, wegen der Arbeit kann ich leider nicht persönlich dort erscheinen. Ich bekomme aufstockend ALG 2, möglicherweise ändert sich das, weil ich mich durch die neue Arbeitsstelle auch finanziell verbessere, so daß ich evt. an die Wohngeldstelle verwiesen werde.
      Ich werde nicht ans Telefon gehen, natürlich ist SMS oder E-Mail auch eine Lösung. So ist sie wenigstens gezwungen ihren Ton mal zu mildern.
      Den Namen meines neuen AG nenne ich nicht. Möglicherweise ruft sie dort an, um Werbung für ihre Firma zu machen und nennt meinen Namen. Sorry, aber dieser Dame traue ich mittlerweile alles zu. Ich habe zwischenzeitlich einige andere MA dieser Firma kennengelernt, auch ehemalige, und einige Horrorstories gehört.
    • Sehe die Angelegenheit einfach mal ganz objektiv, du schuldest deinem AG die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit. Ihr könnt darüber hinaus ein gewisses Maß an Überstunden vereinbaren, aber damit hat es sich.
      Sollte der AG eine Art Bereitschaft verlangen, da darf das natürlich gegen einen ansprechenden Obolus. Was nicht geht, aber gerne versucht wird, die Kommunikationsmittel des AN´s als eine Art Freibrief für eine 24 Stunden Dauerrufbereitschaft zu missbrauchen. Du bist nicht verpflichtet außerhalb deiner Arbeitszeit dienstlich tätig zu werden.

      Weiterhin bist du auch nicht verpflichtet bei einer Kündigung den Namen des neuen Arbeitgebers preiszugeben. Das geht den ex.AG nichts an und muss ihn nicht interessieren.

      Ich wünsche dir viel Glück bei deiner neuen Tätigkeit und ein dickes Fell beim jetzigen Arbeitgeber.
    • Ach, ich habe gar keine Lust, mich in den letzten Tagen noch aufzuregen. Eigentlich haben die mir einen Gefallen getan mit der vorzeitigen Kündigung, so kann ich noch einen Teil der Ferien viel Zeit mit meinen Kindern verbringen. Der finanzielle Verlust ist nicht ganz so schlimm, zumal mir ja Urlaub und Überstunden ausgezahlt werden.
      Aber es ist doch erstaunlich; ich kündige zum 31.8., mir wird der Urlaub verwehrt, weil man mich ja so dringend braucht. Dann bekomme ich plötzlich die Kündigung zum 15.8.!!
      Es gibt schon Dinge zwischen Himmel und Erde......

      Vielen Dank für die guten Wünsche, bei der neuen Arbeit wird es ganz bestimmt besser. Von der ZA bin ich jedenfalls kuriert!!

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