Frage nach zuständigen Sozialen Träger

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    • Frage nach zuständigen Sozialen Träger

      Falls dieses Thema hier verkehrt sein sollte, bitte ich um Entschuldigung und darum es entsprechend zu verschieben - Danke

      Ich war bzw bin bei einem Unternehmen beschäftigt - dazu muss ich etwas "ausholen" um die Situation zu erklären.
      Seit dem 01.02.2014 war ich in dem Betrieb befristet bis zum 30.08.2014 tätig, der Vertrag wurde nicht verlängert. Aufgrund einer Vorbeschäftigung nach § 14 TzBfG reichte ich Befristungskontrollklage ein, welche am 24.04.2015 zu meinen Gunsten entschieden wurde - es wurde festgestellt, dass das Arbeitsverhältnis nicht durch Befristung beendet wurde... ich bin also ungekündigt. Da die Aussicht auf einen neuen Arbeitsplatz seit Dezember 2014 schon recht aussichtslos ist und ich meine alte Stelle unbedingt weiter behalten möchte, werde ich auch nicht kündigen, denn sonst wäre die Klage ja sinnlos gewesen.

      Nun stehen wir finanziell gesehen etwas sehr klamm da und es müssen Leistungen beantragt werden. Da ich ja aber offiziell nicht arbeitslos bin - welcher Träger ist für einen zu stellenden Antrag zuständig? Muss ich mich an die AfA wenden, oder doch wieder beim Jobcenter vorsprechen? Zwar habe ich Zahlungsanspruch auf Verzugslohn, doch der muss erst einmal durchgesetzt werden, was - wie das vorherige Verfahren auch - reichlich Zeit in Anspruch nehmen wird. Wir können aber nicht nur von dem Gehalt meiner Frau leben, dies reicht nicht aus.

      Danke für sachdienliche Hinweise
    • Die werden mich ja schwerlich auffordern könne die Stelle zu kündigen... nach ersten Telefonaten wurde mir von denen schon erklärt, dass Anspruchvoraussetzungen nicht vorliegen würden und ein Antrag sehr wahrscheinlich abgelehnt werden würde, weil ich der Vermittlung nicht zur Verfügung stehe was Grundvoraussetzung ist... Einkommen wird ja erzielt durch den Annahmeverzug des AG, der muss aber auch erst mal eingeklagt werden weil er freiwillig nicht bezahlt. Das einzige was ich noch sehe, ist Antrag auf einstweilige Anordnung vor dem ArbG auf zahlung von Vergütung, aber auch das wird Dauern...
    • Hi,

      das ist so nicht richtig: Es kommt nicht darauf an, ob Du der Vermittlung zur Verfügung stehst, sondern ob Du bereit bist, an der Beseitigung der Hilfebedürftigkeit mitzuwirken.
      Dabei kommt es darauf an, ob aus der Stelle mit einiger Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit Einkommen zu erwarten ist. Sollte das, warum auch immer, nicht so sein, ist durchaus denkbar, dass Du verpflichtet bist, Dir etwas anderes zu suchen. Ansonsten bist Du gehalten, den Anspruch gegen den Arbeitgeber durchzusetzen. Dabei muss das JC Dir helfen, weise mal auf § 115 SGB X hin.
    • Nein, eine Kombinationsklage war nicht möglich, es wurde nur über die Befristung entschieden - aber aus dem positiven Verlauf ergibt sich ja der Annahmeverzug... nur freiwillig wird der nicht zahlen. Es war ja ein Urteil nach Aktenlage weil er nicht zum Kammertermin erschien und rührt sich seit dem nicht mehr - ab dem 31.05 wird das Urteil rechtskräftig, UND ERST DANN kann ich gerichtlich weitere Schritte einleiten - nur bis dahin sind wir sprichwörtlich verhungert. Aufgefordert wurde er von mir - Zahlung wie Weiterbeschäftigung... aber es herrscht Funkstille