Grundsicherung/Kindergeld

  • Guten Tag,


    Zur Situation.


    mein Bruder ist zu 100% Geistig und Körperlich Behindert.


    Er lebt bei mir in meinem Haushalt. (Gemeinschaftshaushalt)


    Pflege 24 Stunden am Tag.


    Pflegeperson (Ich) kann dadruch nicht Arbeiten gehen, und bekommt leider Gottes Harz4, da ehrenamtliche Tätigkeit.


    Ich bin Kindergeldberechtigter (Bescheid von der Kindergeldkasse läuft auf meinem Namen). Überweisung auf mein Konto.


    Kindergeld wird bei meinem Brunder seiner Grundsicherung angerechnet.
    Obwohl es Ihm nicht per Weiterleitung, zb. Überweisung zufließt,da er kein eigenes Konto hat, und weder Lesen noch Schreiben kann. (Das wäre auch unverantworlich von mir)


    Klage vor dem Sozialgericht brachte keinen Erfolg.


    Einspruch wurde eingelegt.


    Nun Schreibt das Gericht, das Kindergeld müsste dann dem Betreuer angrechnet werden.


    Ich bin der Meinung:
    Meinem Bruder darf das Kindergeld nicht angerechnet werden, und mir auch nicht.


    Warum?
    Geschwister sind sich nicht zum Unterhalt verpflichtet.


    Welche Überlegungen könnte man noch anstellen?


    Kennt jemand brauchbare Rechtsprechungen oder hat andere brauchbare Argumente?


    ich bedanke mich vorab,.

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  • Was machst du denn dann mit dem Kindergeld? Verwendest du es für deinen eigenen Bedarf? Fakt ist: Das Kindergeld ist Einkommen und auf Sozialhilfe bzw. Alg II anzurechnen, normalerweise beim Kind.

    "Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)

  • Quote

    Ich bin der Meinung:
    Meinem Bruder darf das Kindergeld nicht angerechnet werden, und mir auch nicht.


    Du bist ja witzig. Dann ist für euch das Kindergeld dann Taschengeld oder wie? Einkommen im Sinne des § 11 SGB II (was es dann wäre, wenn du es nicht für deinen Bruder aufwendest und für dich behältst) hat nichts, aber auch gar nichts mit einer Unterhaltspflicht nach BGB zu tun.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Ich behalte es natürlich nicht für mich :mad:


    Das Kindergeld verwende ich für Ausgaben die nicht in der Grundsicherung abdeckt sind.


    Medikamente Zusahlungen (Trotz Befreiung], Fahrten zum Arzt usw.


    Auf der einen Seite steht im das Kindergeld aufgund seiner Behinderung ein leben lang zu (Bei dieser Regelung muss man sich ja etwas gedacht haben) Auf der anderen Seite kann er nicht selbst für sein Lebensunterhalt aufkommen, und bekommt Grundsicherung und schon ist das Geld wieder weg. Da beißt sich die Katze in den berühmten Schwanz Warum dann überhabt die Regelung, Kindergeld über das 27. Lebensjahr bei Behinderung, wenn die Leute nichts davon haben?

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  • Quote from David244;305653

    Auf der anderen Seite kann er nicht selbst für sein Lebensunterhalt aufkommen


    und aus dem Grund hat er überhaupt einen Kindergeld Anspruch. Das Geld ist auch nicht weg, sondern senkt seinen Grundsicherungsbedarf.
    Da er aber bei dir lebt, darf das Kindergeld nicht auf seinen Bedarf angerechnet werden, wohl aber auf deinen.
    Die Leute, normalerweise die Eltern, haben schon was davon........wenn sie nämlich selber nicht von ALGII oder Grundsicherung leben. Den immerhin gibt es Verhinderungspflege und erhöhten Betreuungsaufwand, seit 2015 nun auch noch 50% der Kurzzeitpflege die als Verhinderungspflege abgerechnet werden darf.
    Somit hast du im Jahr 4914 Euro für Betreuung zur Verfügung. Zeit die andere zum Arbeiten nutzen.

    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
    und der Anfang der Unzufriedenheit.