Kiki75

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo!
      Ich hab da mal eine Frage.
      Mein Sohn begann mit 17 eine Ausbildung und brauchte ein Monatsticket was es nur im Abo gab. Er hatte den Antrag gestellt und da er noch nicht Volljährig war, musste ich als Erziehungsberechtigte mit unterschreiben. Der Betrag wurde vom Konto meines Sohnes auch abgebucht. Dann schmiss er die Ausbildung hin und zahlte auch das Ticket nicht mehr.
      Er bekam vom Inkasso Mahnungen, worauf er nicht reagierte. Ich wußte nicht mal, dass es sich um das Monatsticket ging. Dann zog er mit 18 plötzlich aus und war Monatelang verschwunden und ich hörte nichts mehr von ihm. Jetzt bekomme ich einen Mahnbescheid und soll fast 400€ zahlen.
      Ich rief bei dem Inkassounternehmen an und teilte denen mit, dass ich nie eine Mahnung erhielt sondern immer an meinen Sohn adressiert war und warum ich jetzt einen Mahnbescheid erhalte. und die sagten mir, da ich als Erziehungsberechtigte unterschrieben hätte, müsste ich auch dafür gerade stehen.
    • Ja, aber nur bis zu dem Monat, in welchem er das 18. Lebensjahr vollendet hat. Bis dahin hättest du als Erziehungsberechtigter die Pflicht, seine Zahlunsausgänge zu kontrollieren. Danach nicht mehr. Die Schulden aus dem Vertrag, die ab seinem 18. Geburtststag entstanden, dafür haftet er. Das würde ich an deiner Stelle mit dem Inkassounternehmen klären und die Schulden bis dahin begleichen.

      Beispiel: Vertrag ab 01.09.2014 monatl. 45 EUR. 18. Geburtstag 15.01.2015. Letzte Zahlung November 2014.

      Dann hättest du in diesem Beispiel m.E. für Dezember und Januar zu zahlen. Ab Februar ist das Söhnlein alleine haftbar.

      (3) Ist der Minderjährige unbeschränkt geschäftsfähig geworden, so tritt seine Genehmigung an die Stelle der Genehmigung des Vertreters.



    • Danke für die Antwort.

      Verstehe ich das jetzt richtig, dass ich dem Inkassounternehmen mitteilen muss, dass die sich an meinem Sohn halten sollen, da er jetzt Volljährig ist.
      Hätte das Inkasso mir mal eine Mahnung geschickt, was das Ticket betrifft, dann hätte ich ja darauf reagieren können.
      Ich bin aus allen Wolken gefallen, als heute der Mahnbescheid kam.
    • [SIZE=13px] Danke für die Antwort.

      Verstehe ich das jetzt richtig, dass ich dem Inkassounternehmen mitteilen muss, dass die sich an meinem Sohn halten sollen, da er jetzt Volljährig ist.
      Hätte das Inkasso mir mal eine Mahnung geschickt, was das Ticket betrifft, dann hätte ich ja darauf reagieren können.
      Ich bin aus allen Wolken gefallen, als heute der Mahnbescheid kam.


      [/SIZE]

      [SIZE=13px]
      [/SIZE]

    • Ja, auf jeden Fall. Und auch an den eigentlichen Gläubiger. Schriftlich, aktenkundig. Also nachweissicher. Dabei sicherstellen, daß das Schreiben auch ankommt. Kann z.B. zu Nachweiszwecken auch zusätzlich als E- Mail einreichen. Ist preiswerter als durch Boten bei der Post. Oder selber vorbeischaffen, Empfang quittieren lassen. So sehe ich das. Den Aufwand muß man betreiben, wenn man revisionssicher vorgehen will. Und ich würde in dem Anschreiben auch mit dem § 108 BGB argumentieren.

      Für die Zeit bis zum 18. Geburtstag haftest du allerdings mit, da ja der Sohn erst mit 18 voll geschäftsfähig wurde und deine Erziehungspflicht auf Grund der Volljährigkeit endete.

      Du kannst ja den Vertrag jetzt auch nicht kündigen. Oder stehst du mit drin? Aber so, wie du geschrieben hast, ist der Sohn alleiniger Vertragsnehmer und deine Unterschrift war eben "nur" auf Grund der beim Vertragsabschluß noch vorliegenden Minderjährigkeit des Sohnes zur Vertragswirksamkeit notwendig.

      Das ist noch zu bedenken:

      Ich hoffe nur, du hast keine Bürgschaftserklärung unterschrieben. Das würde den Sachverhalt natürlich ändern. In diesem Falle solltest du eine Schuldnerberatung aufsuchen.

    Impressum

    Datenschutz

    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."