Insolvenzgeld und Antrag auf ALG2

  • Hallo,
    ich habe bzgl. ALG2 und Insolvenzgeld einige Fragen. Ich weiß, dass es hier bereits einige threads dazu gibt - alles gelesen, jedoch wäre es schön, wenn ich zu m. Fall doch noch die ein oder andere Antwort bekommen würde.


    Mein Fall:
    Arbeitsaufnahme 15. Sept. 2014 - Insolvenzantrag AG 12.12.2014 - Kündigung mit Einhaltung der Frist zum 28.02.2015 mit unwiderruflicher Freistellung ab 19.01.2015.
    Gehälter: Nov. vorfinanziert durch Inso-Verw.,
    Dez. sowie Jan.Geh. Antrag auf Insolvenzgeld bei der BA.

    Inso-Eröffnung ca. 1.02.2015 - Inso-Geld also ca. Auszahlung Febr. 2015 (ca. 3000,00 EUR).


    Gleichz. Antrag Weiterbewillingung ALG2 gestellt, da vorher 3 Jahre Bügerarbeit und dadurch kein Anspruch auf ALG1. (Ja, man kann in diesem Lande heutzutage 3,5 Jahre sozvers.pfl. gearbeitet haben und kommt trotzdem mit dem Hinterteil nicht hoch. ("Deutschland geht es gut und ich will, dass es so bleibt" - danke Angi. von den Diätenerhöhungen kann man sich anscheinend viel Schoki kaufen, dass man in eine Art Rauschzustand verfällt).


    Meine Fragen nun:


    Inso-Geld wird während des Leistungabezugs angerechnet - soweit klar. Allerdings habe ich des öfteren gelesen, dass das Geld dann auf die nächsten Monate angerechnet wird. Ist das so richtig "Katastrophe" ? Oder gilt das Zuflussprinzip nur für den Monat des Geldeingangs, somit Februar?

    Der Februar wäre m. E. ja auch völlig ok, da ich im Normalfall vom Jan.Geh. den Monat Februar hätte bestreiten müsste. Aber in dem Fall müsste ich von beiden Gehältern erst mal mein Kto. auf 0 bringen, da die ganzen Kosten z. Zt. über Dispo gehen. Vom Gehalt "Bürgerarbeit" waren ja auch keine Rücklagen zu bilden.Über die Dispo-Zinsen darf ich auch gar nicht nachdenken :-(.


    Wäre es sinnvoller, den Antrag beim JC vorerst zurückzuziehen und erst nach Zahlung des InsoGeldes neu zu beantragen?
    Für Antworten wäre ich sehr dankbar. Das Ganze bereitet mir ziemliche Kopfschmerzen, da ich mittlerweile Angst habe, dass ich durch volle Anrechnungen nicht mals mehr mein Konto glatt kriege :-).
    LG

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  • Deutschland geht es gut. So gut, daß man es sich leistet, Leute von der Wiege bis zur Bahre zu finanzieren.


    Du hättest anstelle der Bürgerarbeit Dir ja auch einen sozialversicheurngspflichtigen Job suchen könne. Den hat Angie (wer immer das ist) sicher nicht verhindert.

  • Deutschland geht es gut war Ironie.
    Zudem kann ich auf solche Antworten bzgl. der Bürgerarbeit gut verzichten. Bürgerarbeit angenommen, weil 160 Bewerbungen im Jahr davor fruchtlos verlaufen sind; im Jahr davor waren es noch mehr. Irgendwann hat man mit Anf. 50 im kaufm. Bereich keine große Wahl mehr. Also richte nicht, bevor Du nicht weißt, über wen Du richtest. Hätte, hätte bringt einen im Leben nicht weiter, und Hätte füllt nicht den Kühli, zahlt auch nicht Nebenkosten und die Wäsche, die man braucht.

  • Quote from Vegas;303776


    Du hättest anstelle der Bürgerarbeit Dir ja auch einen sozialversicheurngspflichtigen Job suchen könne. Den hat Angie (wer immer das ist) sicher nicht verhindert.


    Kein guter Beitrag. Die Bürgerarbeitjobs wurden durch das JC zugewiesen und nur an solche wo nachweislich trotz aller Bemühungen eine Integration in den 1. Arbeitsmarkt bisher erfolglos war.

