Minijob und Ehrenamt

  • Hallo Leute :)


    Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Minijob, steige aber bei der ganzen ALG 2 Geschichte noch nicht so ganz durch :D


    Wie sieht es jetzt aus : Wieviel darf ich dazuverdienen, ohne dass irgendetwas angerechnet wird?
    Ich habe mal gehört, dass es da bestimmte Grenzen gibt...
    Wenn ich jetzt 200€ im Nebenjob dazu verdiene, wieviel darf ich dann davon "behalten", sprich wieviel Plus hätte ich dann am Ende des Monats zusätzlich zum ALG 2?


    Dann habe ich noch eine Frage zum Ehrenamt...
    Undzwar hätte ich die Möglichkeit ein Ehrenamt anzutreten, bei dem ich eine Aufwandsentschädigung bezahlt bekomme...
    Heisst es ist kein richtiges Einkommen, sondern eher eine Entschädigung für den Aufwand den ich hatte (z.B für Anfahrtskosten, Verpflegung ect)
    Muss ich das ganze beim Jobcenter angeben?



    Darf ich überhaupt Minijob + Ehrenamt gleichzeitig ausüben, vorallem wenn ich bei beiden Tätigkeiten Geld erhalte.
    Beim Minijob eben Gehalt/Lohn und beim Ehrenamt eben eine finanzielle Aufwandsentschädigung?


    Danke für die Antworten!

  • Zitat von WinnieThePooh;306668


    Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Minijob, steige aber bei der ganzen ALG 2 Geschichte noch nicht so ganz durch


    Ganz grundsätzlich: Als Alg2-Bezieher sollst du möglichst so viel verdienen, daß du gar kein Alg2 mehr brauchst. Soviel, daß du dich selbst ernähren und unterhalten kannst. Selten reicht ein Minijob dazu aus.


    Zitat von WinnieThePooh;306668

    Wie sieht es jetzt aus : Wieviel darf ich dazuverdienen, ohne dass irgendetwas angerechnet wird?


    Es sieht so aus: Es gibt für den Minijob einen Grundfreibetrag von 100,-. Zusätzlich zu den 100,- gibt es 20% des Restes des Lohns auch noch als Freibetrag.

    Zitat von WinnieThePooh;306668

    Wenn ich jetzt 200€ im Nebenjob dazu verdiene, wieviel darf ich dann davon "behalten", sprich wieviel Plus hätte ich dann am Ende des Monats zusätzlich zum ALG 2?


    100,- +20% von 100,- = 120,-. Soviel hättest du mehr.

    Zitat von WinnieThePooh;306668

    Dann habe ich noch eine Frage zum Ehrenamt...

    Ja, das kannst du machen. Ja, natürlich mußt du diese Tätigkeit auch beim JC angeben, denn du hast dadurch auch Einkommen. Jedes Einkommen ist dem JC mitzuteilen.
    Manche Einkommen werden aber nicht berücksichtigt/nicht angerechnet. Aufwandsentschädigungen bis zu einer gewissen Höhe werden nicht berücksichtigt/nicht angerechnet. Weil das eben kein Lohn ist, sondern eine Entschädigung.

    Zitat von WinnieThePooh;306668

    Darf ich überhaupt Minijob + Ehrenamt gleichzeitig ausüben, vorallem wenn ich bei beiden Tätigkeiten Geld erhalte.
    Beim Minijob eben Gehalt/Lohn und beim Ehrenamt eben eine finanzielle Aufwandsentschädigung?


    Natürlich! Soviel wie möglich eigenes Einkommen!
    Ja, das ist erlaubt mit Minijob und Ehrenamt. Selbstverständlich.

  • Zitat von WinnieThePooh;306668

    Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Minijob, steige aber bei der ganzen ALG 2 Geschichte noch nicht so ganz durch :D


    Wie sieht es jetzt aus : Wieviel darf ich dazuverdienen, ohne dass irgendetwas angerechnet wird?


    Ich steige bei deiner Geschichte auch nicht durch. Denn du schreibst auch


    Zitat von WinnieThePooh;306666


    Ich wurde vom amtsärztlichen Dienst für 6 Monate als arbeitsunfähig eingestuft


    und befindest dich dort angabengemäß im Augenblick in einer Reha.


    Nun machst du dir Sorgen um ein Ehrenamt und suchst einen Minijob.

  • Zitat von mpumpe;306674

    Ich steige bei deiner Geschichte auch nicht durch. Denn du schreibst auch


    und befindest dich dort angabengemäß im Augenblick in einer Reha.


    Nun machst du dir Sorgen um ein Ehrenamt und suchst einen Minijob.


    Ja, das tu ich, meine Sachbearbeiterin hat das ganze als "medizinische Reha" bezeichnet, ich darf laut Amtsärztin nicht mehr (bzw. bin nicht mehr) als 3 Stunden/ Tag arbeitsfähig.


    Ich könnte jetzt aber eben stundenweise Jobben gehen und möchte eben nicht den ganzen Tag "faul" zu Hause rumsitzen und Däumchen drehen...
    Mir würde das ganze eben auf psychischer Ebene gut tun, weil ich wieder unter Menschen komme und mich so wieder langsam ans Abeitsleben gewöhnen kann...[Bin psychisch Bedigingt krankgeschrieben]
    (Deswegen auch das Ehrenamt, weil ich dort eben nicht "verpflichtet" bin zu arbeiten, das ganze findet also ohne Druck statt :) )


    Bin ja auch durchgehend auf der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz, um eben nach den 6 Monaten "krank sein" (bzw. 6 Monaten medizinischen Reha), wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen zu können :)

  • Zitat von WinnieThePooh;306686

    Ja, das tu ich, meine Sachbearbeiterin hat das ganze als "medizinische Reha" bezeichnet, ich darf laut Amtsärztin nicht mehr (bzw. bin nicht mehr) als 3 Stunden/ Tag arbeitsfähig.


    Das Jobcenter wird sicher nicht eine Reha-Maßnahme irgendwie bezeichnen.
    Sondern deine SB wird ausgewählt haben in Abstimmung mit dem Amtsarzt, welche Reha für dich in Frage käme.
    Wie sieht diese Reha denn überhaupt aus? Ob die Reha-Betreuer eine Erwerbstätigkeit bzw. eine ehrenamtliche Tätigkeit für angezeigt halten?
    Und auch fraglich ist, ob das Jobben nicht mit den Reha-Massnahmen zeitlich kollidiert.
    Das solltest du zunächst wirklich erst mal abklären. Ob erlaubt, wann erlaubt, in welchem Umfang erlaubt.


    Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine med. Reha aus Däumchen drehen besteht. Du bist auch sicher nicht krank geschrieben, sondern für zunächst 6 Monate voll erwerbsgemindert.
    Das ist zur Krankschreibung ein ziemlicher Unterschied.

    Zitat von WinnieThePooh;306686

    Bin ja auch durchgehend auf der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz, um eben nach den 6 Monaten "krank sein" (bzw. 6 Monaten medizinischen Reha), wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen zu können

    Nach einer Ausbildung, die du auch psychisch schaffst, würde ich an deiner Stelle jetzt vorrangig suchen! Noch vor allem anderen!

  • Die 'medizinische Reha' ist wohl eher eine Fantasiebezeichnung.
    Und ein Minijob heißt arbeitsfähig und nicht unter drei Stunden pro Tag und zusätzlich noch das 'Ehrenamt'. Da paßt einiges nicht zusammen.