Ich soll zum Amtsarzt

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    • Ich soll zum Amtsarzt

      Guten Abend,

      ich bin Mitte 20 und den grössten Teil des Jahres bei verschiedenen Personaldienstleistern angestellt ujüberhaupt eine Arbeit zu haben.
      Die Einsätze sind immer nur vorübergehend für 4-6 Monate.
      Ich melde mich in den Zwischenzeiten immer bei der Arge und suche mir dann einen neuen Job.

      Nun war ich kanpp vier Wochen arbeitslos und habe kürzlich bei einem Personaldienstleister angefangen.

      Leider war ich nur drei Tage dort und wurde dann krank.
      Als ich das meldete sagte man mir ich solle lieber hin gehen weil der Auftraggeber Krankheiten nicht gerne sieht und ich eventuell gekündigt werde.

      Der Arzt schrieb mich in der letzten Woche drei Tage krank.
      Nun wurde es über das Wochenende nicht wirklich besser und nun ging ich heute wieder zum Arzt, der mich bis zum Ende der Woche krank geschrieben hat.

      Das meldete ich bei meinem Personaldienstleister der mir schrieb man zweifle meine Krankheit an und ich soll Ende der Woche zum Amtsarzt und wenn dort heraus kommt dass ich nicht krank bin bekomme ich eine fristlose Kündigung mit der Folge eine Sperre beim Amt zu bekommen und wenn ich keine Lust auf den Job habe solle ich lieber selber kündigen.
      Zusätzlich wolle man diese Zweifel bei der Krankenkasse platzieren denn die zahlt Krankengeld wenn man in den ersten vier Wochen in einem neuen Job krank ist.

      Ich weiss gar nicht wie ich damit umgehen soll.
      Ist das überhaupt rechtens ?
      Mich befremdet das so sehr dass ich jetzt noch mehr Bauchweh habe.

      Wie soll ich mich da verhalten?

      Danke und viele Grüsse,

      Harry


    • Hat der Arbeitgeber Ihnen tatsächlich einen Amtsarzttermin zum Ende der Woche gegeben ?
      M.E. hat er dafür keine Rechtsgrundlage. Wenn überhaupt nur aus Arbeits- oder Tarifvertrag.
      Die Krankenkasse kann, sofern sie Krankengeld zahlt einen Termin bei ihrem ärztlichen Dienst verlangen, aber selbst der kann schwerlich feststellen ob Sie
      die letzten 1 1/2 Wochen tatsächlich krank waren, er kann Sie höchstens ab dem Untersuchungstag gesund schreiben.
    • Ja, hier ist wieder mal ein Beleg dafür, warum Leifirmen nicht den besten Ruf genießen. Solche AG bedürfen besonderer Behandlung. Anzweifeln der Arbeitwilligkeit und ärztlichen Bescheinigungen wird gerne mal gemacht, da ja ausschlielich die Arbeit des AN ja letztendlich das ist, wovon solche AG leben.

      Sicher, es gibt zwar ein Urteil, was durchaus dafür spricht, zum Amtsarzt geschickt zu werden. Aber, ob das hier von Nutzen ist, wage ich auf Grund der noch kurzzeitigen AU zu bezweifeln.

      hensche.de/Arbeitsrecht_aktuel…land-Pfalz_6Sa640-09.html

      Sollte der AG kündigen, insbesondere, wenn es eine Außerordentliche Kündigung sein soll, bekommt er es mit einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht zu tun.

      Dann soll er seinen Zweifeln mal Beweise hinzufügen. Denn die muß er liefern.

      Hinzu kann man dann ja mal ganz unauffällig von der Kasse prüfen lassen, ob er überhaupt KV- Beiträge abgführt werden. Auch das hat Konsequenzen- für den AG. Insofern, bekommt ein solcher AG schon die Aufmerksamkeit, die er wünscht. Und zivilrechtlich kann man sogar noch eine Verleumdungsklage erwägen.

      Ja, wenn man sich als AG so verhält, muß er damit rechnen, daß auch gegen ihn gezweifelt wird.

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