    "Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)

  • Quote from Dagmar;303780

    Deutschland geht es gut war Ironie.


    Deutschland geht es doch gut, vor allem verglichen mit z.B. Spanien, Frankreich oder Italien.
    Was kann Angie dafür, wenn man keine Arbeit findet. Soll jetzt das Bundeskanzleramt alle Langzeitarbeitslosen einstellen, die keinen anderen Job finden. Ich glaub das wäre teurer als einfach weiter AlG2 zu zahlen.

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  • Vielleicht, wenn du das hier mal klarstellst.


    Quote from Dagmar;303774


    Gleichz. Antrag Weiterbewillingung ALG2 gestellt


    Heißt Weiterbewilligungsantrag, dass du die ganze Zeit ergänzend ALGII bezogen hast?

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

  • Nein, ich war während meiner Beschäftigung nicht im ALG2 Bezug.
    Weiterbewilligungsantrag - weil ich im Sept. 2014 das letzte mal eine Teilzahlung ALG2 bezogen habe (15. Sept. Arbeitsbeginn). Dadurch ist wohl meine Akte noch offen und es reicht ein W-Antrag. So die Auskunft vom JC.

  • Grundsätzlich wäre es geschickter gewesen, den ALGII-Antrag erst für den Monat nach dem Zugang des Insolvenzgeldes zu stellen.

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

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  • Quote from Dagmar;303774


    Meine Fragen nun: Inso-Geld wird während des Leistungabezugs angerechnet - soweit klar. Allerdings habe ich des öfteren gelesen, dass das Geld dann auf die nächsten Monate angerechnet wird. Ist das so richtig "Katastrophe" ? Oder gilt das Zuflussprinzip nur für den Monat des Geldeingangs, somit Februar?

    Ja, es wird auf 6 Monate verteilt bzw. bis zum Ende des lfd. Bewilligungszeitraumes, wenn du ansonsten mit dem Inso-Geld aus dem Alg2-Bezug fallen würdest. (§11(3)SGB II)


    Was meinst du mit Katastrophe?
    Beispiel:
    dein Inso-Geld ist 3000,-
    dein Bedarf ist 700,-
    mit 3000,- würdest du deinen Bedarf decken können.
    Es wird nun auf 6 Monate aufgeteilt, und ergänzendes Alg2 gezahlt.
    Das JC vermeidet damit Aufhebungsbescheide und Neuanträge und neue Bewilligungsbescheide.


    Würdest du das Insogeld denn in einer Summe gezahlt bekommen?





  • Quote from Dagmar;303931

    Es ist aber möglich, den Antrag zurückzuziehen oder nachträglich zum 01.03.2015 zu stellen oder?


    Ja, das ist möglich.

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

  • Danke norstone89,
    so habe ich es befürchtet.
    Katastrophe? Ja, ich finde das nicht gerecht. Man tritt eine neue Stelle an, der AG geht pleite, die rückständigen Gehälter werden als Vermögen verteilt und angerechnet.


    In meinem Fall z.B., 12jähriges Auto mit neuen Reifen winterfest machen, damit man sicher zur Arbeitsstelle kommt. Bei einem Nettoverdienst von 1500,00 EUR eig. kein so großes Problem. Ein wenig neue Garderobe wegen Kundenverkehr, weil das vorher nicht möglich war. Diesen Betrag hätte ich nicht ausgeben dürfen, obwohl er notwendig war und mein Verdienst es zuließ.
    Was unterm Strich bedeutet, dass jede Entlohnung einer Arbeitsaufnahme nicht ausgegeben werden darf/sollte, da man ab nächstem Ersten in der Insolvenzfalle sitzen kann.
    Wie schon gesagt, Zuflussprinzip im Monat Febr. ist kein Thema, denn vom Jan-GEhalt hätte ich den Febr. bestreiten müssen. Aber das ganze Insolvenzgeld als Vermögen deklarieren und verteilen, das ist m. E. nicht gerecht.
    Aber vlt. sehe ich das ja auch verkehrt, keine Ahnung.


    Ob ich das InsoGeld in einer Summe bekomme weiß ich nicht. Der Antrag wird ja erst frühestens ab 1.2. bearbeitet.

