ALG2 u. Sozialhilfe / Eheschliessung getrennte Wohnorte

  • Hallo,


    mein Freund und ich (beide 32 Jahre) sind beide zu 50% schwerbehindert und seit einigen Jahren erwerbsunfähig geschrieben.
    Es bezieht ALG2, ich beziehe Sozialhilfe. Wir wohnen in verschiedenen Bundesländern und möchten gerne heiraten. Noch sind wir jedoch aufgrund psychischer Probleme nicht in der Lage zum jeweilig anderen zu ziehen. Wir befinden uns beide in laufenen Psychotherapien an unseren Wohnorten.
    Dürfen wir heiraten, obwohl wir unseren Lebensmittelpunkt (noch) nicht auf eine gemeinsame Wohnung festlegen können? Ist man von amtswegen auf eine gemeinsame eheliche Wohung verpflichtet?


    Danke,
    kathrinchen

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  • Heiraten dürft Ihr, es gibt keine Vorschrift im BGB, die ein Zusammenleben dafür voraussetzt.
    Jobcenter und Sozialamt werden aber darauf bestehen, dass Ihr baldmöglichst zusammenzieht, um die Hilfekosten zu senken.
    Die laufenden Behandlungen könnten aber ein wichtiger Grund sein, dies erst einmal abzuwarten.

  • Selbstverständlich dürft ihr heiraten. Es gibt kein Gesetz, dass Eheleute zu gemeinsamer Wohnung verpflichtet. Allerdings kann es Probleme mit den Sozialleistungen geben. Sobald ihr verheiratet seid, zählt ihr als eine Bedarfsgemeinschaft und bekommt nur die angemessene Miete für eine Zwei-Personen-Wohnung.

    "Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)