  • Quote from Dagmar;303943

    Danke norstone89,
    so habe ich es befürchtet.
    Katastrophe? Ja, ich finde das nicht gerecht. Man tritt eine neue Stelle an, der AG geht pleite, die rückständigen Gehälter werden als Vermögen verteilt und angerechnet.


    Ob ich das InsoGeld in einer Summe bekomme weiß ich nicht. Der Antrag wird ja erst frühestens ab 1.2. bearbeitet.


    Vielleicht verstehe ich es nicht. Ich kann da keine Katastrophe sehen. Ohne Geld wirst du nicht sein. Und dein Gehalt wird auch kein Vermögen sein, wenn du ab 02 Alg2-Leistungen beziehst. Es ist auch kein Gehalt, sondern Insolvenzgeld, welches die BA zahlt. Weil der AG nicht kann.


    Vermögen wäre es doch nur, wenn du das Insogeld VOR dem Alg2-Bezug bekommst.
    Während des Alg2-Bezuges ist es Einkommen und wird mit entspr. (höheren) Freibeträgen berücksichtigt.
    Wenn die 3000,- so etwa richtig sind und du bis 28.2. quasi angestellt bist, die Auszahlung erst im Februar erfolgt, dann ist das Insogeld eben Einkommen während Alg2-Bezug.
    Es wird also nicht voll angerechnet.
    Außerdem: Du hast doch gar keine Arbeitsstelle mehr, oder? seit 19.1. bist du freigestellt und Winter beginnt nicht plötzlich wegen der Insolvenz oder wegen der Anrechnung---
    Was du sonst über deine Finanztechnik schreibst, verstehe ich auch nicht. Ist aber nicht relevant.


    Wann hast du denn den Alg2-Antrag gestellt? Ab wann willst du Alg2 haben? Ab Februar?
    Natürlich kannst du den Antrag auch zurückziehen, also den Verzicht auf Leistungen erklären. Und später Alg2 beantragen.

  • Ok, noch mal die Einzelheiten:
    Kündigungsschreiben am 15.01.2015 mit Freistellung und Einhaltung der Kündigungsfrist zum 28.02.2015.
    Obwohl das für mich auch i-wie Nonsens ist, da der Betrieb dicht ist und am 31.01.2015 die 3 Monate Gehaltszahlung aufgrund von
    Zahlungsunfähigkeit nicht geleistet wurden. Wieso muss man dann noch eine Kündigungsfrist einhalten? Ok, evtl. gibt das der Gesetzestext so her, Sinn macht es für mich nicht weil: Richtig, ich habe seit 19.1. keine Arbeitsstelle mehr; ergo: Wer zahlt für Febr. noch meine Krankenkasse?
    Meinen Antrag beim JC habe ich zeitgleich mit dem Insogeld-Antrag am 19.01.2015 gestellt, da der Inso-Verw. das Dez.Gehalt nicht mehr vorfinanzieren konnte/durfte.
    Winter, Winter? Finanztechnik unverständlich?
    Was ist daran denn so unverständlich? Ich fange an zu arbeiten, mein Kto-Stand ist 0. Erstes volles Gehalt geht am 30.10. ein.
    Das Gehalt ist am 30.11. aufgrund von notwendigen Ausgaben aufgebraucht - Punkt.
    1.12. kein Gehalt - Konto rot
    1.01. kein Gehalt - Konto mehr als rot
    5.01. Gehaltszahlung für Nov. - Konto noch lange nicht gedeckt
    1.02. bisher noch keine Zahlung zu erwarten - Konto wieder dick rot
    Sofern nun die 2 ausstehenden Gehälter i-wann im Febr. in Form von InsoGeld eingehen, ist das Konto zum 1.3. wieder auf 0.
    (einfach mal so gerechnet). Wie kann man denn da das Insolvenzgeld auf 6 Monate verteilt (so steht es oben) aufteilen und verrechnen?
    Mein Dispo hat sämtliche Ausgaben und Lebensunterhaltskosten bis jetzt für 2 Monate vorfinanziert.

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  • Quote

    Ja, das ist möglich.


    Das ist so nicht ganz richtig. Die Frage, bis wann ein Antrag wirksam zurückgenommen werden kann, ist derzeit noch beim BSG anhängig (B 4 AS 22/14 R).

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Quote from Dagmar;303960

    :
    Kündigungsschreiben am 15.01.2015 mit Freistellung und Einhaltung der Kündigungsfrist zum 28.02.2015.
    Wieso muss man dann noch eine Kündigungsfrist einhalten?


    Möchtest du einfach so vor die >Tür gesetzt werden? Du bist fristgerecht gekündigt, mangels AG und Arbeit ab 19.1. freigestellt.
    Aber bis einschl. 28.2. stehen dir doch Gelder zu, hilfweise eben das Inso-Geld.

    Quote from Dagmar;303960

    Sinn macht es für mich nicht weil: Richtig, ich habe seit 19.1. keine Arbeitsstelle mehr; ergo: Wer zahlt für Febr. noch meine Krankenkasse?

    Na, die Stelle, der dir auch den Lohn-Ausfall zahlt. Die BA.

    Quote from Dagmar;303960

    Meinen Antrag beim JC habe ich zeitgleich mit dem Insogeld-Antrag am 19.01.2015 gestellt, da der Inso-Verw. das Dez.Gehalt nicht mehr vorfinanzieren konnte/durfte.

    Gut.

    Quote from Dagmar;303960

    Was ist daran denn so unverständlich? Ich fange an zu arbeiten, mein Kto-Stand ist 0. Erstes volles Gehalt geht am 30.10. ein.

    Nein, nicht verständlich. Du hast geschrieben:In meinem Fall z.B., 12jähriges Auto mit neuen Reifen winterfest machen, damit man sicher zur Arbeitsstelle kommt. Bei einem Nettoverdienst von 1500,00 EUR eig. kein so großes Problem. Ein wenig neue Garderobe wegen Kundenverkehr, weil das vorher nicht möglich war. Diesen Betrag hätte ich nicht ausgeben dürfen, obwohl er notwendig war und mein Verdienst es zuließ. Du hast "3 Jahre Bürgerarbeit" geschrieben. Wenn du im Oktober als Bürgerarbeiterin arbeitest, hast du IM Oktober Geld FÜR Oktober. Im August und September? Auch Bürgerarbeit? Auch Lohn?
    Und am 30.10. kommt Geld, von dem du IM November lebst. Es ist aber FÜR die Oktoberarbeit.
    Wieso warst du bis 30.10. auf Kontostand 0?

    Quote from Dagmar;303960

    (einfach mal so gerechnet). Wie kann man denn da das Insolvenzgeld auf 6 Monate verteilt (so steht es oben) aufteilen und verrechnen?


    Was soll die Frage? Wie? Das steht doch dort. Das Insogeld wird auf 6 Monate bzw. den BWZ verteilt, zB 3000:6=500,-. Also Einkommen pro Monat 500,- ,davon erhöhte Freibeträge und dazu ergänzendes Alg2.
    Das wird also ab 1.2. laufen. Denn der Monat Februar ist der Monat der Insolvenzgeld-Zahlung.

    Quote from Dagmar;303960

    Mein Dispo hat sämtliche Ausgaben und Lebensunterhaltskosten bis jetzt für 2 Monate vorfinanziert.

    Ja, das kann ich mir vorstellen.


    Hast du denn das BA-Merkblatt zu Insolvenzgeld bei deiner Antragstellung bekommen?

  • Zur Kündigungsfrist bzw. Februar: Meines Wissens nach zahlt die BA nur für 3 ausstehende Gehälter, in dem Fall wären das Nov., Dez., Jan. (davon Nov. vorfinanziert durch Insoverw. in Absprache mit der BA).
    Insofern sind die 3 Monatsgehälter, für die die BA im Inso-Fall einspringt, aufgebraucht oder nicht? Selbst das vorfinanz. Nov.Gehalt fällt doch in die, nennen wir es 3-Monatsklausel", sonst hätte die BA ja nicht zustimmen müssen.
    Somit ist am 31.1.2015 Finito. Da hilft mir doch auch keine Kündigungfrist, den für Febr. zahlt keiner mehr mein Gehalt. Stehe ich denn so sehr auf der Leitung oder habe ich mich falsch informiert oder gar WIRR gelesen? Ich glaub es bald :-)


    Wieso mein Konto auf 0 war? Weil die Bürgerarbeit am 31.05.2014 nach 3 Jahren abgelaufen war, und ich erst am 15. Sept. eine neue Stelle bekommen habe. Somit am 30.9. ein halbes Gehalt und Rest vom JC = da bleibt nix übrig. Und vom Verdienst in der Bürgerarbeit kannst du keine großen Sprünge oder Anschaffungen machen, das muss ich wohl nicht erklären. Zumal während der Bürgerarbeit mein Träger, bei dem ich angestellt war, auch noch in die Insolvenz ging, und es erst nach 4 Monaten weiter ging. Naja, das ist ein anderes Thema.


    Somit hatte ich mein erstes volles Gehalt am 30.10.2014, von dem ich dann z. B. endlich mal neue Reifen kaufen konnte, damit ich sicher zur Arbeit komme. (Das war jetzt nur ein Beispiel für eine Ausgabe, die wichtig war und ich mir endlich erlauben konnte).
    Somit Konto auf 0.
    Und ab da kam kein Geld mehr - ausser das verspätete Nov. Gehalt, was bis jetzt ja noch lange nicht das Konto incl. Februarabgänge abdeckt.
    Insofern ist es für mich nicht nachvollziehbar, mit welchem Recht meine 2 Gehälter auf den Bezug, sagen wir ab 1.3. angerechnet bzw. verrechnet werden. Das Inso-Geld geht im Febr. ein = Konto bis Ende Febr. soweit wieder gedeckt. Und nun kommt das JC
    und zieht mir 6 x 500,00 bereinigtes Einkommen von meinen ALG2 Bezug ab?
    In meinem Fall z. B. 800,00 ALG2 abzgl. 500,00 = bereinigtes EK 300,00? also 800,00 minus 300,00 = 500,00 ALG2 Überweisung?
    Da rutsche ich ja jeden Monat immer wieder in die Miesen, weil der Dispo fast schon die 3000,00 verschlingt, und ich danach statt 800,00 nur 500,00 bekomme, und das zum Leben nicht ausreichen wird.


    Und deine Frage: Wieso ist dein Konto auf 0 ist genau das, was ich oben im meinem Finanz-Chinesisch angedeutet habe.
    Warum darf ich mein verdientes Geld nicht bis auf 0 ausgeben? Das dürfen andere auch, und keiner fragt danach. In diesem Fall wird es einem zum Verhängnis oder nicht?


    So, nochmal die Frage: Wenn ich meinen ALG2 Antrag nachträglich zum 1.3.2015 stelle, fällt mein Insolvenzgeld, sofern es im Febr. ausgezahlt wird, auch in diese seltsame Verrechnung?
    SG

  • Noch etwas, ich will mit dem Insolvenzgeld und ALG2 kein Geschäft machen oder mich bereichern. Ich möchte nur mein Insolvenzgeld bekommen, damit mein Konto ins Grüne bringen, und ab 1.3. dann leider wieder in den ALG2 Bezug, sofern sich keine neue Stelle finden lässt. Ich möchte nur, dass mein Konto auf 0 ist, wenn ich ALG2 beziehen muss - mehr will ich nicht. Ich möchte von der Leistung nicht noch laufend Dispo-Zinsen zahlen müssen. Dafür habe ich gearbeitet, wenn auch leider nicht lange :-(.

  • Zur Anrechnung des Insolvenzgeldes als Einkommen nach § 11 SGB II liest du hier: https://sozialgerichtsbarkeit.….php?modul=esgb&id=121249


    Das ist die Entscheidung des BSG und nur die ist ausschlaggebend. Danach ist Insolvenzgeld wie (nachgezahltes) Arbeitseinkommen zu behandeln.


    Anders als die Vorredner sehe ich keine Anrechnung als einmaliges Einkommen und damit Verteilung auf 6 Monate. Das Insolvenzgeld ist im Monat des Zuflusses anzurechnen und nur da. Kommt es für 2 oder 3 Monate insgesamt als Zahlung, müssen im Übrigen auch 3 x die Bereinigungsbeträge abgezogen werden.


    Wobei das eher uninteressant sein sollte, da du sicherlich mit einem Betrag i. H. v. 3 x Monatsnetto nicht hilfebedürftig sein wirst.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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